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12. Dezember 2019, 17:13

Rekord-Gruppenphase - Sorgen um Coman

Sechs Spiele - sechs Siege. Der FC Bayern legte die perfekte Gruppenphase hin und gewann als erste deutsche Mannschaft alle sechs Spiele der Champions League-Gruppenphase. Zum Abschluß der Gruppenphase gab es einen überzeugenden und hoch verdienten 3:1-Sieg in der Allianz Arena gegen Tottenham Hotspur. Beide Mannschaften waren bereits vor dem Spiel für das Achtelfinale qualifiziert.
Beim FC Bayern fehlten weiterhin verletzungsbedingt Niklas Süle. Lukas Hernandez, Michael Cuisance und Fiete Arp. Zudem standen Corentin Tolisso und David Alaba angeschlagen nicht im Kader. Robert Lewandowski saß 90 Minuten au der Bank. Auch Thomas Müller saß zunächst auf der Bank, kam aber bereits im Verlauf der ersten Halbzeit ins Spiel, weil sich Kingsley Coman schwer verletzte. Das sah übel aus. Ohne Fremdeinwirkung knickte Coman um und mußte ausgewechselt werden. Die schlimme Befürchtung Kreuzbandriss bestätigte sich zwar nicht, dennoch trug er eine Verletzung davon, auf Grund dessen er wohl erstmal ausfallen wird. Ein weiterer bitterer Schlag für den FC Bayern, zumal der Kader eh schon relativ dünn ist.
Philippe Coutinho stand mal wieder in der Startelf und machte (endlich mal) ein gutes Spiel. Der FC Bayern übernahm sofort das Kommando gegen einen tief stehenden Gegner, der auf Konter lauerte.
Benjamin Pavard und Thiago hatten die ersten Bayern-Chancen. Kurz darauf ging der FC Bayern aber in Führung. Kingsley Coman besorgte das verdiente 1:0. Allerdings nur wenige Minuten später gelang Tottenham aus dem buchstäblichen Nichts der überraschende Ausgleich durch Sessegnon. Der FC Bayern ließ sich davon aber nicht beirren und kontrollierte weiter klar die Partie. Und es gab weitere Möglichkeiten zur neuerlichen Führung. Zunächst aber der Schock um Coman, der nach seiner Verletzung ausgewechselt werden mußte. Für ihn kam Thomas Mülller in die Partie.
Serge Gnabry hätte dann den FC Bayern wieder in Führung bringen können, scheiterte aber am Pfosten und auch Thiago vergab. Geht das mit dem Pech des FC Bayern schon wieder los hätte man sich fragen können. Doch noch vor der Pause fiel das 2:1 für den FC Bayern. Zunächst traf Alphonso Davies, der ein bärenstarkes Spiel machte, auch nur den Pfosten, aber Thomas Müller war da und vollendete zur neuerlichen Bayern-Führung. Kurz darauf hätte noch das dritte Bayern-Tor fallen können, aber Philippe Coutinho traf nur die Latte. So ging es mit einer hochverdienten 2:1-Führung für den FC Bayern in die Halbzeit.
Auch nach der Pause änderte sich an der Überlegenheit des FC Bayern nichts. Der FC Bayern kontrollierte und dominierte das Geschehen. Die ganz großen Gelegenheiten blieben zwar zunächst aus, aber Coutinho probierte es ein paar mal. Schließlich traf er dann doch und erzielte das 3:1 für den FC Bayern. Das war dann auch sowas wie die Vorentscheidung, zumal Tottenham offensiv sehr harmlos war. Kurz vor Schluß vergab Coutinho noch eine Gelegenheit für den FC Bayern.
Es blieb beim 3:1 für den FC Bayern. Nach den beiden äußerst unglücklichen Niederlagen in der Bundesliga ist dieser Sieg Balsam. Es war ein hochverdienter Sieg für den FC Bayern, der bei besserer Chancenverwertung deutlich höher hätte ausfallen können und auch defensiv stand der FC Bayern ordentlich und ließ nur wenig zu.
Zudem schrieb der FC Bayern Champions League-Geschichte. Zum ersten mal gelangen einer deutschen Mannschaft in der Champions League-Gruppenphase sechs Siege in sechs Spielen und es war die beste Gruppenhase in der Champions League-Geschichte, die der FC Bayern hinlegte. Sechs Spiele, sechs Siege und 24:5 Tore (Tordifferenz + 19), die beste Gruppenphase, die jemals eine Mannschaft in der Champions League spielte.
Die Auslosung für das Achtelfinale in der Champions League findet am kommenden Montag statt. Als Gruppensieger muß der FC Bayern im Achtelfinal-Hinspiel auswärts antreten und hat das Rückspiel daheim in der Allianz Arena.
Aber auch als Gruppensieger kann der FC Bayern auf einen harten Brocken im Achtelfinale treffen. Real Madrid, Atalanta Bergamo, Atletico Madrid, SSC Neapel, Olympique Lyon und der FC Chelsea sind die möglichen Achtelfinal-Gegner des FC Bayern. Da droht wieder ein schweres Los im Achtelfinale.
Für den FC Bayern geht es aber erstmal in der Bundesliga weiter. Am kommenden Samstag empfängt der FC Bayern in der Allianz Arena Werder Bremen. Ein unangenehmer Gegner, der an einem guten Tag jeder Bundesligamannchaft gefährlich werden kann. Für den FC Bayern geht es darum den Anschluß nach ganz oben in der Bundesligatabelle nicht zu verlieren. Der aktuell siebte Platz ist für den FC Bayern indiskutabel. Vielleicht hat ja der überzeugende Sieg gegen Tottenham Hotspur dem FC Bayern neues Selbstvertrauen und neues Selbstverständnis zurück gegeben und das Glück kehrt hoffentlich zum FC Bayern zurück. Gerade in den letzten beiden Bundesligaspielen wurden viel zu viele große Torchancen leichtfertig vergeben, da war aber viel Pech dabei, und defensiv leistete man sich zu viele Schnitzer. Das muß auf jeden Fall besser werden. Da war der Sieg gegen Tottenham ein guter Anfang.
Bitter ist allerdings die schwere Verletzung von Kingsley Coman, der dem FC Bayern jetzt erstmal fehlen wird. Hoffentlich nicht allzu lange.

Redakteur

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09. Dezember 2019, 19:17

Meisterschaft ade

War es das schon mit der achten Meisterschaft in Folge? Der FC Bayern verlor das Spitzenspiel beim Tabellenführer Borussia Mönchengladbach trotz klarer Überlegenheit und Führung mit 1:2. Mal wieder eine schwache Chancenverwertung und eine desaströse Schiedsrichterleistung führten zu der Niederlage.
Ein Gladbacher hätte schon früh mit einer Roten Karte nach einem üblen Foul vom Platz gestellt werden müssen, dem FC Bayern wurden zwei klare Strafstöße nicht gegeben und die Gladbacher bekamen in der Nachspielzeit einen mehr als fragwürdigen Strafstoß, der zur Niederlage führte. Da muß man sich fragen, was der Video-Schiedsrichter so gemacht hatte während des Spiels, wenn sich der Schiedsrichter auf dem Platz sich solche entscheidenden Szenen nicht noch mal wenigstens anschaut.
Beim FC Bayern fehlten weiter Niklas Süle, Lucas Hernandez und Fiete Arp verletzt. Joshua Kimmich spielte mal wieder Außenvertreidiger, dafür kam Thiago ins Mittelfeld. David Alaba spielte wieder in der Innenverteidigung und Bejamnin Pavard saß 90 Minuten auf der Bank, genauso wie Serge Gnabry. Das war völlig unverständlich.
Der FC Bayern dominierte die erste Halbzeit nach Belieben und drückte die Gladbacher an deren Strafraum. Torchancen hatte der FC Bayern reichlich, sogar diverse Hochkaräter.
Thomas Müller und Robert Lewandowski gleich zweimal, Ivan Perisic (wurde für den angeschlagenen Corentin Tolisso eingewechselt) und Leon Goretzka vergaben. Und dann noch Joshua Kimmich. Dessen Schuß war schon fast im Tor, als der Ball doch noch abgewehrt wurde, da fehlten nur 1-2 Zentimeter. Einfach nur bitter.
Bei der Möglichkeit von Perisic wurde er nach seinem Schuß klar von einem Gladbacher getroffen. Foul und Strafstoß für den FC Bayern hätte es geben müssen, aber es gab nix. Kein Zeichen des Video-Assistenten und der Schiedsrichter auf dem Platz schaute sich das auch nicht noch mal an. Absolut unverständlich und frech.
Da von den Gladbachern offensiv in der ersten Hälfte nichts kam, ging es torlos in die Halbzeit.
Auch nach dem Wechsel ein unverändertes Bild. Der FC Bayern dominierte und belohnte sich schnell. Ivan Perisic brachte dann den FC Bayern früh in der zweiten Halbzeit hoch verdient in Front. Nach der Bayern-Führung wurden die Gladbacher etwas aktiver und konnten das Spiel etwas ausgeglichener gestalten, weil der FC Bayern etwas zu passiv wurde. Dennoch fiel dann der Ausgleich durch Bensebaini wie aus dem Nichts. Abgesehen vom Tor hatten die Gladbacher vielleicht noch ein oder zwei gute Möglichkeiten, auf der anderen Seite vergab noch Kimmich für den FC Bayern.
Dann kam die ultimative Schlußphase. Der eingewechselte Javier Martinez (kam für den angeschlagenen Jerome Boateng ins Spiel) soll Gladbachs Thuram im Bayern-Strafraum gefoult haben. Das war aber eine Fehlentscheidung. Martinez ging zwar forsch in den Zweikampf, es war aber deutlich zu sehen, dass er den Ball berührte, also den Ball spielte. Dennoch gab es Strafstoß für Mönchengladbach, es gab kein Zeichen des Video-Assistenten und der Schiedsrichter schaute sich die Szene auch nicht noch mal an. Ein Unding. Das war die Spiel entscheidende Szene. Bensebaini verwandelte den Strafstoß zum mehr als glücklichen Gladbacher Sieg. Dass nach dem Strafstoß nicht mehr lange gespielt wurde, obwohl man das drumherum um den Strafstoß noch hätte nachspielen lassen müssen machte die desolate Schiedsrichterleistung rund.
Gnabry hätte spielen müssen und die erneut schwache Chancenverwertung, zur Halbzeit hätte der FC Bayern schon klar führen müssen, auf der einen Seite und eine unverschämt schlechte Schiedsrichterleistung auf der anderen Seite verhinderten einen Bayern-Sieg.
Der FC Bayern war über die vollen 90 Minuten die klar bessere Mannschaft, die Gladbacher wissen wohl selbst nicht wie sie dieses Spiel gewinnen konnten. Der Gladbacher Auftritt war eines Tabellenführers jedenfalls unwürdig.
Der FC Bayern hat im Moment das Pech gepachtet. Erst hatte man kein Glück und dann kommt noch Pech dazu.
Aber am Ende zählt das nackte Ergebnis und das war wieder negativ. Durch die Niederlage in Mönchengladbach hat der FC Bayern die Meisterschaft wohl verspielt. Auf einen indiskutablen siebten Platz mit sieben Punkten Rückstand auf Tabellenführer Borussia Mönchengladbach rutschte der FC Bayern ab.
Da muß man sich jetzt fragen, was genau hat der Trainerwechsel beim FC Bayern jetzt gebracht? Genau, nix. Unter Flick hat der FC Bayern jetzt schon fast so viele Bundesliga-Niederlagen in diesem Kalenderjahr kassiert (zwei) wie zuvor unter Kovac in ungefähr einem 3/4-Jahr (drei).
Der FC Bayern sollte alles dran setzen spätestens in der Winterpause einen renomierten Trainer (Arsene Wenger?) zu verpflichten, ansonsten droht diese Saison im Fiasko zu Enden.
Für den FC Bayern geht es am kommenden Mittwoch in der Champions League zum Abschluß der Gruppenphase mit einem Heimspiel gegen Tottenham Hotspur mit deren neuem Trainer Jose Mourinho weiter.
In dem Spiel geht es aber nur noch um die goldene Ananas. Beide Teams sind bereits für das Achtelfinale qualifiziert und der FC Bayern hat den Gruppensieg bereits sicher. Immerhin etwas.

Redakteur

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02. Dezember 2019, 17:10

Flick-Euphorie schon verflogen?

Das war bitter. Der FC Bayern kassierte eine bittere wie unnötige 1:2-Heimpleite gegen Bayer Leverkusen. Dabei dominierte der FC Bayern die Partie über 90 Minuten, vergab aber eine Vielzahl an erstklassigen Tormöglichkeiten und wurde zweimal bitter ausgekontert.
Allerdings muß man die Startaufstellung des FC Bayern deutlich in Frage stellen. Diverse Spieler spielen nicht auf den Positionen, auf die sie hingehören.
Gelegentlich kann man das mal machen, aber es darf keine Dauerlösung sein.
Weiterhin fehlten Niklas Süle und Lucas Hernandez verletzt. Deshalb MÜSSEN Benjamin Pavard und Jerome Boateng, der nach seiner Sperre in der Bundesliga wieder Spiel berechtigt war und ein paar Tage zuvor in Belgrad ein starkes Spiel machte, in der Innenverteidigung spielen. Boateng kam gegen Leverkusen aber gar nicht zum Einsatz, stattdessen spielten wieder Javier Martinez, der in der Schnelligkeit gegen die schnellen Leverkusener Spitzen nicht mithalten konnte, und David Alaba in der Innenverteidigung und Pavard außen. Alaba gehört aber auf die Außenverteidigerposition, genauso wie Joshua Kimmich, der aber wieder im Mittelfeld spielte, wo aber ein Thiago, der zunächst nur auf der Bank saß, oder ein Martinez hingehören.
Davies macht es auf der Außenverteidigerposition ganz ordentlich, das kann aber (noch) keine Dauerlösung sein, zumal er eigentlich ein Offensivspieler ist.
Gegen Leverkusen erhielt Ivan Perisic gegenüber Kingsley Coman, der erst spät eingewechselt wurde, den Vorzug. Auch unverständlich. Ein Peresic läßt es an Qualität vermissen. Philippe Coutinho, gegen Leverkusen auch eingewechselt, bleibt weiterhin stark hinter den Erwartungen zurück und ist keine Verstärkung. Von einem Coutinho muß man erwarten können, dass er den Unterschied macht, ein Spiel alleine entscheiden kann, ein Spiel an sich reißt und lenkt. Aber es kommt kaum etwas. Wenn Coutinho sich nicht augenblicklich deutlich steigert, sollte man ihn spätestens im nächsten Sommer wieder abgeben. Es hatte sicherlich einen Grund, warum der FC Barcelona ihn nicht gehalten hatte. Große Spieler brauchen in Topteams keine lange Anlaufzeit und funktionieren sofort. Als damals Arjen Robben oder Franck Ribery zum FC Bayern kamen, funktionierten die sofort und waren vom ersten Spiel an eine Verstärkung. Das ist bei Coutinho nicht der Fall, dann kann er kein großer Spieler sein.
Dennoch war der FC Bayern gegen Leverkusen von Beginn an die klar bessere Mannschaft und hätte in Führung gehen müssen, aber Serge Gnabry traf nur den Pfosten.Im Gegenzug kassierte der FC Bayern durch einen Konter durch Bailey das 0:1. Der FC Bayern spielte aber weiterhin mutig nach vorne und hatte Chancen, aber zweimal Gnabry, Thomas Müller und Perisic vergaben. Doch dann fiel endlich der längst überfällige Ausgleich. Müller traf zum 1:1. Aber erneut fast im Gegenzug ein neuerlicher Konter der Leverkusener. Bailey traf zum 1:2. Unfassbar. Der FC Bayern stand einfach zu hoch und zu offensiv und ließ sich zweimal amateurhaft auskontern. Das darf nicht passieren.
Der FC Bayern suchte aber nach der neuerlichen Antwort, aber fand sie nicht. Kurz vor der Pause hätte der Ausgleich fallen müssen. Gnabry mit der dicken Gelegenheit, aber anstatt es selbst zu machen, spielte er ab und vorbei war die Chance. 1:2 zur Pause.
Kurz nach dem Wechsel hatte Leon Goretzka die große Chance zum Ausgleich, vergab aber. Die Leverkusener beschränkten sich in der zweiten Halbzeit noch mehr auf die Defensive, setzen nur gelegentlich Nadelstiche. Amiri und später noch Diaby brachten den Ball aber nicht im Tor unter. Ansonsten spielte fast nur der FC Bayern. Perisic, Lewandowski und Thomas Müller vergaben die nächsten Bayern-Chancen. Dann traf Leon Goretzka nur den Pfosten des Leverkusener Tores. Einfach nur unfassbar. In der Schlußphase war der FC Bayern sogar in Überzahl, weil der Leverkusener Tah nach einer Notbremse die Rote Karte sah. Der FC Bayern drückte und drückte, Robert Lewandowski traf nur die Latte. Es blieb aber bei der bitteren 1:2-Niederlage. Unfassbar. Die Leverkusener wissen wohl heute noch nicht wie sie das Spiel gewinnen konnten.
Natürlich ist der Sieg für Leverkusen mehr als unverdient, aber am Ende zählt das Ergebnis. Wer so viele beste Tormöglichkeiten wie der FC Bayern liegen läßt, u.a. dreimal Aluminium, das ist schon kein Pech mehr. Das ist mangelnde Qualität. Vom Ballbesitz und den Torchancen her hätte der FC Bayern klar und deutlich gewinnen müssen, scheiterte aber immer wieder am Alu, am Torwart oder am Unvermögen.
Durch die Niederlage rutschte der FC Bayern in der Tabelle auf den vierten Platz ab und hat jetzt wieder vier Punkte Rückstand auf Tabellenführer Borussia Mönchengladbach. Und jetzt kommt es knüppeldick. Am kommenden Samstag muß der FC Bayern in Mönchengladbach antreten. Dort hatte sich der FC Bayern schon oft schwer getan, egal mit welcher Mannschaft. Es droht dem FC Bayern der Verlust an weiterem Boden in der Bundesliga-Tabelle.

Redakteur

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27. November 2019, 13:29

Lewy-Show zum Gruppensieg

Der Mann ist einfach unfassbar. Robert Lewandowski. Vier Tore in nicht mal 15 Minuten erzielte der wohl beste Stürmer der Welt im Champions League-Auswärtsspiel bei Roter Stern Belgrad und hatte damit maßgeblichen Anteil am 6:0-Sieg mit dem der FC Bayern vorzeitig den Gruppensieg klar machte.
Neben den verletzten Spielern Niklas Süle und Lucas Hernandez mußte der FC Bayern auch auf David Alaba verzichten, der Vaterfreuden entgegen blickt.
Dafür war der in der Bundesliga zuletzt gesperrte Jerome Boateng wieder dabei und spielte in der Innenverteidigung. Joshua Kimmich, Thomas Müller und Serge Gnabry bekamen eine Pause und saßen zunächst auf der Bank. Während Gnabry ohne Einsatz blieb, wurden Kimmich und Müller im Verlauf der zweiten Halbzeit eingewechselt. Leon Goretzka, Thiago und Kingsley Coman standen dafür in der Startelf.
Der FC Bayern dominierte die Partie vom Anpfiff weg. Bereits nach wenigen Minuten hatte Lewandowski die große Chance zur Führung, vergab aber. Doch nur ein paar Minuten später ging der FC Bayern dann durch Leon Goretzka in Führung. Nur kurz darauf hätte Goretzka noch einen nach gelegt, scheiterte aber. Philippe Coutinho vergab die nächste Gelegenheit für den FC Bayern. Kurz vor der Pause traf Lewandowski ins Tor, das aber nicht gegeben wurde, weil vorher Corentin Tolisso den Ball mit dem Arm berührte. Alphonso Davies vergab dann noch eine Gelegenheit und so ging es mit einem 1:0 für den FC Bayern in die Halbzeit. Eigentlich viel zu knapp. Aufgrund einiger guter Möglichkeiten und vor allem aufgrund deutlichster Überlegenheit hätte das Ergebnis höher ausfallen können, wenn nicht müssen. Aber das holte der FC Bayern dann in der zweiten Halbzeit nach.
Auch nach dem Wechsel ein unverändertes Bild. Einbahnstraßenfußball. Der FC Bayern dominierte die Partie nach Belieben. Es dauerte ein paar Minuten, dann begann die Lewandowski-Gala. Nach einem Handspiel von Belgrads Degenek im Strafraum von Roter Stern gab es zu Recht Strafstoß für den FC Bayern. Lewandowski verwandelte zum 2:0. Lewandowski lief jetzt warm. Kurz darauf sein zweiter Streich. 3:0. Wieder nur ein paar Minuten später netzte Lewangoalski erneut ein. 4:0. Und er hatte immer noch nicht fertig. Erneut nur ein paar Zeigerumdrehungen später das nächste Tor von Lewandowski. 5:0 für den FC Bayern. In nicht mal 15 Minuten erzielte Robert Lewandowski vier Tore. Das gab es vorher in der Champions League noch nie und ist damit Champions League-Rekord.
Der FC Bayern hatte aber noch nicht fertig. Corentin Tolisso vergab zunächst noch eine gute Tormöglichkeit, er scheiterte an der Latte, aber kurz vor Schluß machte er es besser und machte das halbe Dutzend voll und netzte zum 6:0 für den FC Bayern ein. Dabei blieb es dann.
Es war eine Fußballdemonstration des FC Bayern. Von der ersten bis zur letzten Minute war es eine herausragende und starke Leistung des FC Bayern, der das komplette Spiel dominierte. Hinten ließ der FC Bayern nichts ernsthaftes zu und vorne wurden sechs Tore erzielt. Bei noch besserer Chancenverwertung hätte das Ergebnis sogar noch deutlich höher ausfallen können.
Es wird sicherlich Stimmen geben, die sagen, dass es ja "nur" Roter Stern Belgrad war. Sicherlich gehört Roter Stern Belgrad nicht zu den europäischen Topteams, aber auch da, gerade in Belgrad, in einer normalerweise hitzigen Atmosphäre, muß man erstmal sechs Tore erzielen und derart dominant auftreten, wie es der FC Bayern tat. Gemeinsam mit einem 7:1-Sieg beim AS Rom vor über fünf Jahren war es der höchste Auswärtssieg des FC Bayern in der Champions League.
Durch den Sieg in Belgrad machte der FC Bayern bereits vorzeitig den Gruppensieg perfekt und führt seine Tabelle in der Champions League-Gruppenphase mit der Optimalausbeute von 15 Punkten nach fünf Spielen vor dem letzten Gruppenspieltag mit fünf Punkten Vorsprung vor dem Tabellenzweiten Tottenham Hotspur an. In der übernächsten Woche muß der FC Bayern dann noch zum Abschluß der Vorrunde daheim in der Allianz Arena gegen Tottenham antreten. Da geht es dann nicht mal mehr um die goldene Ananas. Der FC Bayern und auch Tottenham stehen bereits vor dem letzten Spieltag als Achtelfinalteilnehmer fest und der Gruppensieg ist dem FC Bayern nicht mehr zu nehmen.
Vier Siege in den ersten vier Pflichtspielen bei 16:0 Toren. Das ist die bisherige Bilanz von Hansi Flick als Cheftainer des FC Bayern. So gut startete noch nie ein Bayern-Trainer.
Daran gilt es in den nächsten Spielen anzuknüpfen. Am besten bereits am kommenden Samstag. Dann steht das nächste schwere Spiel des FC Bayern auf dem Programm. Der FC Bayern muß dann in der Bundesliga daheim in der Allianz Arena gegen Bayer Leverkusen antreten. Es geht dann darum an Tabellenführer Borussia Mönchengladbach dran zu bleiben. Das wird aber sicherlich eine schwere Aufgabe. Die Leverkusener können an einem guten Tag jedem gefährlich werden und sind eine spielstarke Mannschaft. Da muß der FC Bayern wieder hoch konzentriert zu Werke gehen. Nach dem Kantersieg bei Tottenham gab es in der Liga dann daheim gegen Hoffenheim einen empfindlichen Rückschlag. Bleibt zu hoffen, dass der FC Bayern daraus gelernt hat und es jetzt deutlich besser macht.

Redakteur

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25. November 2019, 15:16

Starke Bayern siegen in Düsseldorf

Es war das erste Spiel des FC Bayern nach der Ära Uli Hoeneß und das erste Spiel des neuen Präsidenten Herbert Hainer...und es lief überaus erfolgreich.
Im Bundesliga-Auswärtsspiel bei Fortuna Düsseldorf kam der FC Bayern nach einer überzeugenden und souveränen Vorstellung zu einem klaren 4:0-Erfolg. Vor allem in der ersten Halbzeit zeigte der FC Bayern eine bärenstarke Vorstellung.
Weiterhin mußte der FC Bayern verletzungbedingt auf Niklas Süle, Lucas Hernandez und Fiete Arp verzichten. Zudem fehlte Jerome Boateng gesperrt. Kingsley Coman, der sich bei der Nationalmannschaft verletzte, stand zwar im Kader, saß aber 90 Minuten auf der Bank. Für ihn durfte Philippe Coutinho ran. Thiago saß zunächst nur auf der Bank, wurde aber im Verlauf der zweiten Halbzeit noch eingewechselt. Genauso wie Leon Goretzka, dem in der Startelf allerdings Corentin Tolisso vorgezogen wurde.
Der FC Bayern war von Beginn weg die klar Spiel bestimmende Mannschaft und suchte den Vorwärtsgang. Thomas Müller und Serge Gnabry vergaben zunächst noch die ersten Gelegenheiten, aber kurz darauf war der Ball das erste mal im Düsseldorfer Tor. Ein Ball von Joshua Kimmich landete im Düsseldorfer Kasten. Der Ball wurde eventuell von Benjamin Pavard noch leicht berührt. Ob Kimmich oder Pavard...Hauptsache Tor. 1:0 für den FC Bayern.
Der FC Bayern blieb dran und versuchte sofort nach zu legen. Robert Lewandowski und Philippe Coutinho vergaben die nächsten Möglichkeiten für den FC Bayern. Doch dann fiel das überfällige zweite Tor. Corentin Tolisso traf zum 2:0 für den FC Bayern. Der FC Bayern sprühte in der ersten Hälfte nur so vor Spielfreude und machte immer weiter. Gnabry hätte schon den dritten Treffer erzielen können, traf aber nur den Pfosten. Doch nur wenige Minuten später zielte Gnabry genauer und traf zum 3:0 für den FC Bayern. Damit war das Spiel eigentlich schon entschieden. Das war dann auch der Halbzeitstand.
Die Düsseldorfer kamen etwas entschlossener und aggressiver aus der Kabine und hatten durch Kownacki ihren ersten ernsthaften Abschluß. Klar überlegen blieb dennoch der FC Bayern auch wenn der FCB spürbar ein bis zwei Gänge raus nahm. Robert Lewandowski vergab die nächste Tormöglichkeit für den FC Bayern. Gegen Fortuna Düsseldorf will es einfach nicht klappen. Unglaublich, aber wahr. Gegen Fortuna Düsseldorf gelang Lewandowski noch kein Pflichtspieltreffer und das blieb auch in dieser Partie so. Dennoch legte der FC Bayern noch einen nach. Coutinho traf zum 4:0 für den FC Bayern. Die Düsseldorfer versuchten zwar hin und wieder trotz des aussichtslosen Rückstandes noch nach vorne zu spielen, aber zählbares sprang für die Fortuna nicht mehr heraus. Der FC Bayern schaukelte am Ende souverän das 4:0 über die Runden und holte diesen wichtigen Auswärtssieg.
In der Bundesliga-Tabelle bleibt der FC Bayern zwar auf dem dritten Platz, konnte aber etwas Boden gut machen. Der Rückstand auf Tabellenführer Borussia Mönchengladbach, die überraschend bei Union Berlin verloren, beträgt aktuell nur noch einen Punkt.
Der Sieg des FC Bayern in Düsseldorf war auch deswegen wichtig, weil es die nächsten Gegner in der Bundesliga in sich haben werden. Am kommenden Samstag empfängt der FC Bayern in der Allianz Arena Bayer Leverkusen und das Wochenende drauf kommt es zum Kracher in Mönchengladbach.
Vorher muß der FC Bayern morgen am Dienstag aber erstmal in der Champions League bei Roter Stern Belgrad antreten. Das wird in einer hitzigen Atmosphäre sicher auch keine leichte Aufgabe und es geht für den FC Bayern auch noch um etwas. Zwar steht der FC Bayern als Achtelfinal-Teilnehmer schon fest, aber es geht noch um den Gruppensieg. Bei einem Sieg in Belgrad wäre dem FC Bayern Platz eins in der Gruppe nicht mehr zu nehmen, aber wahrscheinlich würde bereits ein Unentschieden aufgrund des klaren Sieges in Tottenham (es zählt bei Punktgleichheit der direkte Vergleich) zum Gruppensieg reichen.
Fehlen wird dem FC Bayern in Belgrad David Alaba, dafür könnte aber Jerome Boateng wieder zum Einsatz kommen.

Redakteur

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16. November 2019, 19:42

Hainer neuer Bayern-Präsident - Uli Ehrenpräsident

Die Jahreshauptversammlung 2019 war eine sehr emotionale Veranstaltung. Im Vorwege stand bereits fest, dass Uli Hoeneß für eine weitere Amtszeit als Bayern-Präsident nicht wieder kandidieren wird.
So wurde die Jahreshauptversammlung fast schon zu einer Abschiedszeremonie für den Mr. FC Bayern Uli Hoeneß.

Es begann schon sehr emotional mit einer dicken Überraschung. Gleich zu Beginn der Veranstaltung brachten Franck Ribery, Arjen Robben und Marko Pesic die gewonnenen Trophäen der letzten Saison, Meisterschale, DFB-Pokal und den Meisterpott der Basketballer, in die gut gefüllte Münchener Olympiahalle.
Es gab emotionale Reden von Kalle Rummenigge und von Uli Hoeneß, seiner Abschiedsrede. Da gerieten die Zahlen fast schon in den Hintergrund, obwohl es dort (mal wieder) einen neuen Rekord zu vermelden gab.
Der Umsatz der FC Bayern München AG (Konzern) steigerte sich auf sagenhafte 750,4 Millionen Euro. Unterm Strich blieb ein Jahresüberschuß von 52,5 Millionen Euro.

Es mußte ein neuer Präsident gewählt werden, da Uli Hoeneß nicht wieder kandidierte. Mit Herbert Hainer gab es nur einen Kandidaten und er wurde mit überwältigender Mehrheit gewählt. Hainer ist die ideale Besetzung als Hoeneß-Nachfolger. Als ehemaliger Chef von ADIDAS ist er ein Mann aus der Wirtschaft und vom Sport, vom Fußball, versteht er auch einiges.
Prof. Dr. Dieter Mayer und Walter Mennekes wurden zudem in ihren Ämtern als Vizepräsidenten des FC Bayern bestätigt.

Auch bei den Mitglederzahlen konnte der FC Bayern einen Zuwachs erzielen. Aktuell 293000 Mitglieder zählt der FC Bayern und ist damit weiterhin der größte Sportverein der Welt.
Zum Abschluß wurde es dann nochmal emotional, denn Uli Hoeneß wurde zum sechsten Ehrenpräsident des FC Bayern ernannt. Aufgrund seiner jahrzehntelangen Verdienste vor allem als Spieler, Manager und Präsident, eine absolut verdiente Ehre, die Uli Hoeneß zu Teil wurde.
Man kann festhalten, dass der FC Bayern wirtschaftlich absolut gesund ist und mit Herbert Hainer der ideale Nachfolger von Uli Hoeneß zum neuen Bayern-Präsident gewählt wurde.

Redakteur

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14. November 2019, 03:24

SERVUS ULI

Nach über 49 Jahren, fast fünf Jahrzehnten (mit einer kleinen Unterbrechung), müssen wir Servus sagen, denn Uli Hoeneß kandiert auf der Jahreshauptversammlung am 15.November 2019 nicht wieder für das Amt des Bayern-Präsidenten.
Wir sagen es aber nicht leise, sondern ganz laut. Denn die Leistungen, die Uli Hoeneß als Spieler, Manager und Präsident für den FC Bayern vollbrachte, sind einzigartig.
Der FC Bayern und jeder Bayern-Fan ist Uli Hoeneß zu großem Dank verpflichtet. Ohne Uli wäre der FC Bayern nie das geworden was er heute ist. Sowohl sportlich als auch finanziell.
Als Uli Hoeneß 1970 zum FC Bayern kam konnte wohl niemand ahnen, dass der Mann fast ein halbes Jahrhundert den Verein prägen würde.
Schon als Spieler war Uli Hoeneß schnell einer der Topstars und Leistungsträger des FC Bayern und Mitglied der legendären 70er-Mannschaft, die dreimal in Folge den Europapokal der Landesmeister gewann.
Am 15.August 1970, am ersten Spieltag der Saison 1970/71 bestritt Uli Hoeneß im Bundesligaspiel beim VfB Stuttgart sein erstes Pflichtspiel für den FC Bayern. Es war der Auftakt in eine einzigartige Karriere.
Der pfeilschnelle Uli Hoeneß, er lief die 100 Meter in 11,0 Sekunden, war schnell Stammspieler und hatte maßgeblichen Anteil an den folgenden Erfolgen des FC Bayern. Eines seiner größten Spiele war sicherlich das Wiederholungsspiel im Finale im Europapokal der Landesmeister 1974 gegen Atletico Madrid, als ihm zwei Treffer gelangen.
Als Spieler gewann er mit dem FC Bayern dreimal den Europapokal der Landesmeister, einmal den Weltpokal, wurde dreimal Deutscher Meister und einmal DFB-Pokalsieger.
Zudem wurde er mit der deutschen Fußball-Nationalmannschaft Weltmeister und Europameister.
In der Saison 1978/79 wurde Uli Hoeneß kurzfristig an den 1.FC Nürnberg ausgeliehen. Nach seiner Rückkehr mußte Uli mit nur 27 Jahren seine Spielerkarriere wegen einer Verletzung beenden.
Bereits am 1.Mai 1979 begann die zweite Karriere des Uli Hoeneß. Er wurde mit erst 27 Jahren Manager des FC Bayern, der jüngste Manager in der Geschichte der Bundesliga.
Als Uli Hoeneß den Managerposten beim FC Bayern übernahm, machte der Verein lediglich 12 Millionen DM Umsatz und hatte sogar 7 Millionen DM Schulden.
Es gab viel zu tun und Uli packte an.
Nachdem es die letzten Jahre sportlich nicht mehr so gut lief, wurde der FC Bayern gleich im ersten Jahr mit Uli Hoeneß als Manager Deutscher Meister.
Uli führte das professionelle Merchandising beim FC Bayern ein was sich als wahre Goldgrube erwies. Mittlerweile steuert der Umsatz des FC Bayern auf die 800 Millionen Euro zu.
Auch der 2001 gestartete Bau der Allianz Arena, die 2005 fertig gestellt wurde, ist der Verdienst in erster Linie von Uli Hoeneß. Die Allianz Arena, die dem FC Bayern schon lange alleine gehört ist mittlerweile komplett ab bezahlt, war bisher fast immer ausverkauft und ist eine weitere wichtige Einnahmequelle.
Dank Uli Hoeneß wurde der Verein sportlich und finanziell wieder gesund und zu einem der erfolgreichsten und wirtschaftlich stärksten Vereine auf der Welt. Und das nicht durch irgendwelche Mäzen, Scheichs oder Oligarchen, sondern durch gutes und bedachtes wirtschaften. Uli machte aus dem FC Bayern eine Weltmarke.
Ende November 2009 beendete Uli Hoeneß seine Managertätigkeit nach über 30 Jahren beim FC Bayern und wurde mit fast 100% der Stimmen zum Präsident des FC Bayern gewählt. Ebenfalls mit über 97% der Stimmen wurde er 2012 im Amt bestätigt.
Leider kam dann die Steuergeschichte dazwischen, weswegen Uli Hoeneß Anfang Mai 2014 als Präsident des FC Bayern zurücktrat und nur wenig später eine Haftstrafe antrat.
Ende Februar 2016 wurde Uli Hoeneß dann aber vorzeitig (auf Bewährung) aus der Haft entlassen und wurde Ende November 2016 mit über 98% der Stimmen erneut zum Präsident des FC Bayern gewählt.
Während seiner Zeit als Manager gewann der FC Bayern je einmal die Champions League, den Weltpokal und den UEFA-Pokal, wurde der FC Bayern 16 mal Deutscher Meister, neun mal DFB-Pokalsieger, gewann zweimal den DFB-Supercup und sechs mal den DFL-Ligapokal.
Während seiner Präsidentschaft gewann der FC Bayern je einmal die Champions League, den UEFA-Supercup und die FIFA-Klub-Weltmeisterschaft, wurde der FC Bayern fünf mal Deutscher Meister und gewann der FC Bayern je dreimal den DFB-Pokal und den DFL-Supercup.
Zusammengezählt gewann Uli Hoeneß als Spieler, Manager und Präsident mit dem FC Bayern sage und schreibe 58 offizielle Titel. Eine beeindruckende Zahl.
Nicht nur als Sportler und Funktionär war und ist Uli Hoeneß ein ganz Großer, sondern auch als Mensch.
Uli hat eine sehr ausgeprägte soziale Ader und hilft wo er nur kann. Dank Uli wurden schon vielen in finanziellen Schwierigkeiten geratenen Vereinen geholfen, z.B. durch Freundschaftspiele. Legendär ist das "Retterspiel" beim FC St.Pauli.
Auch im Rahmen des FC Bayern Hilfe e.V. wurde schon vielen in Not geratenen Menschen geholfen oder als großzügiger privater Spender half Uli Hoeneß ebenfalls der Gesellschaft.
Sowohl aktuellen, als auch ehemaligen Spielern des FC Bayern, denen es aus verschiedenen Gründen nicht gut ging, fanden bei Uli Hoeneß immer eine offene Tür und konnten zum Teil eine zeitlang sogar im Hause Hoeneß wohnen.
Uli half wo er kann und ließ ehemalige Spieler oder Mitarbeiter nicht im Stich. Ein großer Mensch. Uli machte aus dem FC Bayern eine große Familie und prägt das Mia san mia wie kein anderer.
Im Februar 1982 überlebte Uli Hoeneß als einziger Insasse einen Flugzeugabsturz. Uli war schon immer unverwüstlich und ein Kämpfer.
Uli verteidigte den FC Bayern wo immer er es konnte, so wie eine Mutter ihr Kind verteidigt oder ihr Baby beschützt. Der FC Bayern ist das Baby, das Lebenswerk, von Uli Hoeneß. Legendär sind seine Zweikämpfe, noch als Manager des FC Bayern, mit Christoph Daum und Willi Lemke.
Am 15.August 1970 bestritt Uli Hoeneß als junger Spieler des FC Bayern sein erstes Pflichtspiel für den Verein, den er in den folgenden Jahrzehnten maßgeblich prägen sollte. Am 9.November 2019 gewann der FC Bayern in einem grandiosen Spiel mit 4:0 gegen Borussia Dortmund. Es war das letzte Spiel von Uli Hoeneß als Präsident des FC Bayern. Einen würdigeren und besseren Schlußpunkt hätte es für Uli Hoeneß beim FC Bayern nicht geben können.
Es bleibt aber zu hoffen, dass Uli, auch wenn er in keiner führenden Position beim FC Bayern mehr ist, dem Verein aber weiter zur Seite steht. Ein FC Bayern ohne Uli Hoeneß ist einfach nicht vorstellbar.
Ganz aus der Welt ist Uli aber eh nicht. Denn auch nach dem 15.November 2019 wird Uli wohl zumindest (vorerst) im Aufsichtsrat des FC Bayern bleiben.
Uli kann jetzt seinen Ruhestand genießen und voller Stolz auf die letzten fast fünf Jahrzehnte zurück blicken. Er übergibt den FC Bayern in tadellosem Zustand, sowohl sportlich als auch finanziell.
Dass was der FC Bayern heute ist und dass was der FC Bayern in den letzten fast 50 Jahren erreicht hatte wird immer maßgeblich mit einem Namen in Verbindung stehen: ULI HOENEß!

Alles Gute und vor allem viel Gesundheit sei Uli gewünscht und wir sagen abschließend einfach nur DANKE für alles was Uli für den FC Bayern geleistet hatte,

Servus Uli

Redakteur

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11. November 2019, 10:26

Bayern-Gala im German Clasico

What a game! Ein besseres Geschenk hätte die Mannschaft Uli Hoeneß in seinem letzten Spiel als Bayern-Präsident nicht machen können.
Es war eine Gala erster Klasse, die der FC Bayern im Prestigeduell gegen Borussia Dortmund ablieferte und das über die kompletten 90 Minuten.
Mit 4:0 fertigte der FC Bayern den BVB ab und war in allen Belangen die bessere Mannschaft. Es ist kaum zu glauben, wo die Mannschaft plötzlich diese Leistung her nahm, wenn man nur eine Woche zurück geht und das Spiel in Frankfurt, dieses 1:5-Desaster, als Vergleich heran zieht.
Schon im Champions League-Spiel gegen Olympiakos Piräus unter der Woche war schon eine deutliche Leistungssteigerung zu sehen, vor allem in der Defensive.
Der neue Trainer Hansi Flick, der jetzt wohl bis auf weiteres erstmal Bayern-Trainer bleiben wird, hat es scheinbar geschafft, die zuletzt wackelige Defensive trotz großer Verletzungssorgen im Defensivbereich zu stabilisieren. Das war auch von Nöten, denn der FC Bayern kassierte diese Saison bislang deutlich zu viele Gegentore.
Nach der guten Leistung in der Champions League gegen Olympiakos Piräus schickte Hansi Flick die gleiche Startelf auch gegen Borussia Dortmund aufs Feld. Er nahm also keine Wechsel vor. David Alaba spielte wieder in der Innenverteidigung, Alphonso Davies in der Defensive und Joshua Kimmich im Mittelfeld. Für Thiago und Philippe Coutinho blieb also erneut nur der Platz auf der Bank, beide wurden aber noch im Verlauf der zweiten Halbzeit eingewechselt.
Verzichten mußte der FC Bayern weiterhin auf die verletzten Niklas Süle, Lucas Hernandez und Fiete Arp, sowie den gesperrten Jerome Boateng.
Bei den Dortmundern standen mit Mario Götze und Mats Hummels zwei Ex-Bayern-Spieler in der Anfangsformation.
Nach anfänglichen leichtem Abtasten übernahm der FC Bayern schnell das Kommando in dem Spiel und ließ Ball und Gegner laufen.
Und natürlich war es Robert Lewandowski, der dann den FC Bayern in Führung brachte. Der FC Bayern hatte alles alles Griff, aber das zweite Tor wollte (noch) nicht fallen, weil Kingsley Coman, Serge Gnabry und Lewandowski weitere Möglichkeiten nicht nutzen konnten.
Von den Dortmundern war offensiv nichts zu sehen. Erst kurz vor der Pause flog mal ein Ball halbwegs gefährlich in Richtung des Bayern-Tores, aber keine wirkliche Gefahr. So ging es mit einer absolut verdienten 1:0-Führung für den FC Bayern in die Halbzeit. Das beste für die Dortmunder war noch, dass es nur ein Tor Rückstand war.
Aber auch das erledigte sich dann kurz nach Wiederanpfiff. Nur wenige Minuten nach dem Wechsel war es Serge Gnabry, der auf 2:0 für den FC Bayern erhöhte. Ansonsten weiterhin ein unverändertes Bild. Der FC Bayern war hoch überlegen und drückte die Dortmunder hinten rein, die das Bayern-Tor überhaupt nicht gefährden konnten, weil sie in der Defensive nur gefordert waren.
Der FC Bayern spielte sich schon fast in einen Rausch und kam dem dritten Tor sehr nahe, aber Gnabry und Lewandowski brachten den Ball (noch) kein weiteres mal im Dortmunder Tor unter.
Von den Dortmundern kam offensiv weiter nichts, bis auf eine Ausnahme. Der eingewechselte Alcacer hatte plötzlich wie aus dem Nichts die dicke Gelegenheit für die Dortmunder auf den Anschlußtreffer, vergab aber.
Ansonsten lief das Spiel aber weiterhin nur in eine Richtung, in Richtung des Dortmunder Tores. Und dann klingelte es zum dritten mal. Robert Lewandowski, der Spieler des Spiels, erzielte seinen zweiten Treffer und markierte das 3:0 für den FC Bayern. Das war dann die endgültige Entscheidung. Doch damit noch nicht genug. Nur ein paar Minuten später bugsierte der ehemalige Bayern-Spieler Mats Hummels den Ball ins eigene Tor zum 4:0 für den FC Bayern.
Dabei blieb es dann. Mit dem 4:0 waren die Dortmunder am Ende sogar noch bestens bedient.
Es war eine insgesamt überragende Mannschaftsleistung des FC Bayern. Dennoch stachen da noch zwei Spieler heraus. Zum einen einmal mehr Robert Lewandowski, sicher Mann des Spiels, mit seinen zwei Treffern, aber auch ansonsten einer bärenstarken Leistung. Und zum anderen Alphonso Davies, der auf der defensive Außenbahn eine Weltklasseleistung ablieferte.
Defensiv ließ der FC Bayern kaum was zu. Manuel Neuer im Bayern-Tor erlebte ein ruhiges Spiel.
Nach dem Debakel von Frankfurt und der Trennung von Niko Kovac ist nach den letzten beiden Spielen unter Hansi Flick eine deutliche Leistungssteigerung zu sehen, vor allem steht die Abwehr wieder deutlich stabiler. Recht viele Tore hatte der FC Bayern unter Kovac ja auch schon erzielt.
Aber auf das 4:0 gegen Borussia Dortmund darf man sich nicht ausruhen. Genau da und mit so einer Leistung müssen auch die nächsten Spiele bestritten werden, auch wenn der Gegner nicht Borussia Dortmund heißt und vielleicht ein vermeintlich "Kleiner" ist.
Nach der Gala in Tottenham vor einigen Wochen kam dann ja ein unerklärlicher Leistungsabfall. Das gilt es diesmal zu verhindern. Denn mit Blick auf die Tabelle darf sich der FC Bayern in der Hinrunde, in der es noch einige unangenehme Spiele geben wird, eigentlich nichts mehr erlauben.
Aktuell liegt der FC Bayern in der Bundesligatabelle auf dem dritten Platz mit vier Punkten Rückstand auf Tabellenführer Borussia Mönchengladbach. Und im Verlauf der Hinrunde muß der FC Bayern u.a. noch in Mönchengladbach antreten.
Jetzt ist erstmal Länderspielpause. Nach der letzten Länderspielpause im Kalenderjahr 2019 geht es für den FC Bayern wieder mit einer unangenehmen Auswärtsaufgabe weiter. Am Samstag, den 23.November 2019, muß der FC Bayern bei Fortuna Düsseldorf antreten. Schon da sollte der FC Bayern die Leistung aus dem Spiel gegen Borussia Dortmund bestätigen, wenn man erfolgreich sein will. Die Messlatte liegt mal wieder sehr hoch.
Voraussichtlich emotional wird es aber wohl bereits am kommenden Freitag, den 15.November 2019. Dann steht die diesjährige Jahreshauptversammlung des FC Bayern in der Münchener Olympiahalle an. Es wird dann der letzte Tag von Uli Hoeneß als Präsident des FC Bayern. Uli Hoeneß stellt sich nicht zur Wiederwahl für das Amt des Bayern-Präsident. Es wird dann ein neuer Präsident gewählt.
Aber mit der 4:0-Gala gegen Borussia Dortmund bereitete die Mannschaft dem scheidenden Bayern-Präsident Uli Hoeneß sicherlich ein schönes Abschiedsgeschenk.

Redakteur

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07. November 2019, 14:51

Souveräner Sieg bei Flick-Debüt

Der FC Bayern steht bereits nach dem vierten Spieltag vorzeitig im Achtelfinale der Champions League!
Gegen Olympiakos Piräus kam der FC Bayern nach einer überzeugenden Vorstellung zu einem ungefährdeten und souveränen 2:0-Erfolg.
Im ersten Spiel nach der Trennung von Niko Kovac nahm Hansi Flick in seinen ersten Spiel als hauptverantwortlicher Trainer kleine personelle Veränderungen vor. Für Jerome Boateng begann Javier Martinez in der Innenverteidigung und Leon Goretzka begann im Mittelfeld. Für u.a. Thiago und Philippe Coutinho blieb nur die Bank und das völlig zu Recht. Die Leistungen der beiden in den letzten Spielen war unterirdisch, deshalb die logische Konsequenz. Thiago kam gar nicht zum Einsatz und Coutinho wurde erst kurz vor Schluß eingewechselt.
Weiter verzichten mußte der FC Bayern auf die verletzten Niklas Süle, Lucas Hernandez und Fiete Arp.
Der FC Bayern war von Beginn an die klar Spiel bestimmende Mannschaft und trat dominant auf. Allerdings war es schwer sich gute Gelegenheiten heraus zu spielen gegen einen Gegner, der nur den eigenen Strafraum verteidigte.
Leon Goretzka hatte die ersten Torannäherungen auf Seiten des FC Bayern. Dann eine kleine Schrecksekunde, als Randeljovic für Piräus eine Gelegenheit hatte, aber zu ungenau zielte. Es sollte die einzige nennenswerte Gelegenheit für Piräus in der gesamten Partie bleiben.
Ansonsten hatte der FC Bayern alles im Griff und näherte sich der Führung immer mehr. Robert Lewandowski, Kingsley Coman und Thomas Müller vergaben aber Gelegenheiten und schließlich traf Benjamin Pavard nur den Pfosten. So ging es torlos in die Pause, trotz drückender Überlegenheit des FC Bayern.
Nach dem Wechsel nahm die Überlegenheit des FC Bayern weiter zu, es fehlte aber weiterhin das Tor. Leon Goretzka, Robert Lewandowski, Serge Gnabry und Kingsley Coman ließen ihre Tormöglichkeiten ungenutzt.
Doch dann war es endlich soweit. Robert Lewandowski traf zum längst überfälligen 1:0 für den FC Bayern. Kurz darauf hätte Coman den Sack bereits zumachen können, vergab aber.
Das blieb schließlich dem eingewechselten Ivan Perisic vorbehalten, der kurz vor Schluß noch zum 2:0 für den FC Bayern traf. Dabei blieb es dann.
Der FC Bayern gewann die Partie gegen Olympiakos Piräus hoch verdient mit 2:0 und steht im Achtelfinale der Champions League. Es war sicher noch nicht alles wieder Gold, das glänzte, aber der FC Bayern zeigte eine souveräne, konzentrierte und dominante Vorstellung und was ganz wichtig war. Hinten ließ der FC Bayern kaum was zu und beendete endlich mal wieder ein Spiel ohne Gegentreffer.
Gruppensieger ist der FC Bayern zwar noch nicht, aber das Achtelfinale ist sicher und man kann sich jetzt erstmal auf die wichtigen und schweren kommenden Spiele in der Bundesliga konzentrieren.
Das nächste Spiel in der Champions League steht für den FC Bayern nach der Länderspielpause bei Roter Stern Belgrad auf dem Programm.
Im anderen Spiel der Bayern-Gruppe gewann Tottenham Hotspur klar mit 4:0 auswärts bei Roter Stern Belgrad. Die Tabelle führt der FC Bayern mit der Optimalausbeute von 12 Punkten nach vier Spielen an, fünf Punkte vor dem Tabellenzweiten Tottenham Hotspur.
Am kommenden Samstag steht dann der Kracher in der Bundesliga auf dem Programm. Dann empfängt der FC Bayern daheim in der Allianz Arena zum German Clasico Borussia Dortmund.
Die Dortmunder, die etwas aus der Spur geraten waren, sind wieder in guter Form. Das wird ein echter Gradmesser für den FC Bayern und den neuen Trainer Hansi Flick.
Es wird eine sehr schwere Aufgabe für den FC Bayern. Die größte Frage wird sein, ob die Abwehr jetzt stabil genug ist um gegen die schnellen Dortmunder zu bestehen. Gegen Piräus wurde die Bayern-Abwehr kaum geprüft. Das wird gegen Borussia Dortmund sicher anders sein.
Leider hat der FC Bayern in der Defensive einig Verletzungssorgen, allerdings gab es auch schon Gegentore, als alle Mann an Bord waren.
Auch für die Bundesliga-Tabelle ist das Spiel gegen Borussia Dortmund enorm wichtig. Der FC Bayern könnte nach dem Debakel in Frankfurt den Anschluß nach ganz oben verlieren. Nach der Blamage von Frankfurt muß jetzt eine Reaktion kommen.
Das Spiel gegen Piräus war ein guter Anfang, aber um das Desaster von Frankfurt halbwegs vergessen zu machen, sollte der FC Bayern am kommenden Samstag explodieren, im positiven Sinne.

Redakteur

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04. November 2019, 11:54

1:5-Debakel in Frankfurt - Kovac weg

Es hat jetzt geknallt beim FC Bayern. Erst gab es ein 1:5-Debakel im Bundesliga-Auswärtsspiel bei Eintracht Frankfurt, der höchsten Niederlage des FC Bayern seit 2009, und einen Tag später trennten sich der FC Bayern und Trainer Niko Kovac, im gegenseitigem Einvernehmen, wie es hieß.
Die Trennung kam zwar nicht überraschend, ist aber unverständlich. Es ist noch gar nicht solange her, da war man die Größten nach der 7:2-Gala in der Champions League bei Tottenham.
Die folgenden Spiele liefen zwar etwas schwerfällig mit wenig Glanz, aber bis auf das 1:5 in Frankfurt stimmten zumindest weitestgehend die Ergebnisse.
Unmöglich ist auch wie vieles in Schutt und Asche geschrieben und geredet wurde. Beispiel das Pokalspiel in Bochum. Sicherlich war das keine berauschende Vorstellung, aber dennoch ein verdienter Sieg. Und bis auf wenige Ausnahmen taten sich die meisten Erstligisten gegen einen unterklassigen Gegner in der 2.Pokalrunde schwer, z.B. zitterten sich Eintracht Frankfurt und Hertha BSC auch ohne Glanz eine Runde weiter und der 1.FC Köln schied sogar gegen einen Viertligisten aus.
Selbstkritik von Spielern ist ja schön und gut, aber die sollen mal lieber anständige Leistungen bringen, dann braucht es auch keine "Selbstkritik".
Die Schuldigen an den letzten schwächeren Auftritten waren und sind ausschließlich die Spieler, nicht der Trainer.
Man kann sicher über Aufstellungen diskutieren, aber aufgrund der Verletzungsmisere, gerade in der Abwehr, wofür der Trainer auch nichts kann, mußte halt öfters umgestellt werden.
Die Leistungen gerade von Thiago und Coutinho in den letzten Spielen war eine bodenlose Frechheit, das grenzte schon an Arbeitsverweigerung.
Der Trainer ist immer das schwächste Glied, aber normalerweise müßten Spieler wie Thiago und Coutinho gehen. Der Verein sollte lieber mal gewissen Spielern drohen, dass sie sich einen neuen Verein suchen können, wenn sie nicht Leistung bringen, anstatt sich vom Trainer zu trennen.
Jerome Boateng wurde ein Vereinswechsel nahe gelegt, aber nach den längeren Ausfällen von Niklas Süle und Lucas Hernandez braucht man ihn plötzlich wieder. Und auf einmal soll Boateng wieder wie ein Weltmeister spielen?
Die Mannschaft ist im Vergleich zur letzten Saison deutlich schwächer. Franck Ribery, Arjen Robben und Mats Hummels, allesamt Führungsspieler gewesen, hatten den Verein verlassen. Hummels wurde ohne Not abgegeben. Jetzt wäre man froh, wenn man ihn noch hätte. Dafür spielt jetzt mit Pavard ein Spieler, der von einem Absteiger geholt wurde. Lucas Hernandez, derzeit verletzt, war auch vor seiner Verletzung noch nicht die erhoffte Verstärkung. Gnabry und Coman sind tolle Spieler, denen fehlt es aber noch an Konstanz und Erfahrung und Führungsspieler können sie noch nicht sein. Perisic kann einen Ribery oder Robben nicht im Ansatz vergessen machen und die Leistungen eines Coutinho waren bisher unterirdisch, noch kein gutes Spiel von ihm.
Gute Spieler brauchen keine lange Anlaufzeit und sind sofort eine Verstärkung. So war es bei Ribery und Robben, als die 2007, bzw. 2009, zum FC Bayern kamen. Davon ist Coutinho Lichtjahre entfernt.
Wer behauptet, dass Kovac beim FC Bayern gescheitert sei, der hat entweder persönlich was gegen Kovac oder keine Ahnung vom Fußball. Kovac gewann mit dem FC Bayern letzte Saison das Double und das ist das was bleibt. Vom Scheitern kann keine Rede sein.
Jetzt soll Hansi Flick erstmal die Mannschaft übernehmen. Eine völlig unverständliche Entscheidung. Flick war zuletzt ja auch mit dabei. Wenn der Trainer schon geht, dann sollte als Nachfolger ein unvorbelasteter Externer an Bord kommen und nicht jemand, der in der letzten Phase selbst mit dabei war.
Beim Spiel in Frankfurt lief auch alles gegen den FC Bayern, der sogar gut begann und durch Serge Gnabry die erste gute Gelegenheit hatte.
Etwas überraschend spielte David Alabs in der Innenverteidigung, Alphonso Davies wieder Außenverteidiger und Joshua Kimmich im Mittelfeld. Coutinho und Thomas Müller standen beide in der Startelf, dafür saß Kingsley Coman zunächst auf der Bank. Das ist schon alles diskutabel.
Aber nach nicht mal 10 Minuten sah Jerome Boateng wegen Notbremse die Rote Karte nach Videobeweis. Eine diskutable Entscheidung, denn ein Bayern-Spieler war noch in der Nähe. Von da an mußte der FC Bayern über 80 Minuten mit einem Mann weniger spielen, alle Vorhaben waren früh über den Haufen geworfen.
Bei Eintracht Frankfurt war fast jeder Schuß in der Folge drin. Kostic und Sow brachten die Frankfurter mit 2:0 in Führung. Dann hatte der FC Bayern aber eine starke Phase und kam durch Robert Lewandowski zum Anschlußtreffer und war in der Folge dem Ausgleich sogar Nahe.
Die zweite Halbzeit begann schlecht. Abraham traf für Eintracht Frankfurt. erneut Lewandowski hatte die große Chance zum erneuten Anschlußtreffer, vergab aber und fast in Gegenzug kassierte der FC Bayern durch Hinteregger das 1:4. Da war das Spiel gelaufen. In der Folge ging es nur noch um Schadensbegrenzung. Dennoch kassierte der FC Bayern durch Paciencia kurz vor Schluß noch das 1:5.
Es hatte den Anschein, als ob sich nur noch Manuel Neuer und Lewandowski gegen das Debakel gewehrt hätten, aber zwei Spieler sind halt zu wenig.
Unter Hansi Flick soll es jetzt wieder besser laufen? Fragt sich nur wie. Jerome Boateng wird nach seiner Roten Karte in Frankfurt sicherlich in der Bundesliga erstmal gesperrt sein. Das ist dann der dritte Defensivspieler der ausfällt. Dann müßte entweder Javier Martinez in die Innenverteidigung oder man gibt einfach mal Lukas Mai eine Chance. Schlechter als die anderen es in den letzten Wochen defensiv gemacht hatten, wird es auch Mai nicht machen.
Auf jedem Fall droht dem FC Bayern eine schwere Saison. Der achte Meistertitel in Folge ist in weiter Ferne.
Auch wenn die Bundesligatabelle immer noch recht eng bei einander ist, rutschte der FC Bayern nach der Klatsche in Frankfurt auf den vierten Platz ab und hat bereits vier Punkte Rückstand auf Tabellenführer Borussia Mönchengladbach. Und das Restprogramm in der Bundesliga bis zur Winterpause verheißt nichts Gutes. Noch viele schwere Spiele stehen auf dem Programm. Am kommenden Samstag muß der FC Bayern im German Clasico gegen Borussia Dortmund antreten.
Aber auf jeden Fall haben die Spieler kein Alibi mehr und können sich nicht mehr hinter Niko Kovac verstecken.
Am kommenden Mittwoch geht es für den FC Bayern aber erstmal in der Champions Lrague weiter mit dem Heimspiel gegen Olympiakos Piräus. Da ist die gesamte Mannschaft gefordert und muß eine positive Reaktion zeigen. Spätestens jetzt gibt es keine Ausreden mehr. Die Spieler sind jetzt in der Pflicht.
Der nächste Gegner des FC Bayern im DFB-Pokal steht mittlerweile auch fest. Im Achtelfinale empfängt der FC Bayern daheim in der Allianz Arena die TSG Hoffenheim. Ein schwerer Gegner. Die Hoffenheimer haben aktuell einen Lauf und konnten erst kürzlich in München beim FC Bayern in der Bundesliga mit 2:1 gewinnen. Das Achtelfinale im DFB-Pokal wird aber erst Anfang Februar 2020 ausgetragen.

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