FCB-Blog

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16. Juni 2021, 12:10

Deutschland verpatzt EM-Auftakt

Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft ist mit einer Niederlage in die Fußball-Europameisterschaft gestartet. In der Münchener Allianz Arena verlor die DFB-Elf von Bundestrainer Joachim Löw gegen Weltmeister Frankreich etwas unglücklich mit 0:1. Das einzige Tor erzielte ausgerechnet Mats Hummels per Eigentor in der ersten Hälfte.

Immerhin 14000 Zuschauer waren in der Arena und sorgten so nach vielen Monaten, die überwiegend von Geisterspielen geprägt waren, endlich mal wieder für so etwas wie echte Fußball-Atmosphäre im Stadion. Abgesehen von den dürftigen 250 Zuschauern am letzten Bundesligaspieltag beim Spiel des FC Bayern gegen den FC Augsburg war die Allianz Arena erstmals seit März 2020 wieder einigermaßen gut besucht und es wurde vor Fans im Stadion Fußball gespielt. Endlich und längst überfällig.

Die Partie zwischen Deutschland und Frankreich war ein Stell-Dich-ein von Bayern-Profis. Gleich sechs Bayern-Spieler waren bei Anpfiff auf dem Platz. Vier bei Deutschland (Manuel Neuer, Joshua Kimmich, Serge Gnabry und DFB-Rückkehrer Thomas Müller) und zwei bei den Franzosen (Lucas Hernandez und Benjamin Pavard). Zudem wurden in der zweiten Halbzeit bei Deutschland noch Leroy Sane und bei Frankreich noch Corentin Tolisso eingewechselt. Somit kamen insgesamt acht Bayern-Spieler zum Einsatz. Leon Goretzka (noch angeschlagen) und Niklas Süle auf Seiten des DFB und Kingsley Coman bei den Franzosen kamen nicht zum Einsatz.

Das Spiel verlief über weite Strecken recht ausgeglichen. Das DFB-Team war weitestgehend Spiel bestimmend, aber die Franzosen hatten die besseren Gelegenheiten in einer Partie, in der allerdings Torraumszenen Mangelware waren. Torchancen gab es hauptsächlich in der zweiten Halbzeit. Rabiot traf für Frankreich nur den Pfosten, kurz darauf vergab Serge Gnabry die größte Gelegenheit für den DFB. Mbappe und Benzema konnten zwar noch Manuel Neuer im DFB-Tor überwinden, aber beide Treffer zählten wegen Abseits zu Recht nicht. Das DFB-Team versuchte alles, machte kein schlechtes Spiel, aber im Angriff fehlte die Durchschlagskraft um zu klaren Torgelegenheiten zu kommen. Die Franzosen verteidigten den Vorsprung geschickt und setzten auf Konter. Da nützte dem DFB auch der viele Ballbesitz nichts. Am Ende schaukelten die Franzosen den 1:0-Sieg über die Zeit.

Durch diese Auftaktniederlage steht die deutsche Mannschaft im zweiten Spiel am kommenden Samstag, erneut in München, gegen Portugal bereits gehörig unter Druck. Die Portugiesen konnten das andere Spiel in der deutschen Gruppe in Ungarn mit 3:0 gewinnen. Eine weitere Niederlage und die beiden ersten Plätze dürften dann bereits schon weg sein. Eventuell kommt dem DFB-Team aber der Modus zu Gute. Denn auch die besten vier Gruppendritter der insgesamt sechs Gruppen bei dieser Europameisterschaft qualifizieren sich auch noch für das Achtelfinale. Aber selbst Ungarn, die trotz der klaren Niederlage gegen Portugal, ein gutes Spiel machten sind nicht zu unterschätzen. Gegen Portugal um Superstar Christiano Ronaldo, der gegen Ungarn zwei Treffer erzielte, sollte aber schon gepunktet werden, am besten Dreifach. Ansonsten könnte diese EM, wie schon die WM in Russland vor drei Jahren, ein frühes und unerfreuliches Ende nehmen.

Übrigens, beim Spiel der Ungarn gegen Portugal in Budapest war scheinbar die Hütte voll, über 60000 Zuschauer. Das war mal wieder richtige Fußball-Atmosphäre wie man es sehen will. Kompliment, dass das ermöglicht wurde. Daran sollten sich in Deutschland mal einige Politiker, allen voran MP Söder und OB Reiter, ein Beispiel nehmen. Aber in München wurde man mit einer vergleichsweise niedrigen Besucherzahl trotz eines minimalen Infektionsgeschehens und extrem niedriger Inzidenzen abgespeist. In diesem Fall hat Ungarn gezeigt wie es geht und wie es laufen muß.

Redakteur

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24. Mai 2021, 09:51

Lewandowski setzt sich Denkmal

Er hatte es mehrfach versucht, hatte einige gute Möglichkeiten, aber es schien nicht sein sollen. Das 41. Bundesligator in der Saison 2020/21 wollte Robert Lewandowski einfach nicht gelingen. Aber dann kam die letzte Minute am letzten Bundesligaspieltag gegen den FC Augsburg. Leroy Sane zog noch mal ab, Augsburgs Keeper konnte den Ball nicht festhalten und dann war er da. Da wo ein Stürmer zu stehen hat. Lewandowski kam an den Abpraller und schob den Ball ins Tor. Es war zwar "nur" der Treffer zum 5:2, aber ein Treffer der Bundesliga-Geschichte schrieb. Es war der 41. Bundesligatreffer in dieser Saison von Lewandowski. So viele Treffer innerhalb einer Bundesligasaison gelang vorher noch keinem Spieler. Damit überbot Lewandowski den 49 Jahre alten Rekord von Bomber Gerd Müller aus der Saison 1971/72. 41 Bundesligatore in einer Saison, möglicherweise ein Rekord für die Ewigkeit. Noch phänomenaler wird dieser Rekord wenn man bedenkt, dass Lewandowski sogar einige Spiele verletzungsbedingt pausieren mußte. Quasi mit der letzten Aktion der Saison schnappte sich Lewandowski doch noch den alten Rekord von Gerd Müller und ist jetzt alleiniger Rekordhalter.

Dieser neue Rekord von Robert Lewandowski war nur das i-Tüpfelchen eines rundum gelungen letzten Spieltags in der Fußball-Bundesliga. Zum letzten Saisonspiel des FC Bayern kam der bereits gerettete FC Augsburg in die Allianz Arena. Der FC Bayern zeigte zum Saisonabschluß, vor allem in der ersten Halbzeit, eine bärenstarke Partie und gewann am Ende völlig verdient mit 5:2. Mit dem Ergebnis waren die Augsburger sogar noch gut bedient.

Vor dem Anpfiff wurden erstmal einige Spieler und Trainer vom FC Bayern verabschiedet. Jerome Boateng, David Alaba, Javier Martinez, Tiago Dantas, Hansi Flick, "Tiger" Hermann Gerland und Miroslav Klose, die allesamt den Verein verlassen, wurden gebührend verabschiedet.

Boateng und Alaba standen in ihrem letzten Spiel für den FC Bayern nochmal in der Startelf. Martinez saß zunächst auf der Bank, kam aber in der zweiten Halbzeit noch in die Partie und bestritt ebenfalls sein letztes Spiel für den FC Bayern. Der FC Bayern, der erstmals in den neuen schwarzen Auswärtstrikots antrat, bot zum Saisonabschluß nochmal seine best mögliche Mannschaft auf. Verzichten mußte Hansi Flick in seinem letzten Spiel als Bayern-Trainer auf Leon Goretzka und Douglas Costa (beide verletzt), sowie auf Tanguy Nianzou (gesperrt).

Erstmals seit März 2020 (damals übrigens auch gegen den FC Augsburg) waren wieder Zuschauer in der Allianz Arena zugelassen. Allerdings nur lediglich 250 Besucher. Angesichts immer mehr sinkender Infektionszahlen und der Größe der Allianz Arena muß man sich fragen, wer auf eine derart beschämende Anzahl gekommen ist. Da hätte man deutlich mehr Zuschauer rein lassen können. Immerhin wurden verdiente Spieler und Trainer verabschiedet und der FC Bayern bekam nach dem Spiel die Meisterschale. Ein passender Rahmen wären schon 20000-25.000 Zuschauer gewesen, was man sicher hätte ermöglichen können.

Der FC Bayern dominierte die Partie nach Belieben und ging schon früh durch ein Eigentor des Augsburger Gouweleeuw mit 1:0 in Führung. Damit war schon früh klar, dass der FC Bayern in jedem der 34 Bundesligaspiele in dieser Saison mindestens ein Tor erzielte. Serge Gnabry hatte dann die nächste Gelegenheit für den FC Bayern. Auf der anderen Seite dann mal die Augsburger mit einer Möglichkeit durch Caligiuri. David Alaba vergab die nächste Gelegenheit für den FC Bayern. Ein Abschiedstreffer wollte ihm nicht gelingen. Das 2:0 für den FC Bayern erzielte dann aber Serge Gnabry. Zuvor scheiterte zweimal Lewandowski, Kingsley Coman traf nur den Pfosten, aber dann war Gnabry da und netzte ein. Kurz darauf dann aber plötzlich Strafstoß für den FC Augsburg nach einem vermeintlichen Foul von Lucas Hernandez an Caligiuri. Caligiuri trat selbst an, aber Manuer Neuer "the wall" könnte den Strafstoß parieren. Weiter 2:0 für den FC Bayern. Dann wieder der FC Bayern, aber Alaba und Lewandowski scheiterten mit ihren Versuchen. Kurz darauf war es aber passiert. Joshua Kimmich zog einfach mal ab und traf. Traumtor. 3:0 für den FC Bayern. Und weiter ging es fast nur in eine Richtung. Der FC Bayern wollte mehr, aber Lewandowski und Alaba vergaben die nächsten Möglichkeiten. Nachdem Lewandowski abermals vergab, war es schließlich Kingsley Coman, der den nächsten Bayern-Treffer erzielte. 4:0. Mit diesem klaren 4:0 für den FC Bayern ging es in die Pause.

Nach dem Wechsel blieb eigentlich nur noch eine Frage offen, ob Lewandowski noch das 41. Tor erzielt. Zunächst nicht, er vergab wieder eine Gelegenheit. Die Mitspieler suchten ihn und wollten ihm noch ein Tor auflegen. Dann mal wieder Gnabry mit einer Gelegenheit für den FC Bayern. Die Augsburger standen jetzt aber etwas besser und beim FC Bayern war die letzte Entschlossenheit wie in der ersten Halbzeit nicht mehr so da. Ist aber bei der klaren Führung und nach einer äußerst anstrengenden Saison nicht verwunderlich.

Dann wurde es erstmal richtig emotional. Jerome Boateng wurde in seinem letzten Bayern-Spiel ausgewechselt. Für ihn kam Javier Martinez in die Partie, auch für ihn das letzte Spiel im Bayern-Trikot. Außerdem kamen noch Leroy Sane und Jamal Musiala ins Spiel.

Plötzlich muckten die Augsburger auf. Aus dem Nichts plötzlich das 4:1 durch Hahn. Und nachdem Lewadowski eine weitere Gelegenheit vergab traf Niederlechner für die Augsburger. Plötzlich nur noch 4:2. Boateng ausgewechselt und kurz darauf zwei Gegentore. Hoffentlich kein schlechtes Omen für die Zukunft. Dann wurde es wieder emotional. Auch David Alaba wurde in seinem letzten Bayern-Spiel ausgewechselt. Für ihn kam Corentin Tolisso in die Partie. Auch Eric Maxim Choupo-Moting kam noch für Thomas Müller ins Spiel. In der Schlußphase machte der FC Bayern nochmal Druck. Aber Lucas Hernandez, Jamal Musiala, Choupo-Moting und auch Tolisso scheiterten mit ihren Versuchen. Und dann kam die 90. Minute. Nach einem Schuß von Sane, den der Augsburger Keeper nicht festhalten konnte, war Lewandowski zur Stelle und machte das vielumjubelte 5:2, seinen 41. Saisontreffer. Das war praktisch die letzte Szene der Partie. Kurz darauf war Schluß. Der FC Bayern gewinnt sein letztes Saisonspiel mit 5:2 gegen den FC Augsburg. Ein hochverdienter Bayern-Sieg. In der ersten Hälfte war es eine Bayern-Gala. Nach der Pause ließ der FC Bayern die Augsburger etwas besser ins Spiel kommen, die dann überraschend zu zwei Toren kamen, weil der FC Bayern, auch wegen zahlreicher Wechsel, etwas Tempo raus nahm. Zum Schluß aber doch noch das historische Tor des Robert Lewandowski.

Nach dem Spiel bekam der FC Bayern in Person von Bayern-Kapitän Manuel Neuer den verdienten Lohn, die Meisterschale. Der Jubel war groß. Es ist die neunte gewonnene Meisterschaft in Folge, die mittlerweile 31.Meisterschaft insgesamt. Weil der FC Bayern in der Bundesliga zum 30. Mal Deutscher Meister wurde bekommt der FC Bayern zur nächsten Saison den fünften Stern. Die fünf Sterne werden dann auf dem neuen Home-Trikot sein.

Dass der FC Bayern absolut verdient Deutscher Meister wurde, zeigen auch Statistiken. Bestes Heimteam, bestes Auswärtsteam, meiste Siege, wenigste Niederlagen, meiste Tore geschossen, bestes Hinrundenteam und bestes Rückrundenteam. Am Ende der Saison hat der FC Bayern satte 13 Punkte Vorsprung vor dem Tabellenzweiten RB Leipzig. Am Saisonende stehen beim FC Bayern 99:44 Tore und 78 Punkte zu Buche. 44 Gegentore sind zwar etwas viel, aber bei 99 erzielten Toren konnte man das verkraften. Zudem gelang dem FC Bayern etwas, was in den letzten Jahren nicht oft gelang. Der FC Bayern schließt eine Bundesligasaison endlich mal wieder ohne Heimniederlage ab. Lediglich vier Remis, aber 13 Siege stehen in der Heimbilanz zu Buche. Überhaupt kassierte der FC Bayern in sämtlichen Wettbewerben in der Saison 2020/21 nur eine einzige Heimniederlage, dieses unglückliche 2:3 in der Champions League gegen Paris St. Germain. Außerdem stellt der FC Bayern in Person von Robert Lewandowski durch seine 41 Treffer auch und erneut den Torschützenkönig dieser Bundesligasaison.

Das war es dann für diese Saison was den FC Bayern angeht. Jetzt heißt es erstmal gut erholen nach dieser anstrengenden Saison, Urlaub genießen und Kraft tanken. Im August startet wieder die nächste Bundesligasaison. Die Saison 2021/22. Dann geht alles wieder von vorne los. Der FC Bayern wird dann ein etwas anderes Gesicht haben. Mit Boateng, Alaba und Martinez werden drei Gesichter des Erfolgs der letzten Jahre den Verein verlassen, genauso Erfolgstrainer Hansi Flick. Mit Julian Nagelmann steht dann ein neuer Bayern-Trainer an der Seitenlinie.

Für diverse Bayern-Spieler ist die Saison allerdings noch nicht beendet. Denn es steht ja noch die Fußball-Europameisterschaft an, die am 11.Juni 2021 beginnt.

Redakteur

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17. Mai 2021, 09:28

Lewy knackt Müller-Rekord

Robert Lewandowski hat sich jetzt endgültig in der Geschichte des FC Bayern und des Weltfußballs verewigt. Beim Bundesligaspiel des FC Bayern beim SC Freiburg erzielte er sein 40.Saisontor in der Bundesliga und stellte damit den Rekord von Bayern-Legende Gerd Müller aus der Saison 1971/72 ein, als dem Bomber der Nation ebenfalls 40 Tore gelangen. Allerdings hat Lewandowski am kommenden Samstag am letzten Bundesligaspieltag noch die Chance sogar einen neuen Rekord aufzustellen.

Für den FC Bayern ging es im letzten Auswärtsspiel der Saison um nicht mehr allzu viel. Der Gewinn der Meisterschaft, der neunten in Folge, wurde bereits am vorherigen Spieltag klar gemacht. Dennoch entwickelte sich ein munteres Spiel gegen einen Gegner aus Freiburg, der noch eine kleine Chance auf einen Europapokalplatz hat. Der FC Bayern erreichte am Ende ein 2:2, wobei aufgrund klarer Torchancen eigentlich ein Sieg hätte heraus springen müssen.

Beim FC Bayern fehlten Leon Goretzka, Douglas Costa (beide verletzt) und Tanguy Nianzou, der nach seinem Platzverweis aus dem Spiel gegen Borussia Mönchengladbach für zwei Spiele gesperrt wurde.

Manuel Neuer bekam eine Pause. Für ihn stand Alexander Nübel im Bayern-Tor. Neben Neuer saßen zudem u.a. Benjamin Pavard, Jamal Musiala und Kingsley Coman nur auf der Bank. Coman wurde aber im Verlauf der zweiten Halbzeit noch eingewechselt. Niklas Süle ersetzte Pavard auf der defensiven Außenbahn und Coman wurde von Leroy Sane vertreten.

Der FC Bayern war die überlegene Mannschaft, aber die Freiburger hielten kämpferisch dagegen. Torchancen waren zunächst Mangelware. Leroy Sane hatte eine gute Möglichkeit, brachte den Ball aber nicht am Freiburger Keeper vorbei. Kurz darauf wurde aber Geschichte geschrieben. Der Freiburger Kübler foulte im Freiburger Strafraum Thomas Müller und es gab nach Video-Schiedsrichter-Einsatz zu Recht Strafstoß für den FC Bayern. Diesen verwandelte Robert Lewandowski und erzielte damit sein 40. Saisontor und stellte den fast 50jährigen Rekord von Gerd Müller ein. Nach dem Tor stand die Bayern-Bank am Spielfeldrand Spalier und klatschten mit Lewandowski ab. Wohl eines der Szenen der Saison.

Der FC Bayern war wohl aufgrund des Jubels um Lewandowski noch zu sehr berauscht, dass man nur ein paar Minuten später durch Gulde den überraschenden Ausgleich kassierte. Insgesamt sah die erste Hälfte überlegene Bayern, aber große Torchancen blieben aus. So ging es mit einem 1:1 in die Halbzeit.

Nach dem Wechsel legte der FC Bayern einen Zahn zu und kam recht schnell zum zweiten Treffer durch Serge Gnabry. Aber der Treffer zählte wegen einer angeblich haudünnen Abseitsstellung nicht. Dann machte es eben Sane. Nur kurz darauf war der Ball wieder im Tor der Freiburger und diesmal zählte der Treffer. Leroy Sane mit der erneuten Bayern-Führung. Kurz danach hatten die Freiburger, abgesehen vom Treffer, ihre erste echte Gelegenheit durch Demirovic.

Beim FC Bayern kam dann der lange verletzt fehlende Corentin Tolisso, sowie mit Marc Roca und Bouna Sarr Spieler aus der zweiten Reihe in die Partie und so kamen die Freiburger etwas stärker auf und hatten durch Höler und Haberer zwei gute Gelegenheiten. Aber der FC Bayern war auch noch da und hätte die Partie zum einen entscheiden müssen und Lewandowski einen neuen Torrekord aufstellen können. Robert Lewandowski vergab eine fast 1000%-Chance. Das zeigt aber, dass Lewandowski auch nur ein Mensch ist. Statt der Entscheidung kassierte der FC Bayern kurz darauf den erneuten Ausgleich zum 2:2 durch Günter. Lewandowski vergab dann noch eine gute Gelegenheit für den FC Bayern, aber mit dem alleinigen Rekord sollte es wohl nicht sein. Letzendlich blieb es beim 2:2-Unentschieden, mit dem der FC Bayern sicher leben kann, obwohl der FC Bayern aufgrund der Feldvorteile und der besseren Möglichkeiten den Sieg verdient gehabt hätte. Aber aufgrund einiger Spielerwechsel in der zweiten Halbzeit reichte es am Ende nicht ganz zum Sieg.

Am kommenden Samstag steht dann am 34. und letzten Bundesligaspieltag das letzte Spiel des FC Bayern dieser Saison auf dem Programm. Dann geht es daheim in der Allianz Arena gegen den FC Augsburg im bayerischen Derby. Für die Augsburger, die den Klassenerhalt sicher haben, geht es auch um nichts mehr. Der FC Bayern, der diese Saison in der Bundesliga zu Hause noch ungeschlagen ist, sollte das Spiel zumindest nicht verlieren, damit man endlich mal wieder, was in den letzten Jahren selten vorkam, eine komplette Bundesliga-Runde ohne Heimniederlage abschließt. Zudem stehen einige Abschiede an. Neben Trainer Hansi Flick werden auf jeden Fall auch David Alaba, Jerome Boateng und Javier Martinez den Verein verlassen. Es wäre schön, wenn man zum Abschied sich mit einer starken Leistung der Mannschaft aus der Saison verabschieden könnte. Außerdem bekommt der FC Bayern in Form der Meisterschale den verdienten Lohn für eine starke Saison.

Redakteur

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10. Mai 2021, 09:30

Erst Meister, dann Gala

MIA SAN MEISTER! Der FC Bayern ist zum insgesamt 31. Mal und zum neunten Mal in Folge Deutscher Fußballmeister.

Die Meisterschaft war bereits vor dem Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach eingetütet, weil vor dem Bayern-Spiel Verfolger RB Leipzig bei Borussia Dortmund verlor. Als alter und neuer Deutscher Meister trat der FC Bayern dann gegen Borussia Mönchengladbach wie ein würdiger Meister auf, zelebrierte eine Fußball-Gala und gewann klar und deutlich mit 6:0. Bei dem Kantersieg stach einmal mehr Weltfußballer Robert Lewandowski hervor, der seine Bundesliga-Saisontore 37-39 erzielte und ihm jetzt nur noch ein Tor bis zum legendären Gerd Müller-Rekord aus der Saison 1971/72 fehlt. Zwei Tore in den beiden letzten Saisonspielen bräuchte Lewandowski noch um einen neuen Rekord aufzustellen.

Beim FC Bayern fehlten verletzungsbedingt Eric Maxim Choupo-Moting, Corentin Tolisso und Douglas Costa. Ansonsten waren alle an Bord. Unter anderem saßen Leroy Sane, Serge Gnabry, Leon Goretzka und Niklas Süle zunächst nur auf der Bank. Während Sane, Gnabry und Goretzka im Verlauf der zweiten Halbzeit noch eingewechselt wurden, blieb Süle ohne Einsatz. In der Innenverteidigung spielte Lucas Hernandez neben Jerome Boateng, David Alaba dafür im Mittelfeld. Offensiv bekam Jamal Musiala eine Gelegenheit in der Startelf.

Der FC Bayern übernahm vom Anpfiff weg das Kommando und machte sofort Druck. Der Lohn folgte schon nach wenigen Augenblicken. Robert Lewandowski brachte den FC Bayern früh in Führung. Der FC Bayern wirbelte in der ersten Halbzeit nach Belieben und hatte weitere Möglichkeiten. Kingsley Coman scheiterte am Pfosten und auch Lewandowski vergab zwei weitere Gelegenheiten. Schließlich war es dann Thomas Müller, der auf 2:0 für den FC Bayern stellte. Dann wurde es artistisch. Erneut netzte Lewandowski ein, aber was war das für ein Tor? Ein sensationeller Seitfallzieher zum 3:0 für den FC Bayern. Lewandowski war on fire und jagd den Müller-Rekord. Es war bereits das 200. Bundesligator von Lewandowski für den FC Bayern. Kurz vor der Pause legte Kingsley Coman sogar noch einen drauf. Der FC Bayern führte nach einer starken ersten Halbzeit auch in der Höhe völlig verdient mit 4:0.

Nach der Pause ließ der FC Bayern bei der deutlichen Führung die Gladbacher etwas mitspielen, die dann auch durch Plea zu zwei Aktionen kamen. Aber das Spiel war natürlich längst entschieden und der Torhunger des FC Bayern noch nicht gestillt. Benjamin Pavard, Lewandowski und Thomas Müller vergaben zunächst den fünften Treffer, aber der Gladbacher Neuhaus bekam den Ball an den Arm. Nach Videobeweis gab es Strafstoß für den FC Bayern. Diesen verwandelte Robert Lewandowski zum 5:0 und erzielte sein 39. Saisontor in dieser Bundesligasaison.

Ein kleiner Wehrmutstropften war dann aber die Rote Karte gegen Bayerns Tanguy Nianzou. Erst ein paar Minuten vorher eingewechselt mußte er wegen einer Notbremse nach Videobeweis wieder runter. Warum sich der Videoschiedsrichter in der Szene überhaupt einschaltete und ob es eine klare Fehlentscheidung war ist dann doch sehr zweifelhaft. Aber Spiel entscheidend war es nicht mehr. Kurz vor Schluß legte der FC Bayern in Unterzahl noch einen nach. Der eingewechselte Leroy Sane erzielte das 6:0 für den FC Bayern und machte das halbe Dutzend voll.

Dabei blieb es dann. Der FC Bayern gewann mit 6:0 gegen Borussia Mönchengladbach und präsentierte sich mit dieser Fußball-Gala als würdiger Deutscher Meister. Javier Martinez, der genauso wie David Alaba und Jerome Boateng den FC Bayern nach dieser Saison verlassen wird, wurde im Verlauf der zweiten Halbzeit noch eingewechselt und bekam noch etwas Spielzeit. Der ebenfalls eingewechselte Leon Goretzka mußte allerdings einige Minuten später wieder angeschlagen ausgewechselt werden. Ansonsten war es aber ein rundum gelungener Spieltag für den FC Bayern.

Vor den letzten beiden Saisonspielen führt der FC Bayern die Bundesligatabelle vor dem Tabellenzweiten RB Leipzig mit zehn Punkten Vorsprung an. Durch den vorzeitigen Gewinn der Deutschen Meisterschaft hat der FC Bayern innerhalb von nicht mal 12 Monaten sage und schreibe sieben Titel gewonnen. Das sind die erfolgreichsten Monate der Vereinsgeschichte. Der Lohn ist, dass der FC Bayern den fünften Stern auf dem Trikot bekommt.

Dennoch bleiben vor den beiden letzten Spielen beim SC Freiburg und daheim gegen den FC Augsburg noch zwei Ziele für diese Saison. Zum einen hat Robert Lewandowski die Chance den Rekord von Gerd Müller zu knacken und zum anderen hat der FC Bayern, vorausgesetzt man verliert nicht das letzte Heimspiel gegen Augsburg, die Chance endlich mal wieder eine komplette Bundesliga-Runde ohne Heimniederlage abzuschließen.

Eigentlich hätte es Gerd Müller verdient, wenn er seinen Rekord behalten würde, andererseits würde Gerd Müller es Robert Lewandowski sicher von Herzen gönnen, wenn er den Rekord brechen würde. Wenn es einer verdient hätte, diese magische Zahl von 40 Toren zu überbieten, dann Lewandowski.

Für den FC Bayern geht es am kommenden Samstag in der Bundesliga mit dem Auswärtsspiel beim SC Freiburg weiter. Wird es dann historisch? Knackt Lewandowski den fast 50 Jahren alten 40 Tore-Rekord von Gerd Müller?

Redakteur

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28. April 2021, 15:30

Nagelsmann wird neuer Bayern-Trainer - warum nicht ten Hag?

Die Spatzen pfiffen es schon von den Dächern, aber dann ging es doch ganz schnell. Julian Nagelsmann wird ab der kommenden Saison 2021/22 neuer Trainer beim FC Bayern. Er erhält einen Fünfjahresvertrag bis zum 30.Juni 2026.

Nagelsmann gilt mit seinen 33 Jahren als das größte deutsche Trainertalent und führte bereits die TSG Hoffenheim in die Spitzengruppe der Bundesliga und formte RB Leipzig zu einer deutschen Spitzenmannschaft, die dem FC Bayern Paroli bietet. Ohne Frage ein Toptrainer. Allerdings kann man gespannt sein, wie er im "Haifischbecken" München zurecht kommt. Beim FC Bayern sind die Ansprüche deutlich größer als in Hoffenheim oder Leipzig, wo ein zweiter Platz als Erfolg gilt. In München sind zweite Plätze eher ein Mißerfolg. Hinzu kommt sein junges Alter von erst 33 Jahren. Ob er gegenüber Weltmeistern, Champions League-Siegern und mehrfachen Deutschen Meistern den nötigen Respekt genießt, bleibt abzuwarten. Im Gegensatz zu anderen Schauplätzen in Deutschland, wie z.B. Leipzig, ist München eine Pressestadt mit diversen Zeitungen, die gerne mal Druck und Kritik üben. Ob er dem standhält muß sich zeigen. Selbst der erfahrene und mit Titeln dekorierte Trainer Otto Rehhagel scheiterte nicht zuletzt an der Presse in den Neunzigerjahren in München. Wobei man allerdings sagen muß, dass Rehhagel nicht gerade ein Freund der Presse war.

Die Verpflichtung von Nagelsmann kam zwar irgendwie nicht überraschend, aber dennoch recht zügig. Wurde nicht genug um Hansi Flick gekämpft? Flick übernahm den FC Bayern im Herbst 2019 in einer schwierigen Situation und führte den FC Bayern innerhalb von nicht mal 12 Monaten zu sechs Titeln und damit zum erfolgreichsten Jahr der Vereinsgeschichte. So einen Mann darf man nicht einfach gehen lassen. Wenn es Spannungen gibt zum Sportvorstand Salihamidzic und eine Zusammenarbeit nicht mehr möglich scheint, dann muß abgewogen werden, welche Person wichtiger für den FC Bayern ist. Und das ist eindeutig der Trainer. Nicht nur Flicks Erfolge sprechen für sich, sondern er ist auch sehr beliebt in der Mannschaft. Das Verhältnis Trainer/Mannschaft stimmt, so wie es vorher in der jüngeren Vergangenheit wohl nur bei Ottmar Hitzfeld und Jupp Heynckes der Fall war.

Der FC Bayern zahlt angeblich eine Ablösesumme von ca. 25 Millionen Euro für Nagelsmann. Eine Stange Geld, erst recht für einen Trainer. Hätte es sich angesichts dieser Summe nicht gelohnt stärker um Hansi Flick zu kämpfen und möglicherweise sich von Salihamidzic zu trennen? Jedenfalls sind ca. 25 Millionen für einen Trainer deutlich zu viel Geld, erst recht, wenn man einen Toptrainer, bei dem das Gesamtpaket passt, schon hat.

Warum hat der FC Bayern nicht Erik ten Hag von Ajax Amsterdam geholt? Einen Toptrainer, der für erfrischenden Offensivfußball steht. Zudem kennt ten Hag den FC Bayern bereits. Er war von 2013-2015 Trainer der FC Bayern Amateure und verpasste 2014 nur ganz knapp den Aufstieg in die 3.Liga. Zudem kann er Titel vorweisen. Mit Ajax Amsterdam wurde er 2019 niederländischer Meister und Pokalsieger. Zudem war während seiner Zeit bei den Bayern-Amateuren der Startrainer Pep Guardiola Trainer der Profimannschaft des FC Bayern.

Wie dem auch sei. Julian Nagelsmann wird ein schweres Erbe von Hansi Flick beim FC Bayern antreten. Sechs Titel innerhalb eines Jahres müssen erstmal gewonnen werden. Und zu toppen ist die Leistung von Flick sowieso nicht, denn mehr als sechs Titel innerhalb eines Jahres geht nicht. Zudem muß Nagelsmann erstmal im zwischenmenschlichen Bereich so einen Zugang zur Mannschaft bekommen, wie es Flick geschafft hatte. Und dann ist da ja noch der Sportvorstand Salihamidzic, an dem der Verein ja eisern festzuhalten scheint. Spannend wird sein, ob das Verhältnis von Salihamidzic zu Nagelsmann besser sein wird, als das Verhältnis zu Hansi Flick.

Die Zukunft wird zeigen, ob die Verpflichtung von Nagelsmann die richtige Entscheidung war.

Redakteur

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26. April 2021, 10:11

Peinliche Vorstellung in Mainz

Der FC Bayern hätte bei einem Sieg im Auswärtsspiel beim FSV Mainz 05 vorzeitig Deutscher Meister werden können. Was die Mannschaft aber ablieferte war eine einzige Blamage. Das Team wirkte müde, unkonzentriert und nicht entschlossen genug um gegen hoch motivierte Mainzer, die mitten im Abstiegskampf stecken, entscheidend dagegen zu halten. Am Ende stand eine bittere wie unnötige 1:2-Niederlage.

Vor dem Spiel gab es aber erstmal gute Nachrichten. Robert Lewandowski ist nach seiner Verletzung wieder fit und stand direkt in der Startelf. Dafür mußte Choupo-Moting zunächst erstmal auf die Bank. Auch Serge Gnabry war nach seiner Quarantäne wieder dabei, saß zunächst aber auch auf der Bank. Beide wurden aber noch im Verlauf des Spiels eingewechselt.

Der FC Bayern hatte durch Benjamin Pavard die erste Gelegenheit der Partie, aber was dann passierte ist unerklärlich und recht seltsam. Mit der ersten Chance gingen die Mainzer dann durch Burkardt in Führung. Bei dem Gegentreffer sah Manuel Neuer alles andere als gut aus. Aber keinen Vorwurf. Neuer hatte schon oft genug mit Paraden dem FC Bayern vor Gegentoren bewahrt. Dieses Tor beflügelte die Mainzer und der FC Bayern fand überhaupt nicht ins Spiel. Kurz darauf die nächste gute Möglichkeit für die Mainzer, aber Latza traf nur den Pfosten. Dann mal ein Abschluß von Robert Lewandowski für den FCB. Quaison mit einer Gelegenheit für die Mainzer kurz darauf. Dann wieder Pfosten. Der Mainzer da Costa im Alu-Pech. Aber dann war es passiert. Das 0:2 aus Sicht des FC Bayern. Quaison traf für die Mainzer. 0:2 zur Pause. Das waren wohl die schlechtesten 45 Minuten des FC Bayern in dieser Saison. Zur zweiten Halbzeit kamen beim FC Bayern dann Choupo-Moting, Jamal Musiala und Tanguy Nianzou für Kingsley Coman, Leon Goretzka und Leroy Sane, der mal wieder ein Totalausfall war.

Die erste Tornannäherung nach dem Wechsel hatte der FC Bayern durch Lewandowski. Überhaupt spielte nach dem Wechsel nur noch der FC Bayern. Von den Mainzern kam in der zweiten Hälfte offensiv nichts nennenswertes mehr, aber der FC Bayern machte deutlich zu wenig aus seiner klaren Überlegenheit. Es fehlte die Durchschlagskraft nach vorne. Mehr als zwei Möglichkeiten durch den eingewechselten Choupo-Moting sprang nicht heraus, bis zur Nachspielzeit. Dann war doch noch Robert Lewandowski zur Stelle und erzielte sein 36. Saisontor. Der Treffer kam aber deutlich zu spät. Kurz darauf war Schluß. Der FC Bayern verlor beim FSV Mainz 05 aufgrund einer indiskutablen Leistung, vor allem in der ersten Halbzeit, mit 1:2.

Durch die Niederlage in Mainz hat der FC Bayern es verpasst die Meisterschaft bereits einzutüten und hat jetzt vor den drei letzten Spieltagen nur noch sieben Punkte Vorsprung vor dem Tabellenzweiten RB Leipzig.

Da am kommenden Wochenende das Halbfinale im DFB-Pokal ansteht, in dem der FC Bayern bekanntlich nicht mehr vertreten ist, geht es für den FC Bayern erst am Samstag, den 8.Mai 2021, in der Bundesliga weiter und zwar mit einem echten Kracher. Dann muß der FC Bayern daheim in der Allianz Arena gegen Borussia Mönchengladbach antreten. Die Gladbacher kämpfen noch um einen Platz im Europapokal und haben sich wieder deutlich stabilisiert und sind gut drauf. Das wird die nächste sehr schwere Aufgabe für den FC Bayern. Die Meisterschaft ist noch nicht gewonnen, ein Sieg fehlt dem FC Bayern noch. Im Vergleich zum Mainz-Spiel muß sich der FC Bayern aber deutlich steigern, ansonsten steht zu befürchten, dass es auch am 8.Mai für den FC Bayern nichts zu feiern gibt. Aber vielleicht tut dem FC Bayern nach den zuletzt sehr anstrengenden Wochen und Monaten mit vielen Spielen diese kleine Pause mal ganz gut.

Redakteur

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21. April 2021, 12:19

Die Meisterschaft ganz nah

Der FC Bayern hat einen großen Schritt in Richtung neunter Meisterschaft in Folge gemacht und könnte theoretisch am kommenden Samstag in Mainz bereits die Meisterschaft klar machen. Gegen Bayer Leverkusen gewann der FC Bayern nach einer starken Leistung souverän und hochverdient mit 2:0.

Der FC Bayern mußte wieder auf eine ganze Reihe an Spielern verzichten. Robert Lewandowski, Niklas Süle, Corentin Tolisso, Douglas Costa und Marc Roca fehlten verletzt und auch Serge Gnabry (Quarantäne) stand weiterhin nicht zur Verfügung. Immerhin war Leon Goretzka nach überstandener Verletzung wieder dabei, saß aber zunächst nur auf der Bank. Er kam aber im Verlauf des Spiels noch zum Einsatz. In der Offensive bekam Kingsley Coman den Vorzug vor Leroy Sane. Aber auch Sane wurde im Verlauf der zweiten Halbzeit noch eingewechselt.

Der FC Bayern war von Beginn an das dominierende Team und stellte die weichen früh auf Sieg. Bereits nach wenigen Minuten ging der FC Bayern mit 1:0 in Führung. Zunächst scheiterte noch Thomas Müller, aber Eric Maxim Choupo-Moting war zur Stelle und erzielte die frühe Führung. Und der FC Bayern legte nach. Nur ein paar Minuten später zog Joshua Kimmich ab und traf zum 2:0 für den FC Bayern. Damit waren früh für klare Verhältnisse gesorgt. Auch wenn es kein Chancenfestival war, der FC Bayern hatte alles im Griff und verbuchte durch Kimmich und David Alaba noch Möglichkeiten. Von den Leverkusenern war in der ersten Halbzeit mit Ausnahme einer Annäherung von Schick offensiv nichts nennenswertes zu sehen. So ging es mit einer 2:0-Führung für den FC Bayern in die Halbzeit.

Nach dem Wechsel vergab zunächst Thomas Müller die Möglichkeit auf den dritten Bayern-Treffer, der dann etwas später durch Choupo-Moting auch fiel. Das Tor fand aber keine Anerkennung, wegen einer knappen Abseitsstellung. Es blieb also beim 2:0 für den FC Bayern.

In der zweiten Halbzeit spielten die Leverkusener allerdings mit, auch weil der FC Bayern im Gefühl der sicheren Führung sie ließ. Es wurde allerdings selten brenzlig vor dem Bayern-Tor. Gefährlich wurde es, als der Leverkusener Bellarabi die Latte des Bayern-Tores traf. Ein Anschlußtreffer und es hätte noch mal zittrig werden können. Jamal Musiala hatte noch zwei Gelegenheiten für den FC Bayern und kurz vor Schluß verpasste der eingewechselte Leon Goretzka knapp. Außer dem Latten-Ball wurde es auch in der zweiten Halbzeit selten gefährlich für Manuel Neuer im Bayern-Tor. Der Leverkusener Amiri hatte noch einen Abschluß.

Am Ende brachte der FC Bayern das sichere 2:0 nach Hause und steht jetzt ganz dicht vor dem Gewinn der neunten Meisterschaft in Folge und dem Gewinn der 31. Meisterschaft, der 30. in der Bundesliga, insgesamt. Eine Meisterschaft würde zudem ein besonderes Schmankerl parat haben. Denn sollte der FC Bayern Deutscher Meister werden, dann würde der FC Bayern den fünften Stern auf dem Trikot bekommen.

Durch den Sieg gegen Bayer Leverkusen konnte der FC Bayern seinen Vorsprung an der Tabellenspitze auf den Tabellenzweiten RB Leipzig auf zehn Punkte ausbauen, weil die Leipziger völlig überraschend beim 1.FC Köln verloren.

Für den FC Bayern geht es am kommenden Samstag in der Bundesliga mit dem schweren Auswärtsspiel bei Mainz 05 weiter. Die Mainzer stecken mitten im Abstiegskampf, spielen aber eine starke Rückrunde. Im Hinspiel in München gewann der FC Bayern zwar mit 5:2, lag aber zwischenzeitlich mit 0:2 zurück. Es dürfte also eine schwierige Aufgabe für den FC Bayern werden. Bei einem Sieg in Mainz wäre der FC Bayern allerdings erneut Deutscher Meister. Das sollte doch eigentlich Ansporn genug sein. Möglicherweise ist in Mainz dann auch wieder Robert Lewandowski mit dabei. 35 Tore erzielte er bisher in dieser Bundesligasaison. Die Torjägerkanone dürfte ihm wohl längst sicher sein. Es bleiben aber nur noch ein paar Spiele um den legendären 40-Tore-Rekord von Gerd Müller aus der Saison 1971/72 zu knacken.

Redakteur

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19. April 2021, 10:59

Flick will den FC Bayern verlassen!

Nach dem Sieg in Wolfsburg ließ Bayern-Trainer Hansi Flick die Bombe platzen. Er erklärte, dass er gegenüber dem FC Bayern den Wunsch geäußert hatte, seinen Vertrag mit Ablauf der aktuellen Saison aufzulösen.

Es kursierten schon länger Gerüchte über ein angespanntes Verhältnis zwischen Hansi Flick und Sportvorstand Hasan Salihamidzic. Als Außenstehender darf man sich aber eigentlich kein Urteil erlauben, denn weder Presse, noch Fans waren dabei und können deswegen gar nicht beurteilen, was wirklich ablief zwischen den beiden.

Allerdings sollte es doch möglich sein, dass sich zwei erwachsene Männer zum Wohle des FC Bayern zusammen raufen. Das klingt doch alles sehr nach Kindergarten. Hansi Flick und Brazzo müssen ja nicht die besten Freunde sein oder gemeinsam in den Urlaub fahren, aber es sollte doch möglich sein, dass man respektvoll miteinander umgeht und zusammen arbeitet. Da müssten doch, wenn noch nicht geschehen, Kalle Rummenigge, Oliver Kahn und Herbert Hainer als Vermittler auftreten. Der FC Bayern gibt in dieser Angelegenheit kein gutes Bild in der Öffentlichkeit ab und für die Presse ist das natürlich ein gefundenes Fressen.

Ist das Tischtuch zwischen Flick und Brazzo derart zerschnitten? Gibt es da nichts mehr zu kitten? Können sich zwei erwachsene Männer nicht an einen Tisch setzen, sich mal so richtig auskotzen und dann wieder gemeinsam an die Arbeit gehen? Letzendlich wollen doch beide dasselbe. Den größtmöglichen Erfolg für den FC Bayern.

Worum geht es eigentlich? Fakt ist, dass der FC Bayern im Vergleich zur letzten Saison, vor allem in der Breite, schwächer besetzt ist. Das sieht man ja gerade aktuell in der Phase, in der diverse Spieler ausfallen. Von der Bank kommt nicht mehr viel Qualität nach.

Es wurden nach der letzten Saison mit Philippe Coutinho, Ivan Peresic und Thiago drei Weltklassespieler abgegeben. Gerade die beiden letztgenannten hätte man halten müssen. Stattdessen kamen Bouna Sarr, Marc Roca, Eric Maxim Choupo-Moting, Douglas Costa, Tanguy Nianzou und Alexander Nübel.

Dass Nübel nur wenig zum Einsatz kommt, wenn Manuel Neuer gesund bleibt, dürfte klar gewesen sein. Sarr, Roca und Costa sind definitiv Fehleinkäufe, die den Ansprüchen des FC Bayern nicht genügen. Nianzou ist nicht zu bewerten, weil er in dieser Saison fast nur verletzt war und Choupo-Moting macht seine Sache, gerade jetzt als Lewandowski-Ersatz, ganz ordentlich, kann aber einen Lewandowski natürlich nicht mal im Ansatz ersetzen. Aber das erwartet wohl auch keiner.

Dass man David Alaba ziehen läßt, darüber kann man geteilter Meinung sein. Er hatte sicherlich schon stärkere Spielzeiten beim FC Bayern als in der aktuellen Saison, aber er ist ein Gesicht des FC Bayern mit maßgeblichen Anteil an den Erfolgen der letzten Jahre, u.a. an den beiden Triple-Triumphen 2013 und 2020.

Dass ab der nächsten Saison nicht mehr mit Jerome Boateng geplant wird, ist unverständlich. Boateng gehört immer noch zu den besten Innenverteidigern der Bundesliga und war ebenfalls maßgeblich an den Erfolgen in den letzten Jahren beteiligt. Angeblich wurde Boateng kurz vor dem so wichtigen Viertelfinal-Hinspiel in der Champions League gegen Paris St. Germain von Salihamidzic fast schon beiläufig mitgeteilt, dass nach dieser Saison für ihn Schluß ist beim FC Bayern. So geht man mit verdienten Spielern nicht um. Das ist eine Frage des Anstands und des Respekts.

Hansi Flick ist in der Mannschaft sehr beliebt. Ein Abschied von Flick könnte womöglich auch den einen oder anderen Spieler zum Nachdenken bringen.

Unabhängig davon, ob der FC Bayern diese Saison noch Deutscher Meister wird oder nicht, Flick geht auf jeden Fall als der erfolgreichste Trainer in die Geschichte des FC Bayern ein. Sechs Titel innerhalb von 12 Monaten, das sogenannte Sextuple, schaffte vor Flick kein Bayern-Trainer. Weder Lattek, noch Hitzfeld, noch Heynckes, noch Guardiola.

Man muß von den Verantwortlichen des FC Bayern erwarten, dass sie um Flick kämpfen. Nicht nur seine Erfolge, sondern auch seine Menschlichkeit im Umgang mit den Spielern, seine Beliebtheit im Team und seine insgesamt erfrischend sympathische Art müssen auch berücksichtigt werden. Man muß nicht immer einer Meinung sein, aber die Erfolge sprechen für sich und es geht immer um Respekt.

Für den aktuellen Kader zeichnet der Sportvorstand verantwortlich. Flick hat zumindest bis jetzt noch das beste aus der Mannschaft in einer für alle schwierigen und extremen Saison wegen der Corona-Pandemie heraus geholt.

Das Ideale wäre, wenn Flick und Brazzo, vielleicht unter Vermittlung der Bosse, sich doch noch zum Wohle des FC Bayern zusammen raufen könnten. Wenn aber partout keine Zusammenarbeit zwischen den beiden Herren mehr möglich sein sollte, dann sollte der Verein eine klare Entscheidung treffen und zwar pro Flick und dann müßte Brazzo gehen. Flick ist definitiv schwerer zu ersetzen, als der Sportvorstand. Zudem wäre es sicherlich schwer einen Trainer vom Format Hansi Flick, bei dem das Gesamtpaket passt, als Flick-Nachfolger zu finden. Flick passt perfekt zum FC Bayern, genauso wie seine Vorgänger Hitzfeld und Heynckes.

Ein Trainer muß bei Transfers immer ein Wörtchen mitreden können, schließlich ist es der Trainer, der täglich mit den Spielern arbeitet und bei Mißerfolg den Kopf hin halten muß.

Was man allerdings bei Flick kritisieren muß ist, dass seine Ankündigung nach dem Wolfsburg-Spiel erfolgte, vor allem, wenn es gegen vorherige Absprachen verstoßen haben sollte. Der FC Bayern hat in dieser Woche noch zwei schwere Spiele. Es wäre besser gewesen, wenn Flick zumindest noch eine Woche bis nach dem Mainz-Spiel gewartet hatte. Nicht, dass diese Aussage von Flick noch den Erfolg auf den letzten Metern der Saison riskiert. Aber scheinbar mußte es raus und Flick konnte oder wollte nicht mehr länger warten. Man weiß es nicht.

Aber vielleicht kann die Vereinsführung Hansi Flick noch umstimmen, auch wenn man sich dann vom Sportvorstand trennen müßte.

Redakteur

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19. April 2021, 10:56

Musiala schießt Bayern zum Sieg

Nach dem unglücklichen Aus in der Champions League kam der FC Bayern zu einem ganz wichtigen Sieg in der Bundesliga. Beim Tabellendritten VfL Wolfsburg, die bis dahin in dieser Saison zu Hause noch ungeschlagen waren, siegte der FC Bayern nach einer starken Leistung völlig verdient mit 3:2 und konnte den Vorsprung in der Tabelle zunächst etwas ausbauen. Beim wichtigen Auswärtssieg überragte vor allem der Yougster Jamal Musiala, der zwei Tore erzielte und somit den FC Bayern auf die Siegerstraße brachte.

Der FC Bayern mußte erneut stark ersatzgeschwächt antreten. So fehlten auch in Wolfsburg Robert Lewandowski, Leon Goretzka, Niklas Süle, Corentin Tolisso, Douglas Costa, Marc Roca (alle verletzt) und Serge Gnabry (Quarantäne). Kingsley Coman saß zunächst nur auf der Bank. Für ihn begann besagter Musiala, der zum Mann des Spiels wurde.

Der FC Bayern hatte durch Choupo-Moting den ersten Abschluß, kurz darauf der VfL Wolfsburg mit der ersten Gelegenheit durch Baku. Langsam bekam der FC Bayern die Partie in den Griff und ging sofort in Führung. Jamal Musiala erzielte das 1:0 für den FC Bayern. Und der FC Bayern legte nach. Nur ein paar Minuten später lag der Ball erneut im Tor der Wolfsburger. Chuopo-Moting schob zum 2:0 für den FC Bayern ein. Ein Auftakt nach Maß. Kurz darauf Sane. Leroy Sane mit der Gelegenheit das Ergebnis sogar noch auszubauen, aber verfehlte den Kasten. Dann erneut Sane mit einem Abschluß, wieder nichts. Und Sane zum dritten, aber auch der Abschluß war nicht von Erfolg gekrönt. In dieser Phase roch es nach dem dritten Bayern-Tor, was sicherlich eine frühzeitige Entscheidung gewesen wäre. Stattdessen aber kam der VfL Wolfsburg aus dem Nichts durch Weghorst zum Anschlußtreffer. Aber der FC Bayern schlug schnell zurück. Nur wenige Minuten nach dem Gegentor netzte erneut Musiala ein und stellte den alten Abstand wieder her. 3:1 für den FC Bayern. Kurz vor der Pause hatten die Wolfsburger durch Brooks noch eine Gelegenheit, aber dann war Halbzeit. Der FC Bayern führte nach der ersten Hälfte hochverdient mit 3:1.

Die erste Torchance nach dem Wechsel hatte der FC Bayern durch Thomas Müller und Musiala. Da hätte die endgültige Entscheidung fallen können. Stattdessen kamen aber nur wenige Minuten später die Wolfsburger erneut aus dem Nichts durch Philipp zum Anschlußtreffer. Statt 4:1 nur noch 3:2 für den FC Bayern. Wieder mal zwei Gegentore. Man steuert auf die 40-Gegentore-Marke in der Bundesliga in dieser Saison zu. Das ist für die Ansprüche des FC Bayern deutlich zu viel. Fast hätte der FC Bayern wie schon nach dem ersten Gegentor kurz darauf geantwortet, aber abermals Sane vergab eine Gelegenheit. Die Wolfsburger gaben sich noch lange nicht geschlagen und hatten durch Weghorst eine gute Möglichkeit. Aber auch der FC Bayern blieb dran und hatte durch Alphonso Davies seinerseits einen guten Abschluß. In der Schlußphase probierten es die Wolfsburger nochmal und hatten durch Roussillon eine gute Chance zum Ausgleich, der allerdings nicht verdient gewesen wäre. Die letzte Gelegenheit des Spiels hatte für den FC Bayern Thomas Müller kurz vor Schluß, aber es blieb beim 3:2-Sieg für den FC Bayern.

Der Sieg des FC Bayern ist absolut verdient. Gerade die erste Hälfte dominierte der FC Bayern, der auch ein klares Chancenplus hatte. An der Rechtmäßigkeit des Bayern-Sieges gibt es keine Zweifel. Der FC Bayern zeigte eine geschlossen starke Mannschaftsleistung, aus der noch Musiala heraus ragte, und das alles trotz des kräftezerrendes Spiels in der Champions League unter der Woche in Paris und der angespannten Personalsituation. Allerdings bleiben weiterhin Probleme in der Abwehr vorhanden. Schon 38 Gegentore alleine in der Bundesliga, obwohl der FC Bayern von den Namen her eine starke Defensivreihe haben sollte. Das ist einfach unerklärlich.

Durch den Sieg in Wolfsburg konnte der FC Bayern zumindest zunächst erstmal die Tabellenführung etwas ausbauen, da RB Leipzig im Heimspiel gegen die TSG Hoffenheim überraschend zwei Punkte liegen ließ. So führt der FC Bayern aktuell die Bundesligatabelle mit sieben Punkten Vorsprung vor dem Tabellenzweiten RB Leipzig sn.

Es sind aber noch fünf Spiele zu gehen, in denen noch einiges passieren kann. Sowohl der FC Bayern als auch RB Leipzig haben noch knackige Gegner im Saisonendspurt. Nach dem Spitzenspiel in Wolfsburg steht für den FC Bayern bereits morgen am Dienstag in der englischen Woche in der Bundesliga bereits das nächste Spitzenspiel auf dem Programm. Dann empfängt der FC Bayern daheim in der Allianz Arena Bayer Leverkusen. Für die Leverkusener geht es um die internationalen Plätze und sie konnten sich nach einem Trainerwechsel in den letzten Spielen stabilisieren. Zudem sollte der FC Bayern gewarnt sein. Eben gegen Bayer Leverkusen kassierte der FC Bayern im November 2019 die letzte Heimniederlage in der Bundesliga.

Es wäre sicherlich nicht von Nachteil, wenn sich die Personalsituation zum Leverkusen-Spiel etwas entspannen würde und der eine oder andere zurück kehren könnte, aber damit ist wohl nicht zu rechnen.

Redakteur

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14. April 2021, 10:35

Trotz Sieg ausgeschieden

Das Wunder von Paris blieb erwartungsgemäß aus. Der FC Bayern ist im Viertelfinale der Champions League gegen Paris St. Germain ausgeschieden. Dabei zeigte der FC Bayern eine starke kämpferische Leistung, gewann das Rückspiel in Paris mit 1:0 und schied nur aufgrund der Auswärtstorregel aus. Der FC Bayern hat sich ehrenvoll und mit erhobenen Hauptes aus der Champions League in dieser Saison verabschiedet und verläßt die Königsklasse durch den Vordereingang.

Von den zuletzt ausgefallenen Spielern kehrten leider nur zwei ins Team zurück. Der in der Bundesliga gegen Union Berlin rot gesperrte Alphonso Davies und Lucas Hernandez waren wieder mit dabei, zudem standen die gegen Union geschonten Leroy Sane, David Alaba und Benjamin Pavard wieder in der Starformation. Aber die Ausfalliste blieb lang. Serge Gnabry (Quarantäne), Leon Goretzka (wurde nicht rechtzeitig fit), Robert Lewandowski (immerhin wieder im Lauftraining) und Niklas Süle (verletzt) fehlten weiterhin. Diese Ausfälle kann der Kader des FC Bayern nicht über einen längeren Zeitraum kompensieren. Zudem fehlten weiterhin Marc Roca, Corentin Tolisso, Douglas Costa (alle verletzt). Jamal Musiala saß zunächst nur auf der Bank, wurde aber im Verlauf der zweiten Halbzeit noch eingewechselt. Musiala hätte eigentlich nach seiner starken Leistung gegen Union Berlin eine Chance von Beginn an verdient gehabt.

Leider schaffte es der FC Bayern nicht wie im Hinspiel diesen enormen Druck auszuüben. So hatten die Pariser zunächst die besseren Torgelegenheiten. Mbappe hatte die erste Gelegenheit für Paris und Neymar wenig später die zweite. Aber auch der FC Bayern hatte durch Leroy Sane und Joshua Kimmich seine ersten beiden gefährlichen Abschlüsse. Dann wurde es aber Aberwitzig. Die Parser, besser gesagt Neymar, hatten dann innerhalb weniger Minuten mehrfach die Chance zur Führung. Erst retteten Manuel Neuer und der Pfosten gegen Neymar und dann traf kurz darauf Neymar zunächst die Latte und wenig später den Pfosten. In dieser Phase roch es noch der PSG-Führung. Aber der Treffer fiel auf der anderen Seite. Eric Maxim Choupo-Moting traf zur wichtigen 1:0-Führung für den FC Bayern. Kurz vor der Pause hatte der FC Bayern durch David Alaba und Leroy Sane noch zwei Gelegenheiten, aber es blieb zur Pause beim 1:0 für den FC Bayern. Der FC Bayern hatte auch Gelegenheiten, aber die besseren Chancen hatte, zugegebener Maßen, Paris.

Die erste Gelegenheit nach dem Wechsel hatte der FC Bayern durch Alaba. Dann wurde es durch Di Maria und Neymar wieder gefährlich vor dem Bayern-Tor, aber die Null stand weiter. Thomas Müller, von dem leider nicht viel zu sehen war, hatte dann eine Möglichkeit für den FC Bayern und auch Coupo-Moting mit einer Gelegenheit für den FC Bayern. Der FC Bayern war mittlerweile klar Spiel bestimmend, PSG lauerte auf Konter und blieb gefährlich. Dann traf doch Mbappe für Paris, aber der Treffer zählte wegen Abseits zu Recht nicht. Sane hatte in der Schlußphase dann noch zwei Gelegenheiten auf das zweite Bayern-Tor, aber es sollte einfach nicht sein. Dann war das Spiel aus. Der FC Bayern gewann zwar auswärts mit 1:0 bei Paris St. Germain, schied aber aufgrund der Auswärtstorregel aus. Der Sieg in Paris war sicher nicht unverdient, auch wenn der FC Bayern, gerade in der ersten Halbzeit, etwas Glück hatte. Aber über beide Spiele gesehen war der FC Bayern die klar bessere Mannschaft und es ist unbestritten dass das bessere Team ausgeschieden ist. Das macht das Ausscheiden so bitter. Vor allem das Fehlen von Robert Lewandowski schmerzt, weil der FC Bayern mit Lewandowski mit Sicherheit eine Runde weiter gekommen wäre. Bei der Vielzahl an Chancen, gerade im Hinspiel, hätte Lewandowki alleine sicherlich drei Tore erzielt. Außerdem waren einige weitere ausgefallene Spieler nicht zu ersetzen, auf der Bank war kaum etwas zum Nachlegen. Ein wirbelnder Serge Gnabry und vor allem ein Leon Goretzka mit seiner Dynamik hätten dem Spiel des FC Bayern sicherlich gut getan und noch mehr Impulse gegeben.

Von den letzten 21 Champions League-Spielen hat der FC Bayern nur eine Partie verloren und das war ausgerechnet dieses so unglückliche 2:3 im Hinspiel des Viertelfinals gegen PSG. Die Hypothek von drei Gegentoren im Hinspiel war einfach zu groß. Aber das war eigentlich schon vor dem Rückspiel klar, obwohl nicht viel zum Wunder von Paris fehlte. Immerhin ist der FC Bayern seit 18 Auswärtsspielen in Folge in der Champions League ungeschlagen (Rekord). Eine starke Serie, aber natürlich kein Trost.

Jerome Boateng zeigte in Paris eine Weltklasseleistung. So einen Mann darf man nach dieser Saison nicht abgeben. Boateng sollte auf jeden Fall gehalten werden. Auch Boateng ist es zu verdanken, dass der FC Bayern im Rückspiel gegen die Weltklasse-Offensive von PSG ohne Gegentor blieb. Man kann nur hoffen, dass da noch ein Umdenken in der Personalie Boateng erfolgt.

Zur Wahrheit des Rückspiels gehört aber auch eine unterirdische Schiedsrichterleistung und die schauspielerischen Künste von PSG, allen voran von Neymar. Gerade Neymar lag viel am Boden und der Schiedsrichter pfiff ständig pro Neymar. Aufgrund dieser ständigen Unterbrechungen und Zeitspielerei war es in der zweiten Halbzeit kaum möglich den Druck auf das Pariser Tor dauerhaft hoch zu halten.

Was bleibt dem FC Bayern in dieser Saison jetzt noch? Nur noch die Meisterschaft, in der noch sechs schwere Bundesligaspiele auf dem Programm stehen. Man kann jetzt wirklich nur hoffen, dass ein Lewandowski und ein Goretzka und auch ein Gnabry möglichst schnell wieder einsatzbereit sind, ansonsten könnte diese Saison noch ein unangenehmes Ende, auch in der Meisterschaft, nehmen. Fünf Punkte Vorsprung sind nicht viel, vor allem wenn man bedenkt, dass der FC Bayern am kommenden Samstag das sehr schwere Auswärtsspiel beim Tabellendritten VfL Wolfsburg hat. Da droht der Vorsprung weiter zu schmilzen.

Redakteur

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