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20. Mai 2019, 10:08

Robbery schießen Bayern zum Titel

Sie standen nicht in der Startelf. Sie wurden aber in der zweiten Halbzeit in ihrem letzten Bundesligaspiel für den FC Bayern eingewechselt. Franck Ribery und Arjen Robben. Was dann folgte, hätte sich wohl kein Drehbuchautor besser ausdenken können. Erst traf Ribery zum 4:1 und kurz darauf setzte Arjen Robben noch einen drauf und machte mit dem 5:1 endgültig alles klar. 5:1-Sieg gegen Eintracht Frankfurt am letzten Bundesligaspieltag.
Der FC Bayern ist Deutscher Meister 2019!
Franck Ribery und Arjen robben verabschiedeten sich standesgemäß aus der Allianz Arena. Es war ein Tag voller Emotionen und Freude. Der FC Bayern gewann zum siebten mal in Folge die Deutsche Meisterschaft. Wer hätte das gedacht, nach dem FC Bayern zwischenzeitlich neun Punkte hinter Borussia Dortmund lag.
Aber der Reihe nach. Im letzten Bundesligaspiel der Saison mußte der FC Bayern auf Manuel Neuer, Javier Martinez, James Rodriguez und Corentin Tolisso verzichten.
Bereits kurz vor dem Spiel wurde es emotional. Die langjährigen Bayern-Spieler und Bayern-Legenden Franck Ribery, Arjen Robben und Rafinha wurden offiziell verabschiedet. Alle drei saßen zunächst auf der Bank. Rafinha kam leider nicht mehr zum Einsatz.
Der FC Bayern legte los wie die Feuerwehr und brannte ein wahres Offensivfeuerwerk ab.Es war von Anfang an klar wer hier Deutscher Meister werden will.
Bereits nach wenigen Minuten lag der FC Bayern klar auf Titelkurs, nachdem Kingsley Coman den FC Bayern mit 1:0 in Führung brachte. Und der FC Bayern machte einfach weiter und kam zu zahlreichen Gelegenheiten um die Führung weiter auszubauen. Aber Serge Gnabry, David Alaba und dreimal Robert Lewandowski vergaben Möglichkeiten um früh alles klar zu machen. Dann traf endlich Gnabry. 2:0? Leider nein. Der Treffer wurde nicht gegeben, weil vorher Lewandowski knapp im Abseits gestanden haben soll. Der FC Bayern ließ sich aber nicht aus der Ruhe bringen und machte weiter. Erst ging ein Ball noch an die Latte vom Frankurter Tor bei einem Abwehrversuch und auch Thomas Müller vergab noch eine weitere Gelegenheit für den FC Bayern.
Dann ein kleiner Rückschlag. Leon Goretzka mußte angeschlagen ausgewechselt werden. Für ihn kam Renato Sanches in die Partie.
Von den Frankfurtern war offensiv so gut wie gar nichts zu sehen. So ging es mit einer viel zu knappen 1:0-Führung für den FC Bayern in die Pause.
Nach dem Wechsel lief das Spiel eigentlich so weiter, doch dann der Schock. Wie aus dem Nichts traf der Frankurter Abraham zunächst die Latte des Bayern-Tores und im Nachsetzten markierte Haller das 1:1. Statt klarer Führung plötzlich nur Remis und auf einmal war die Meisterschaft wieder in Gefahr. Aber nur kurz, denn der FC Bayern antwortete wie ein Meister. Nur wenige Augenblicke nach dem Ausgleich schlug der FC Bayern zurück und David Alaba brachte den FC Bayern mit 2:1 in Front. Und der FC Bayern legte nach. Wieder nur kurze Zeit später klingelte es erneut im Frankfurter Tor. Der eingewechselte Renato Sanches markierte das 3:1 und brachte den FC Bayern nun endgültig wieder auf Meisterkurs. Es war das allererste Bundesligator für Sanches. Einen besseren Moment konnte es für diese Premiere wohl kaum geben.
Dann war Wechselzeit beim FC Bayern. Zunächst kam Franck Ribery in die Partie und ein paar Minuten später auch Arjen Robben. Und dann wurde es emotional. Erst verabschiedete sich Franck Ribery von der Allianz Arena mit seinem Treffer zum 4:1 und nur wenige Minuten später verabschiedete sich auch Arjen Robben mit seinem Treffer zum 5:1 von der Allianz Arena und damit machten die beiden endgültig den Sack zu und schossen den FC Bayern zur siebten gewonnenen Meisterschaft in Folge und zum insgesamt 29.Meistertitel der Vereinsgeschichte. Robbery wirbelten nochmal durch die Arena. Besser hätte es wohl kaum laufen können.
Der Rest war nur noch Party. Als der Schiedsrichter abpfiff war nur noch Jubel. Deutscher Meister ist nur der FCB.
Manuel Neuer bekam als eigentlicher Kapitän die Meisterschale überreicht, gab sie aber sofort weiter und die drei Legenden Arjen Robben, Franck Ribery und Rafinha, die den FC Bayern verlassen werden, hielten die Meisterschale gemeinsam hoch.
Was folgte waren pure Emotionen. Freude, Tränen und die obligatorischen Weißbierduschen.
Robert Lewandowski bekam noch eine zusätzliche Trophäe, nämlich die Torjägerkanone. Lewandowski wurde mit 22 Toren Torschützenkönig der Bundesligasaison 2018/19.
Der FC Bayern schließt die Bundesligasaison 2018/19 als Erster und damit als Deutscher Meister mit 78 Punkten und 88:32 Toren ab. Zwei Punkte liegt der FC Bayern am Ende vor dem Tabellenzweiten Borussia Dortmund. Der FC Bayern hatte den besten Angriff der Saison und erzielte die meisten Tore. Der FC Bayern war am Ende zweitbestes Heimteam, auch dank zuletzt elf Heimsiegen in der Bundesliga in Folge, und bestes Auswärtsteam.
Der FC Bayern wurde absolut verdient Deutscher Meister. Zwischenzeitlich lag der FC Bayern neun Punkte hinter Borussia Dortmund zurück. Noch zu Beginn der Rückrunde betrug der Rückstand des FC Bayern sechs Punkte. Durch eine bärenstarke Rückrunde, der FC Bayern war bestes Team der Rückrunde, konnte der Rückstand Schritt für Schritt verringert werden bis man am Ende die Dortmunder überholte und mit zwei Punkten Vorsprung Deutscher Meister wurde. So einen relativ großen Rückstand aufzuholen ist eine starke Leistung und sicherlich nicht selbstverständlich.
Die Saison ist aber noch nicht vorbei. Am kommenden Samstag steht noch in Berlin das Pokalfinale auf dem Programm. Dann muß der FC Bayern gegen RB Leipzig antreten. Im Bundesligaspiel kürzlich in Leipzig war der FC Bayern beim 0:0 die klar bessere Mannschaft, aber das Pokalfinale wird sicherlich ein ganz anderes Spiel. Der FC Bayern hat aber auf jeden Fall die große Chance nach dem Gewinn der Meisterschaft auch den DFB-Pokal und damit das Double zu holen. Das wäre die absolute Krönung einer turbulenten Saison und der perfekte Abschied für Robben, Ribery und Rafinha, sofern nach dem letzten Bundesligaspieltag überhaupt noch eine Steigerung möglich ist.
Allerdings muß der FC Bayern es dann besser machen als im letzten Jahr. In der letzten Saison verlor der FC Bayern als Deutscher Meister das Pokalfinale, damals gegen Eintracht Frankfurt und Niko Kovac.

Redakteur

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13. Mai 2019, 10:50

VAR versaut Meisterparty - Showdown am letzten Spieltag

Der FC Bayern zeigte im Auswärtsspiel beim Tabellendritten RB Leipzig, die seit dem ersten Rückrundenspieltag kein Pflichtspiel mehr verloren hatten, eine bärenstarke und dominante Leistung. Kurz nach der Pause traf Leon Goretzka ins Tor. Es wäre die verdiente Führung gewesen. Aber dann schaltete sich der Video-Assistent und nach einigen Minuten wurde das Tor wegen einer angeblichen Abseitsstellung von Robert Lewandowski zurück genommen.
Über die Schiedsrichter und Video-Assistenen kann man in dieser Saison nur den Kopf schütteln. Zum einen war es eh keine KLARE Fehlentscheidung, es kann sich nur um Millimeter gehandelt haben und zum anderen war das wohl eher gleiche Höhe als Abseits. Das Tor hätte zählen müssen.
Es wäre vermutlich das Tor zur Meisterschaft gewesen. So mußte sich der FC Bayern trotz klarer Überlegenheit am Ende mit einem 0:0 zufrieden geben, hat aber am letzten Spieltag noch die Chance auf die Meisterschaft.
Beim FC Bayern fehlten Manuel Neuer, Javier Martinez und James Rodriguez verletzt. Mats Hummels spielte wieder neben Niklas Süle in der Innenverteidigung. Franck Ribery und Arjen Robben saßen beide zunächst auf der Bank, wurden beide aber in der Schlußphase noch eingewechselt.
In der ersten Hälfte entwickelte sich zunächst eine ausgeglichene Partie, in der die ersten Minuten den FC Bayern gehörten, bevor dann RB Leipzig besser ins Spiel fand. Torchancen sprangen aber zunächst auf beiden Seiten kaum heraus. Die ersten Gelegenheiten der Partie hatte dann der FC Bayern, aber Serge Gnabry konnte zwei gute Möglichkeiten nicht nutzen. Kurz vor der Pause dann noch ein Versuch von Leipzigs Werner, aber keine große Gefahr für das Bayern-Tor. So ging es torlos in die Halbzeit.
Nach der Pause erhöhte dann der FC Bayern spürbar die Schlagzahl und es entwickelte sich eine Partie, in der der FC Bayern immer dominanter und überlegener auftrat. Kurz nach der Pause hatte der FC Bayern zunächst eine Gelegenheit durch David Alaba und kurz darauf fiel dann das Tor für den FC Bayern durch Leon Goretzka, dass aber dann einige Minuten später zurück genommen wurde, weil vorher Lewandowski angeblich knapp im Abseits gestanden haben soll. Aber es war wohl eher gleiche Höhe. Dann mal ein Versuch der Leipziger durch Halstenberg. Dennoch suchte der FC Bayern jetzt die Entscheidung. Wieder eine Gelegenheit von Gnabry. Er traf die Latte, stand aber im Abseits. Der Treffer hätte somit eh nicht gezählt. Die Leipziger traten offensiv kaum noch in Erscheinung, Halstenberg probierte es dann noch mal für die Leipziger, aber mehr war dann kaum vom Tabellendritten.
In der Schlußphase kam der FC Bayern dann dem Siegtor sehr nahe. Erst scheiterte Thomas Müller und kurz vor Schluß setzte Robert Lewandowski den Ball hauchzart am Leipziger Tor vorbei. So blieb es am Ende beim 0:0. In Leipzig ein Remis zu holen ist eigentlich kein schlechtes Ergebnis, aber bei der Überlegenheit des FC Bayern, vor allem in der zweiten Halbzeit, hätten eigentlich drei Punkte bei raus springen müssen. Dennoch war es eine starke Leistung und ein über weite Strecken dominanter Auftritt auswärts gegen einen starken Gegner. Der FC Bayern erspielte sich gegen die beste Defensive der Liga einige gute Möglichkeiten und ließ hinten nur wenig zu.
Am 25.Mai 2019 stehen sich RB Leipzig und der FC Bayern bereits erneut gegenüber. Dann im Berliner Olympiastadion im Finale des DFB-Pokal.
Die Entscheidung um die deutsche Meisterschaft fällt durch das 0:0 des FC Bayern in Leipzig und weil Borussia Dortmund sehr glücklich sein Heimspiel gegen Fortuna Düsseldorf mit 3:2 gewann am kommenden Samstag am letzten Bundesliga-Spieltag.
Der FC Bayern liegt in der Tabelle nur noch zwei Punkte vor Borussia Dortmund, aber der FC Bayern hat die deutlich bessere Tordifferenz. Somit würde dem FC Bayern theoretisch bereits ein Unentschieden am letzten Spieltag zu Hause in der Allianz Arena zum Gewinn der siebten Meisterschaft in Folge reichen. Aber der Gegner des FC Bayern heißt am letzten Spieltag Eintracht Frankfurt. Eine sehr schwere Aufgabe. Zu was die Frankfurter in der Lage sind haben sie diese Saison oft gezeigt. Zumal die Frankfurter dem FC Bayern bereits letzte Saison den Pokalsieg versaut hatten.
Spannender könnte es am letzten Spieltag kaum sein. Der FC Bayern empfängt Eintracht Frankfurt. Für den FC Bayern geht es um die Meisterschaft und für die Frankfurter noch um einen Platz in der Europa League, möglicherweise sogar noch um einen Platz in der Champions League. Borussia Dortmund muß auswärts bei Borussia Mönchengladbach antreten. In dem Spiel gibt es praktisch die selbe Konstellation. Für die Dortmunder geht es um die Meisterschaft und für Mönchengladbach um einen Platz in der Champions League.
Der größere Druck liegt natürlich bei Borussia Dortmund. Die Dortmunder müssen gewinnen, um noch eine theoretische Chance auf die Meisterschaft zu haben. Zudem wäre es für Borussia Dortmund eine Schmach, wenn die nach zwischenzeitlichen neun Punkten Vorsprung auf den FC Bayern am Ende nicht Deutscher Meister werden würden.
Es ist natürlich schade, dass der FC Bayern den Gewinn der Meisterschaft noch nicht klar machen konnte. Aber wenn jemand gesagt hätte, als der FC Bayern neun Punkte hinter Borussia Dortmund lag, dass man vor dem letzten Spieltag zwei Punkte Vorsprung haben würde, dann hätte man das sicherlich sofort angenommen.
Der FC Bayern hat diese Saison auf jeden Fall den Gewinn der Meisterschaft verdient. Der FC Bayern hat bis jetzt eine starke Rückrunde gespielt, hat das direkte Duell gegen Borussia Dortmund in München klar mit 5:0 gewonnen, der FC Bayern hatte in vielen Spielen nicht annähernd das Glück, das Borussia Dortmund in dieser Saison hatte (späte Tore erzielt, während der FC Bayern in einigen Spielen durch späte Gegentore Punkte noch abgeben mußte und die Dortmunder hatten deutlich mehr Glück mit Schiedsrichterentscheidungen​) und vor allem hatte der FC Bayern einen Neun Punkte-Rückstand aufgeholt und in einen Vorsprung umgewandelt. Diesen Rückstand aufzuholen war eine enorm starke Leistung durch überzeugende Auftritte in vielen Spielen.
Aber das zählt am letzten Spieltag nichts mehr. Letzte Spieltage hatten oft Kurioses gebracht und eine Eigendynamik entwickelt. Es wird am kommenden Samstag auf jeden Fall spannend.

Redakteur

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06. Mai 2019, 14:00

Ribery verläßt den FC Bayern

Das Ende einer Ära. Nachdem schon seit etwas längerer Zeit fest steht, dass Arjen Robben den FC Bayern nach der laufenden Saison verlassen wird steht jetzt fest, dass auch Franck Ribery den FC Bayern nach dieser Saison verlassen wird.
Robbery ist beim FC Bayern in wenigen Wochen Geschichte. Zwei Spieler, die ein Jahrzehnt die Geschichte des FC Bayern maßgeblich mitgeprägt hatten. Arjen Robben verläßt den FC Bayern nach zehn Jahren, Franck Ribery war sogar dann zwölf Jahre beim FC Bayern.
2007 kam Franck Ribery von Olympique Marseille zum FC Bayern. Was damals wohl noch niemand ahnte war, dass Ribery zwölf Jahre beim FC Bayern bleiben und zu einer Bayern-Legende werden würde. In seiner Zeit beim FC Bayern hat Ribery nahezu alles gewonnen, was man als Fußballer mit seinem Verein gewinnen kann.
Ribery wurde mit dem FC Bayern acht mal Deutscher Meister, fünf mal DFB-Pokalsieger, einmal Ligapokalsieger, fünf mal DFL-Supercupsieger, und je einmal Champions League-Sieger, UEFA-Supercupsieger und FIFA-Klubweltmeister. Das sind 22 offizielle Titel.
Zudem wurde er 2008 Deutschlands Fußballer des Jahres und 2013 Europas Fußballer des Jahres.
Ribery wird aber nicht nur als herausragender Fußballer in Erinnerung bleiben, sondern auch als toller Mensch und als jemand, der gerne mal Spaß machte. Er war und ist einer der letzten typischen Straßenfußballer, der sich durch den Fußball nach oben gearbeitet hatte. Durch Ehrgeiz, Fleiß und Talent. Ribery war eine Bereicherung für den FC Bayern in jeder Hinsicht, auf und neben dem Platz. Ein echter Publikumsliebling.
Als Ribery zum FC Bayern kam, übernahm er die Rückennummer 7 von einer anderen Bayern-Legende und Publikumsliebling, von Mehmet Scholl. Und Ribery stand seinem Vorgänger in nichts nach. In wenigen Wochen geht nach zwölf überwiegend erfolgreichen Jahren wieder eine Nummer 7 beim FC Bayern.
Man wird in Zukunft die Dribblings, mit denen er seinen Gegenspieler zur Verzweifelung brachte, und seine Tore für den FC Bayern vermissen.
Gegen Hannover 96 traf Ribery zum entscheidenden 3:1 für den FC Bayern. Vielleicht war es schon sein letztes Tor in einem Pflichtspiel für den FC Bayern.
Es wäre sehr schön, wenn man Franck Ribery und auch Arjen Robben einen gebührenden und einen verdienten Abschied bereiten würde mit dem Gewinn des einen oder anderen Titel noch in dieser Saison. Der FC Bayern sollte alles daran setzen, dass man zumindest die Meisterschale in dieser Saison holt, denn einen besseren Abschied für Ribery und Robben als mit dem erneuten Gewinn der Meisterschaft kann es nicht geben.Und dann steht ja noch das Pokalfinale gegen RB Leipzig an.
Auch die schönste Zeit hat irgendwann mal ein Ende und man kann einfach nur noch DANKE sagen. Danke für die vielen tollen Momente, die Franck Ribery und Arjen Robben dem FC Bayern beschert hatten.
Merci, Franck...
Bedankt, Arjen...

Redakteur

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06. Mai 2019, 13:59

Ribery trifft bei Robben-Comeback - Pizza hilft

Der FC Bayern hat einen guten Schritt in Richtung siebter Meisterschaft in Folge gemacht. Souverän gewann der FC Bayern sein Heimspiel gegen den Tabellenletzten Hannover 96 mit 3:1 und zudem leistete ein alter Bekannter noch Schützenhilfe.
Neben dem verletzten Manuel Neuer fehlten angeschlagen nur noch Javier Martinez und James Rodriguez, ansonsten waren beim FC Bayern alle Mann an Bord. Also auch der zuletzt leicht verletzte Franck Ribery und auch Arjen Robben. Beide saßen zunächst erstmal auf der Bank, kamen aber beide im Verlauf der zweiten Halbzeit noch ins Spiel.
Für Mats Hummels blieb diesmal nur die Bank, in der Innenverteidigung spielten Niklas Süle und Jerome Boateng vor Torwart Sven Ulreich.
Hannover 96 hatte zwar durch Haraguchi die erste kleine Gelegenheit, aber ab dann spielte eigentlich nur noch der FC Bayern. Leon Goretzka, Kingsley Coman und Robert Lewandowski hatten die ersten Torchancen für den FC Bayern. Nachdem dann auch Thomas Müller eine Möglichkeit vergab, war es dann Robert Lewandowski der das erlösende wie verdiente 1:0 für den FC Bayern erzielte. Der FC Bayern wollte nachlegen und hatte durch Müller und Jerome Boateng die nächsten Gelegenheiten. Es war dann aber Leon Goretzka der das beruhigende zweite Tor für den FC Bayern erzielte. Aber auch das dritte Bayern-Tor hätte noch vor der Pause fallen müssen. Goretzka vergab in der Schlußphase der ersten Halbzeit noch zwei Topchancen, einmal traf er sogar die Latte und auch Coman vergab noch eine gute Gelegenheit. So ging es mit einer 2:0-Führung für den FC Bayern in die Halbzeit. Bei besserer Chancenverwertung hätte es nach 45 Minuten aber deutlich höher stehen können, wenn nicht sogar müssen.
Es sah alles nach einem ruhigen Spiel aus. Doch nach wenigen Minuten in der zweiten Halbzeit griff plötzlich der Schiedsrichter in das Spiel ein. Jerome Boateng wurde im Bayern-Strafraum der Ball an den Arm geschossen, aus kürzester Entfernung. Boatengs Arm war angelegt, angelegter geht es nicht und er drehte sich sogar weg. Nachdem der Schiedsrichter erst weiter spielen lief, meldete sich überraschend der Video-Assistent. Daraufhin schaute sich der Schiedsrichter die Szene auf dem Bildschirm an und entschied plötzlich zur Verwunderung auf Strafstoß für Hannover 96. Eine unverschämte Entscheidung, fast schon ein Skandal. Eine krasse Fehlentscheidung. Man muß sich echt fragen, was die Schiedsrichter oder Video-Assistenten teilweise sehen. Wer bei so einer Aktion wie dieser trotz Ansicht der Bilder auf Strafstoß entscheidet, kann keine Ahnung vom Fußball haben.
Jonathas verwandelte dann den Strafstoß zum 2:1 und plötzlich war Hannover 96, wie aus dem Nichts, wieder im Spiel.
Nur ein paar Minuten später sah Jonathas aber nach Foul an Joshua Kimmich die Gelb/Rote-Karte. Der FC Bayern spielte fortan in Überzahl. Mit der Überzahl-Situation schien der FC Bayern aber etwas Probleme zu haben. Der FC Bayern war zwar weiter klar feldüberlegen, kam aber im Vergleich zur ersten Halbzeit kaum noch zu guten Gelegenheiten. Serge Gnabry hatte noch eine Gelegenheit und David Alaba hatte noch zwei Versuche, die aber nicht erfolgreich waren. Doch dann fiel die endgültige Entscheidung. Der eingewechselte Franck Ribery erzielte das erlösende 3:1 für den FC Bayern. Es war vielleicht sein letztes Tor für den FC Bayern, denn Ribery wird den Verein nach dieser Saison verlassen. Kurz nach dem 3:1 wurde dann Arjen Robben eingewechselt und gab noch mehreren Monaten Verletzungspause sein Comeback. Auch Robben wird den FC Bayern nach dieser Saison verlassen. Eventuell standen gegen Hannover 96 für ein paar Minuten Robbery das letzte mal gemeinsam auf dem Platz. Das ist schon alles sehr emotional.
Kurz vor Schluß vergab Thomas Müller noch eine weitere Möglichkeit für den FC Bayern. So blieb es am Ende beim hochverdienten und alles in allem souveränen 3:1-Sieg des FC Bayern gegen Hannover 96. Die Hannoveraner können sich bei ihrem Torwart bedanken, der sehr stark hielt, dass das Ergebnis nicht deutlich höher ausfiel. Abgesehen von der einen Möglichkeit zu Beginn des Spiels und vom Strafstoß trat Hannover 96 offensiv so gut wie gar nicht in Erscheinung.
Insgesamt verlief der 32.Spieltag sehr erfreulich für den FC Bayern. Denn der FC Bayern bekam unerwartete Schützenhilfe von einem alten Bekannten. Der langjährige Bayern-Stürmer Claudio Pizarro traf für seinen aktuellen Verein Werder Bremen gegen Borussia Dortmund zum 2:2-Endstand und konnte somit den Dortmundern zwei Punkte abluchsen.
Damit führt der FC Bayern zwei Spieltage vor Saisonende die Bundesliga-Tabelle mit vier Punkten Vorsprung vor Borussia Dortmund an. Aus den beiden letzten Bundesligaspielen in dieser Saison benötigt der FC Bayern entweder zwei Remis oder einen Sieg zum erneuten Gewinn der Meisterschaft. Bei einem Sieg am nächsten Spieltag wäre der FC Bayern Deutscher Meister.
Aber die beiden letzten Gegner haben es in sich. Am kommenden Samstag muß der FC Bayern beim Tabellendritten RB Leipzig antreten, die seit dem 18.Spieltag kein Spiel mehr verloren haben und am letzten Spieltag muß der FC Bayern zu Hause gegen Eintracht Frankfurt ran. Eine Niederlage in Leipzig und es könnte am letzten Spieltag zu einem Nervenspiel werden. Da hat Borussia Dortmund das deutlich leichtere Restprogramm. Die Dortmunder spielen noch zu Hause gegen Fortuna Düsseldorf, für die es um nichts mehr geht und dann noch bei Borussia Mönchengladbach, die in der Rückrunde völlig außer Form geraten sind. Auf neuerliche Schützenhilfe darf sich der FC Bayern nicht verlassen. Der FC Bayern sollte alles daran setzen die noch fehlenden Punkte zum Gewinn der Meisterschaft selber irgendwie einzufahren. Es bleibt auf jeden Fall spannend.

Redakteur

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29. April 2019, 19:37

Nur Remis im Derby

Die beste Nachricht vom Wochenende war, dass Arjen Robben erstmals nach monatelanger Verletzungspause im Kader stand für das Spiel beim 1.FC Nürnberg. Allerdings kam er nicht zum Einsatz.
Der FC Bayern konnte leider nicht die Vorlage nutzen, die tags zuvor Borussia Dortmund durch die überraschende Heimpleite gegen Schalke 04 lieferte. Der FC Bayern kam im bayerischen Derby beim 1.FC Nürnberg nicht über ein 1:1 hinaus und konnte am Ende über den einen Punkt fast noch froh sein.
Corentin Tolisso stand nicht im Kader, darüberhinaus fehlten die angeschlagenen Manuel Neuer, Franck Ribery und Jerome Boateng. Serge Gnabry saß zunächst auf der Bank, wurde aber zu Beginn der zweiten Halbzeit eingewechselt.
Der FC Bayern war zwar Feld überlegen, aber die Nürnberger standen hinten dicht gestaffelt, machten die Räume eng. So war es schwer für den FC Bayern zu Tormöglichkeiten zu kommen. David Alaba traf nur die Latte und Thomas Müller hatte noch eine Gelegenheit für den FC Bayern. Die Nürnberger, die fast nur verteidigten, setzten aber den ein oder anderen Nadelstich nach vorne. Pereira und Ishak probierten es mal für den Club. Viel mehr war aber nicht. 0:0 zur Pause.
Beim FC Bayern kam nach der Pause Gnabry für Thomas Müller ins Spiel.
Die zweite Hälfte war erst wenige Minuten alt, da lag der FC Bayern zurück. Erst vergab noch Löwen, aber den zweiten Ball verwertete Pereira zur überraschenden Nürnberger Führung. Kurz darauf hätte Löwen fast sogar erhöht für die Nürnberger, es konnte gerade noch gerettet werden.
Dann fing sich der FC Bayern aber wieder und drängte auf den Ausgleich. Leon Goretzka und der eingewechselte James Rodriguez, der nur die Latte traf, vergaben gute Gelegenheiten auf den Ausgleich. Dann erneutes Pech für den FC Bayern. Der eingewechselte James Rodriguez mußte angeschlagen wieder ausgewechselt werden. Für ihn kam Alphonso Davies. Und dann fiel das erlösende Tor für den FC Bayern. Serge Gnabry brachte den Ball irgendwie über die Linie zum verdienten 1:1. Beide wollten den Sieg und dann hatten die Nürnberger wie aus dem Nichts die Großchance. Es gab Strafstoß für den 1.FC Nürnberg kurz vor Schluß. Davies foulte den Nürnberger Margreitter im Bayern-Strafraum. Der Nürnberger Leibold trat an, aber traf nur den Pfosten. In der Nachspielzeit dann die 1000%-Chance für den FC Bayern. Kingsley Coman lief alleine auf das Nürnberger Tor zu, aber brachte den Ball nicht im Tor unter. Unfassbar.
So blieb es am Ende beim 1:1. Für beide Teams wohl weder Fisch noch Fleisch. Der FC Bayern hätte aufgrund des Chancenplus und der Überlegenheit eigentlich gewinnen müssen, kann aber über den einen Punkt am Ende froh sein, wegen dem verschossenen Strafstoß.
Beim Tabellenvorletzten muß aber deutlich mehr kommen. Dem FC Bayern fiel über weite Strecken wenig ein, um den Nürnberger Abwehrriegel zu knacken. Nach dem Ausgleich hätte der FC Bayern eigentlich das Spiel entscheiden müssen, stattdessen hätte man noch fast verloren.
Was bringt jetzt diese eine Punkt? In der Bundesliga-Tabelle konnte der FC Bayern zwar seinen Vorsprung auf den Tabellenzweiten Borussia Dortmund auf zwei Punkte ausbauen, aber der Schein trügt. Die Dortmunder haben das deutlich leichtere Restprogramm.
Für den FC Bayern geht es am kommenden Samstag in der Bundesliga weiter. Dann mit einem Heimspiel gegen Hannover 96. Es sind noch drei Bundesliga-Spieltage in dieser Saison zu absolvieren. Der Kampf um die deutsche Meisterschaft scheint immer mehr auch zu einem Kampf der Nerven zu werden.

Redakteur

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25. April 2019, 09:57

Finaaaaaaaaaale!

Der FC Bayern steht im DFB-Pokalfinale und das schon zum insgesamt 23.mal. Aber was war das für ein Pokalfight im Bremer Weserstadion? Die Bremer warfen alles rein und verlangten dem FC Bayern alles, aber am Ende setzte sich der FC Bayern verdient mit 3:2 gegen Werder Bremen durch. Der FC Bayern zeigte über weite Strecken eine starke Partie und führte sicher mit 2:0. Dann kamen aber die Bremer plötzlich zum Ausgleich, als der FC Bayern zwei Minuten pennte. Ein berechtigter Strafstoß sicherte dann aber dem FC Bayern den verdienten Einzug ins Pokalfinale.
Beim FC Bayern fehlten die verletzten Arjen Robben und Manuel Neuer. Außerdem fiel kurzfristig noch Franck Ribery angeschlagen aus und Niklas Süle fehlte gesperrt.
Dafür waren wieder Mats Hummels, spielte neben Jerome Boateng in der Innenverteidigung, und James Rodriguez, der aber zunächst auf der Bank saß, wieder dabei. James wurde aber noch im Verlauf der zweiten Hälfte eingewechselt.
Für Neuer stand wieder Sven Ulreich im Tor, der seine Sache gut machte. Bei den Bremern saß Ex-Bayern-Spieler Claudio Pizarro zunächst auf der Bank, kam aber im Verlauf der zweiten Halbzeit noch in die Partie.
Es entwickelte sich vom Anpfiff weg eine temporeiche Partie, in der beide Mannschaften die Offensive suchten und auch zu Torchancen kamen, wobei der FC Bayern die besseren Möglichkeiten hatte. Den ersten Versuch hatten die Bremer durch Kruse. Dann kam der FC Bayern. Thomas Müller vergab die erste gute Gelegenheit für den FCB. Erneut war es dann Müller mit der nächsten Bayern-Chance. Die Bremer waren aber auch noch da. Erst vergab Osaka und wenig später Klaassen für die Bremer. Es war mittlerweile fast ein offener Schlagabtausch. Nachdem zunächst noch Thiago vergab, ging der FC Bayern dann aber in Führung. Erst traf Müller nur den Pfosten, aber Robert Lewandowski war zur Stelle und brachte den FC Bayern in Führung. Kurz darauf traf erneut Lewandowski, aber da zählte der Treffer wegen einer Abseitsstellung nicht. Kurz vor der Pause versuchte es noch mal der Bremer Kruse, aber keine große Gefahr. So ging es mit einem 1:0 für den FC Bayern in die Halbzeit.
Die zweite Halbzeit begann genauso schwungvoll, wie die erste Hälfte über weite Strecken verlief. Zunächst hatte Kingsley Coman eine gute Gelegenheit für den FC Bayern und auf der anderen Seite scheiterte der Bremer Möhwald. Müller, immer wieder Müller. Erst vergab er eine Möglichkeit, aber dann machte er es besser. Thomas Müller, der beste Mann auf dem Platz, erzielte das 2:0 für den FC Bayern. Die Vorentscheidung? Leider nein. Auch wenn der FC Bayern dem dritten Tor nahe kam, aber die Latte und ein vergebener Versuch von Thiago ließen die Bremer noch im Spiel.
Der FC Bayern schien dann die Partie locker nach Hause zu schaukeln, aber es schien nur so. Denn plötzlich schlugen die Bremer zu. Osaka traf. Nur noch 2:1 für den FC Bayern. Kaum zu glauben, nur wenige Sekunden später traf Werder Bremen durch Rashica sogar zum 2:2-Ausgleich. Unfassbar. Der FC Bayern hatte eigentlich alles im Griff und verspielte innerhalb von ein, zwei Minuten eine sichere Führung.
Der FC Bayern suchte nach dem doppelten Rückschlag gleich wieder den Vorwärtsgang und wurde belohnt. Nach einem Foul an Coman im Bremer Strafraum gab es zu Recht Strafstoß für den FC Bayern. Robert Lewandowski ließ sich die Chance nicht nehmen und brachte den FC Bayern erneut in Front. 3:2 für den FC Bayern.
Die Schlußphase hatte es dann nochmal in sich. Die Bremer warfen natürlich alles nach vorne und so hatte der FC Bayern noch klare Möglichkeiten auf das vierte Tor. Aber zunächst vergab der eingewechselte James Rodriguez kläglich und kurz darauf traf Lewandowski nur den Pfosten. Kurz vor dem Ende der Nachspielzeit vergab der Bremer Gebre Selassie die letzte Möglichkeit und dann war das Spiel aus.
Es war ein packender Pokalfight zweier starker Mannschaften, den der FC Bayern aufgrund der höheren Anzahl an Torchancen und aufgrund der besseren Torchancen gegen eine starke Bremer Mannschaft am Ende verdient gewann. Der FC Bayern zeigte nicht nur spielerisch eine starke Leistung, sondern auch kämpferisch und nahm den Kampf gegen aggressive Bremer an.
Nach 37 Heimspielen im DFB-Pokal ohne Niederlage war es für Werder Bremen mal wieder eine Heimniederlage im Pokalwettbewerb.
Bis zum letzten Samstag hatte Werder Bremen im Kalenderjahr 2019 noch kein Pflichtspiel verloren gehabt. Der FC Bayern hat es aber geschafft innerhalb von wenigen Tagen zweimal gegen die Bremer zu gewinnen. Das ist eine starke Leistung.
Im Finale des DFB-Pokal trifft der FC Bayern am 25.Mai 2019 in Berlin auf RB Leipzig. Das wird natürlich auch wieder eine ganz schwere Aufgabe. Pikant ist dabei noch, dass sich RB Leipzig und der FC Bayern bereits zwei Wochen vorher, am 33.Spieltag der Fußball-Bundesliga, in Leipzig gegenüberstehen werden.
Nach diesem Pokalfight müssen sich die Spieler des FC Bayern erstmal erholen, bzw. regenerieren und dann geht es bereits am kommenden Sonntag für den FC Bayern in der Bundesliga weiter. Das Pokalfinale muß jetzt erstmal hinten angestellt werden, denn jetzt muß die volle Konzentration dem Meisterkampf in der Bundesliga gelten. Am kommenden Sonntag steht das Derby beim 1.FC Nürnberg an. Auch wenn die Nürnberger aktuell nur auf dem 17.Tabellenplatz stehen, zuletzt zeigten die Nürnberger ansteigende Form und gerade in Nürnberg tat sich der FC Bayern des öfteren schwer. In Nürnberg geht es wieder um wichtige Punkte in der Bundesliga. Es wäre schön, wenn der Sieg in Bremen dem FC Bayern weiteres Selbstvertrauen verleiht und weiter Auftrieb gibt für die letzten vier Bundesligaspiele in dieser Saison.

Redakteur

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22. April 2019, 19:22

Ein Ei im Bremer Nest reichte

Der FC Bayern hat seine Tabellenführung in der Fußball-Bundesliga durch einen 1:0-Sieg gegen Werder Bremen verteidigt. Allerdings war es ein schwer erkämpfter Sieg. Der FC Bayern ließ mal wieder viele Torchancen ungenutzt und so machte man sich lange das Leben schwer.
Beim FC Bayern fehlte neben den Dauerverletzten Arjen Robben noch Manuel Neuer, Mats Hummels und James Rodriguez verletzt.
Erfreulich war aber, dass Corentin Tolisso nach monatelanger Verletzungspause wieder im Kader stand, allerdings kam er nicht zum Einsatz.
Für Neuer stand Sven Ulreich in Tor und für Mats Hummels spielte Jerome Boateng in der Innenverteidigung.
Das Spiel kam zunächst überhaupt nicht richtig in Fahrt, so dass Torchancen Mangelware waren. Der FC Bayern war zwar Spiel bestimmend, aber die Bremer verteidigten gut, brachten aber nach vorne auch nicht viel zu Stande. Serge Gnabry hatte dann die große Möglichkeit den FC Bayern in Führung zu bringen, brachte den Ball aber nicht im Bremer Tor unter. Viel mehr war nicht in der ersten Hälfte. So ging es mit einem 0:0 in die Halbzeit.
Wesentlich schwungvoller kam der FC Bayern aus der Kabine und dann gab es endlich Torchancen. Thiago, Robert Lewandowski und Gnabry hatten schnell die ersten Möglichkeiten. Dann langte der bereits verwarnte Bremer Veljkovic gegen Nilklas Süle hin. Folgerichtig gab es die Gelb/Rote Karte für den Bremer. Der FC Bayern fortan also in Überzahl. Und es gab weitere Gelegenheiten für den FC Bayern. Zunächst vergab David Alaba, dann hätte Thomas Müller eigentlich für die Bayern-Führung sorgen müssen, aber auch er vergab. Ein paar Minuten später fiel dann aber doch das Tor. Niklas Süle zog einfach mal ab und traf zum immens wichtigen 1:0 für den FC Bayern. Die Bremer fanden offensiv praktisch gar nicht statt, aber der FC Bayern verpasste die vorzeitige Entscheidung. Zweimal verfehlte Lewandowski das Ziel, wobei er einmal nur die Latte traf. Und kurz vor Schluß vergab der eingewechselte Leon Goretzka das zweite Bayern-Tor.
So mußte der FC Bayern bis zum Ende zittern. Aber es blieb dann beim 1:0-Sieg für den FC Bayern. Natürlich ist der Bayern-Sieg hoch verdient. Vor allem in der zweiten Halbzeit war der FC Bayern drückend überlegen, aber der FC Bayern ließ zu viele Torchancen liegen. Sowas hatte sich hin und wieder mal im Fußball gerächt. Sven Ulreich im Bayern-Tor verlebte ein ruhiges Spiel, weil kaum was in Richtung des Bayern-Tores kam.
Es war die erste Pflichtspielniederlage für Werder Bremen im Kalenderjahr 2019 und das erste Pflichtspiel in dieser Saison, in dem Werder Bremen kein eigenes Tor erzielen konnte.
Durch den Sieg gegen Werder Bremen bleibt der FC Bayern Tabellenführer der Fußball-Bundesliga, aber nur mit einem Punkt Vorsprung auf Borussia Dortmund, die beim SC Freiburg klar mit 4:0 gewannen. Allerdings grenzte das schon fast an Wettbewerbsverzerrung. Vor ein paar Wochen, als der FC Bayern in Freiburg spielte, da kämpften und liefen die Freiburger als gäbe es kein Morgen und trotzten, wenn auch mit viel Glück, dem FC Bayern ein 1:1 ab. Aber von Borussia Dortmund, die keinesfalls überragend spielten, ließen sich die Freiburger, die den Klassenerhalt so gut wie sicher haben, abschießen.
Bevor es in den Endspurt im Kampf um die Deutsche Meisterschaft geht, muß der FC Bayern am kommenden Mittwoch erstmal noch im Halbfinale des DFB-Pokal ran. Dann geht es erneut gegen Werder Bremen, allerdings dann in Bremen. Das wird sicherlich ein anderes Spiel und ungleich schwerer.
Beim FC Bayern wird im Pokalspiel in Bremen Niklas Süle nach seinem Platzverweis im Viertelfinale gegen den 1.FC Heidenheim gesperrt fehlen. Dafür sind aber wohl Mats Hummels und James Rodriguez wieder einsatzfähig.

Redakteur

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15. April 2019, 12:49

Souveräner Sieg in Düsseldorf

Der FC Bayern konnte nach einem souveränen und überzeugenden Auftritt im Bundesliga-Auswärtsspiel bei Fortuna Düsseldorf die Tabellenführung in der Fußball-Bundesliga verteidigen. Nach dem unnötigen 3:3 im Hinspiel, als der FC Bayern eine Zwei-Tore-Führung noch verspielte, hatte der FC Bayern gegen die Düsseldorfer noch was gut zu machen. Der FC Bayern trat von Beginn an konzentriert auf und gewann am Ende hochverdient mit 4:1.
Beim FC Bayern fehlten neben den länger verletzten Corentin Tolisso und Arjen Robben auch Rafinha und Franck Ribery (beide krank).
Der FC Bayern begann in Düsseldorf mit den Dortmund-Besiegern. Es gab ja keinen Grund zum Wechseln. Bei den Düsseldorfern stand Ex-Bayern-Spieler Michael Rensing im Tor und ein weiterer Ex-Bayern-Spieler, Takasi Usami, wurde bei den Düsseldorfern im Verlauf der zweiten Halbzeit noch eingewechselt.
Der FC Bayern dominierte vom Anpfiff weg klar die Partie und kam schnell zu ersten Gelegenheiten. Kingsley Coman traf nur den Pfosten, kurz danach vergab Thiago. Und dann war der Ball auch schon im Netz. Coman brachte den FC Bayern früh in Führung. Nur wenig später vergab Robert Lewandowski die nächste Torchance für den FC Bayern.
Dann mal die Düsseldorfer, aber Kownacki vergab. Es sollte die einzige nennenswerte Gelegenheit der Düsseldorfer in der gesamten Partie bleiben.
Kurz vor der Pause sorgte der FC Bayern in Person von Coman, dem besten Mann auf dem Platz, schon fast für die Vorentscheidung. Der Franzose traf zum 2:0 für den FC Bayern. Mit einer hochverdienten 2:0-Führung für den FC Bayern ging es in die Halbzeit.
Auch nach der Pause ein unverändertes Bild. Der FC Bayern lies Ball und Gegner laufen. Die erste Gelegenheit nach dem Wechsel vergab Thiago für den FC Bayern. Dann aber ein kleiner Schock. Manuel Neuer verletzte sich unglücklich und mußte ausgewechselt werden. Für ihn kam Sven Ulreich ins Spiel. Der FC Bayern zeigte sich aber unbeeindruckt und machte das Spiel zu. Nur wenige Minuten nach der Auswechselung von Neuer traf Serge Gnabry zum 3:0 für den FC Bayern.
Das Spiel war durch. Der FC Bayern kontrollierte weiter klar das Spiel, von den Düsseldorfern kam offensiv fast nichts. Erst kurz vor Schluß wurde es noch mal turbulent. Mats Hummels sprang im eigenen Sttrafraum der Ball aus kürzester Entfernung an den Arm. Der Schiedsrichter lies zunächst weiterspielen, aber plötzlich schaute er sich die Szene noch mal an und entschied auf Handstrafstoß für Fortuna Düsseldorf. Ein schlechter Witz. Wo soll man in der Bewegung mit Armen und Händen noch bleiben? Und dann aus kurzer Entfernung. Ein Kriterium für ein strafbares Handspiel ist die Absicht. Und Absicht war es in der Szene definitiv nicht. Lukebakio, der schon im Hinspiel drei Tore gegen den FC Bayern erzielte, verwandelte den Strafstoß. Ärgerlich zwar, aber bei dem Spielstand kurz vor Schluß konnte man diese krasse Fehlentscheidung des Schiedsrichters noch verkraften. Zumal der FC Bayern das letzte Wort hatte. Der eingewechselte Leon Goretzka traf dann noch für den FC Bayern und besorgte somit den 4:1-Endstand für den FC Bayern.
Am Ende gewann der FC Bayern mit 4:1 bei Fortuna Düsseldorf. Der FC Bayern kontrollierte und dominierte von Anfang bis Ende die Partie und geriet nie in Gefahr. Es war eine souveräne und konzentrierte Vorstellung und ein hochverdienter Sieg des FC Bayern.
Durch den Sieg in Düsseldorf hat sich der FC Bayern zumindest bereits für die Teilnahme an der Champions League in der nächsten Saison qualifiziert. Einen Platz unter den ersten Vier der Tabelle hat der FC Bayern bereits rechnerisch sicher.
Es wird immer spannenden im Meisterkampf. Fünf Spieltage stehen noch aus und der FC Bayern führt die Bundesliga-Tabelle an mit weiterhin nur einem Punkt Vorsprung auf Borussia Dortmund.
Für den FC Bayern geht es mit zwei sehr schweren Spielen weiter. Mit einem Bremer-Doppelpack. Es geht jetzt zweimal gegen Werder Bremen. Am kommenden Samstag in München in der Bundesliga und vier Tage später im Halbfinale des DFB-Pokal in Bremen. Das werden zwei extrem wichtige und schwere Spiele. Beide möglicherweise richtungsweisend im Saisonendspurt. In der Bundesliga kämpfen die Bremer noch um einen Platz im internationalen Geschäft, selbst die Qualifikation für die Champions League ist für die Bremer noch möglich. Die Bremer haben im Kalenderjahr 2019 noch kein Pflichtspiel verloren. Da muß der FC Bayern absolut an die Leistungsgrenze gehen.
Nicht mithelfen in den Spielen gegen Werder Bremen kann wohl leider Manuel Neuer. Neuer zog sich im Spiel in Düsseldorf einen Muskelfaserriss zu und fällt wohl ca. 14 Tage aus. Auch Mats Hummels verletzte sich in Düsseldorf kurz vor Schluß leicht. Bei Hummels ist es aber wohl nur eine Zerrung. Hummels könnte dann eventuell am kommenden Samstag gegen Werder Bremen wieder zur Verfügung stehen.

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08. April 2019, 14:15

Bayern-Gala im German Clasico

Welch ein Spiel...Mit einer, vor allem in den ersten 45 Minuten, regelrechten Gala-Vorstellung besiegte der FC Bayern im Bundesliga-Kracher, dem German Clasico, Borussia Dortmund mit 5:0 und stürmte wieder an die Tabellenspitze der Fußball-Bundesliga.
Die erste Halbzeit war Fußball des FC Bayern wie zu besten Zeiten, wie im Traum. 4:0 stand es bereits zur Pause.
Bis auf die verletzten Arjen Robben, Corentin Tolisso und Alphonso Davies waren alle Mann an Bord, auch die zuletzt angeschlagenen Manuel Neuer und David Alaba, die beide wieder in der Startelf standen.
Franck Ribery, Leon Goretzka und James Rodriguez saßen u.a. zunächst auf der Bank. Während Ribery und Goretzka im Verlauf der zweiten Halbzeit noch eingewechselt wurden, blieb James Rodriguez ohne Einsatz. In der Innenverteidigung spielten Niklas Süle und Mats Hummels, davor Javier Martinez als Abräumer im defensiven Mittelfeld.
Bei den Dortmundern saß Ex-Bayern-Spieler Mario Götze zunächst nur auf der Bank, wurde aber im Verlauf der zweiten Halbzeit noch eingewechselt.
Der FC Bayern begann die Partie überlegen und suchte gleich den Vorwärtsgang, aber die erste große Möglichkeit hatte in der Anfangsphase Borussia Dortmund. Der Dortmunder Dahoud traf aber nur den Pfosten. Was zu diesem Zeitpunkt wohl kaum einer ahnte war, dass es die einzige nennenswerte Torchance der Dortmunder im gesamten Spiel bleiben sollte. Danach spielte eigentlich nur noch der FC Bayern und es dauerte nicht lange bis zum ersten Bayern-Tor. Mats Hummels erzielte die wichtige Führung. Der FC Bayern spielte sich schnell in einen Rausch. Erst vergab noch Thiago eine Möglichkeit, doch kurz darauf war der Ball wieder im Dortmunder Tor. Robert Lewandowski traf zum 2:0. Es war das 200. Bundesligator von Lewandowski. Der FC Bayern gab sich damit aber längst nicht zufrieden und wollte ein Zeichen setzen. Der FC Bayern hatte weitere gute Gelegenheiten, aber Lewandowski, zweimal Thomas Müller und Mats Hummels brachten den Ball nicht im Tor unter. Kurz vor der Pause war es dann aber soweit. Javier Martinez zog ab und der Ball landete ein weiteres Mal im Dortmunder Tor. 3:0. Es war aber immer noch nicht Pause. Kurz nach dem dritten Bayern-Tor klingelte es erneut im Dortmunder Kasten. Serge Gnabry legte noch einen nach. 4:0. Unfassbar. Nach einer 45-Minütigen Galavorstellung des FC Bayern ging es mit einem satten 4:0 in die Pause. Ein Spielstand, der auch in der Höhe absolut verdient war.
Das Spiel war nach der ersten Halbzeit entschieden und so verlief die zweite Hälfte weitestgehend ohne große Höhepunkte. Ein Aufbäumen der Dortmunder blieb aus, der FC Bayern kontrollierte die Partie und hatte alles Griff, schaltete aber 2-3 Gänge runter und schaukelte den Vorsprung souverän über die Zeit. Kurz vor Schluß gab es dann aber doch noch mal Jubel in der Allianz Arena. Robert Lewandowski legte noch einen nach und erzielte den 5:0-Endstand für den FC Bayern.
Abgesehen von der frühen Dortmunder Torchance kontrollierte und dominierte der FC Bayern die kompletten 90 Minuten nach Belieben und gewann die Partie auch Dank der Gala in der ersten Halbzeit auch in der Höhe völlig verdient mit 5:0. Bei noch besserer Chancenverwertung hätte der FC Bayern auch durchaus acht oder neun Tore erzielen können.
Es ist schwer einen einzelnen Bayern-Spieler hervorzuheben. Es war eine geschlossen starke Mannschaftsleistung. Jeder einzelne Bayern-Spieler, der zum Einsatz kam, hatte seinen Anteil an diesem Triumph.
Durch diesen klaren Sieg gegen Borussia Dortmund übernahm der FC Bayern wieder die Tabellenführung in der Fußball-Bundesliga und liegt jetzt einen Punkt vor Borussia Dortmund und tat zudem etwas für das Torverhältnis.
Dennoch bleibt der Kampf um die Deutsche Meisterschaft weiterhin völlig offen. Ein Punkt ist nicht viel, zumal die Dortmunder das (wohl deutlich) leichtere Restprogramm an den letzten sechs Spieltagen haben. Alleine deshalb war der Bayern-Sieg immens wichtig.
Am kommenden Sonntag geht es für den FC Bayern in der Bundesliga weiter. Dann muß der FC Bayern auswärts bei Fortuna Düsseldorf antreten. Das könnte schon ein Stolperstein werden. Die Düsseldorfer spielen eine starke Saison und ärgerten den FC Bayern beim 3:3 bereits im Hinspiel, als der FC Bayern eine zwei Tore-Führung leichtfertig verspielte.
Der FC Bayern darf sich auf keinen Fall auf der Glanzleistung gegen Borussia Dortmund ausruhen, sondern muß mit derselben Entschlossenheit und Einstellung in die nächsten Spiele gehen, auch gegen vermeintlich kleinere Gegner. Einen Ausrutscher darf sich der FC Bayern nicht erlauben, dann könnte nämlich der erste Platz schnell wieder weg sein. Und ob die Dortmunder das sich dann nochmal nehmen lassen würden, ist fraglich.
Der FC Bayern muß den Schwung und das Selbstvertrauen vom Dortmund-Spiel zwingend mit in die letzten Saisonspiele nehmen, ansonsten hätte der tolle Sieg gegen Borussia Dortmund am Ende nicht viel gebracht.
Der Gegner des FC Bayern im Halbfinale des DFB-Pokal steht mittlerweile fest. Der FC Bayern muß auswärts bei Werder Bremen antreten. Auch eine ganz schwere Aufgabe. Die Bremer, gegen die der FC Bayern übrigens ein paar Tage vor dem Pokalspiel auch noch in der Bundesliga in München antreten muß, sind im Kalenderjahr 2019 noch ungeschlagen.
In Bundesliga und Pokal warten noch schwere Spiele auf den FC Bayern in dieser Saison. Um die Ziele in dieser Saison zu erreichen wird der FC Bayern wohl noch öfters so eine Leistung brauchen und abrufen müssen wie in den ersten 45 Minuten im German Clasico gegen Borussia Dortmund. Vieles ist auch eine Frage der Einstellung.

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04. April 2019, 09:38

5:4 ! Bayern nach verrücktem Spiel im Halbfinale

Was war denn das? Nach einem irren Fußballspiel im Viertelfinale des DFB-Pokal gegen Zweitligist 1.FC Heidenheim steht der FC Bayern nach großem Kampf im Halbfinale.
Frühe Führung, dann Platzverweis gegen Niklas Süle, Rückstand zur Pause. Dann drehte der FC Bayern wieder das Spiel, um kurz darauf die Führung wieder zu verspielen und dann retten Sven Ulreich und Robert Lewandowski den Sieg. Unfassbar.
Aber der Reihe nach.
Beim FC Bayern fehlten Corentin Tolisso, Alphonso Davies, Arjen Robben, Manuel Neuer und David Alaba verletzt. Robert Lewandowski und Kingsley Coman saßen beide u.a. zunächst nur auf der Bank, wurden aber beide zu Beginn der zweiten Halbzeit eingewechselt. Für Alaba spielte Rafinha und für Neuer stand wieder Sven Ulreich im Tor. Auch Franck Ribery stand in der Anfangsformation.
Zunächst nahm die Partie den erwarteten Verlauf. Leon Goretzka brachte den FC Bayern früh in Führung. Wer sich dann aber auf einen geruhsamen Fußballabend einstellte, wurde eines besseren belehrt. Nur wenige Minuten nach dem 1:0 foulte Niklas Süle den Heidenheimer Andrich. Es gab zunächst die Gelbe Karte, doch dann auf Hinweis des Videoassistenten gab es glatt Rot gegen Süle wegen Notbremse. Eine glatte Fehlentscheidung, denn es hätte noch ein Bayern-Spieler eingreifen können. Unfassbar. Trotz Videoassistent eine glasklare Fehlentscheidung. Warum schaltete sich der Videoassistent überhaupt ein? Die Gelbe Karte war in Ordnung. So mußte aber der FC Bayern etwa 75 Minuten in Unterzahl spielen und das Spiel nahm einen wohl kaum für möglich gehaltenen Verlauf. Schon der folgende Freistoß für Heidenheim war gefährlich, aber der Heidenheimer Schnatterer traf nur die Latte.
Der FC Bayern wirkte geschockt. Dovedan hatte dann die nächste Gelegenheit für Heidenheim. Beim FC Bayern mußte dann Franck Ribery vom Feld, für ihn kam Jerome Boateng ins Spiel. Und dann nahm der Irrsinn seinen Lauf. Glatzel traf zum Ausgleich. Doch damit nicht genug. Die Heidenheimer legten nach. Schnatterer brachte ein paar Minuten vor der Pause die Heidenheimer sogar in Führung. 1:2 zur Pause und ein Mann weniger. Aus einem anfänglich gemütlichen Abend wurde Stress pur und der FC Bayern mußte alles rein werfen.
Zur zweiten Halbzeit ging der FC Bayern dann All-in. Kingsley Coman und Robert Lewandowski kamen in die Partie. Und das zeigte Wirkung. Der FC Bayern drehte nun auf.
Nur wenige Minuten nach der Pause erzielte Thomas Müller das wichtige 2:2. Jetzt war der FC Bayern dran. Nur ein paar Minuten nach dem Ausgleich ging der FC Bayern sogar in Führung. Robert Lewandowski traf zum 3:2. Der FC Bayern wollte nun alles klar machen und erhöhte. Serge Gnabry erzielte das 4:2 für den FC Bayern und das alles in Unterzahl. Aber das war es leider immer noch nicht. Der FC Bayern hatte in der Phase alles im Griff, aber ließ die Heidenheimer auf unerklärliche Weise wieder ins Spiel zurück kommen. In der Schlußphase überschlugen sich dann komplett die Ereignisse. Plötzlich traf Glatzel aus dem Nichts für Heidenheim. Nur noch 4:3. Nur wenige Minuten später wurde es endgültig verrückt. Mats Hummels foulte den Heidenheimer Multhaup im Bayern-Strafraum und es gab Strafstoß für den 1.FC Heidenheim. Erneut war es Glatzel, der sich die Chance nicht nehmen ließ und sein drittes Tor in dem Spiel erzielte. 4:4. Unglaublich.
Das Spiel war längst ein offener Schlagabtausch, es hätte in beide Richtungen enden können. Gnabry hatte dann die große Chance auf die erneute Führung, traf aber nur die Latte. Auf der Gegenseite hatte dann plötzlich Heidenheim Matchball, aber der Heidenheimer Thomalla scheiterte an einer Monsterparade von Sven Ulreich. Kurz danach wieder der FC Bayern. Nach einem Handspiel des Heidenheimer Busch im Heidenheimer Strafraum gab es dann Strafstoß für den FC Bayern. Robert Lewandowski verwandelte zum 5:4 für den FC Bayern. Das wars dann. Serge Gnabry hätte kurz vor Schluß noch einen drauf legen können, traf aber erneut nur die Latte.
Am Ende gewann der FC Bayern ein unfassbares Spiel mit 5:4 gegen den 1.FC Heidenheim und steht zum zehnten Mal in Folge im Halbfinale des DFB-Pokal.
Ohne die unberechtigte Rote Karte gegen Niklas Süle wäre es wahrscheinlich eine klare Angelegenheit geworden, so wurde es, durch das unnötige Eingreifen des Schiedsrichters in das Spiel, ein verrücktes Fußballmatch.
Der FC Bayern zeigte auf jeden Fall Moral. Vier Tore in Unterzahl zu erzielen ist sehr stark und man steckte die Rückschläge in Form von Gegentoren gut weg.
Offensiv war es eine starke Leistung, aber über die Defensive muß gesprochen werden. Auch in Unterzahl darf man gegen einen Zweitligisten, gegen ein Team wie den 1.FC Heidenheim, keine vier Gegentreffer kassieren. Nicht in Heidenheim und schon gar nicht im eigenen Stadion.
Es kam einen so vor, als ob man ohne Abwehr gespielt hätte. Zu einem Fußballspiel gehört nicht nur die Offensive, sondern auch die Defensive. Aber die defensive Absicherung schien völlig zu fehlen. Nach einer 4:2-Führung darf man den Gegner, egal wer es ist, nicht mehr ins Spiel kommen lassen. Auch darüber muß gesprochen werden. Dennoch war der Bayern-Sieg alles in allem natürlich verdient.
Im Hinblick auf das Topspiel in der Bundesliga am kommenden Samstag in der Allianz Arena gegen Borussia Dortmund muß sich am Defensivverhalten des FC Bayern einiges zum besseren ändern, ansonsten könnte der FC Bayern die Bude voll kriegen. Aber vielleicht ist dann David Alaba wieder dabei, der der Defensive des FC Bayern wieder mehr Stabilität verleihen könnte.
Dennoch kann und muß man auch das positive aus dem Spiel ziehen, dass man in Unterzahl einen Rückstand drehte und immerhin fünf Tore erzielte.
Neben dem FC Bayern haben auch der Hamburger SV, RB Leipzig und Werder Bremen das Halbfinale im DFB-Pokal erreicht. Auf wen der FC Bayern im DFB-Pokal-Halbfinale treffen wird, entscheidet die Auslosung, die am kommenden Sonntag statt findet.
Die Halbfinals im DFB-Pokal werden am 23.4.2019 und 24.4.2019 ausgetragen.

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