FCB-Blog

Unseren Blog findet Ihr auch bei Blogger.Dieser Link bringt Euch direkt zu unserer Seite bei Blogger:

www.stern-des-suedens.blogspot.de 

                    

      

            


14. November 2019, 03:24

SERVUS ULI

Nach über 49 Jahren, fast fünf Jahrzehnten (mit einer kleinen Unterbrechung), müssen wir Servus sagen, denn Uli Hoeneß kandiert auf der Jahreshauptversammlung am 15.November 2019 nicht wieder für das Amt des Bayern-Präsidenten.
Wir sagen es aber nicht leise, sondern ganz laut. Denn die Leistungen, die Uli Hoeneß als Spieler, Manager und Präsident für den FC Bayern vollbrachte, sind einzigartig.
Der FC Bayern und jeder Bayern-Fan ist Uli Hoeneß zu großem Dank verpflichtet. Ohne Uli wäre der FC Bayern nie das geworden was er heute ist. Sowohl sportlich als auch finanziell.
Als Uli Hoeneß 1970 zum FC Bayern kam konnte wohl niemand ahnen, dass der Mann fast ein halbes Jahrhundert den Verein prägen würde.
Schon als Spieler war Uli Hoeneß schnell einer der Topstars und Leistungsträger des FC Bayern und Mitglied der legendären 70er-Mannschaft, die dreimal in Folge den Europapokal der Landesmeister gewann.
Am 15.August 1970, am ersten Spieltag der Saison 1970/71 bestritt Uli Hoeneß im Bundesligaspiel beim VfB Stuttgart sein erstes Pflichtspiel für den FC Bayern. Es war der Auftakt in eine einzigartige Karriere.
Der pfeilschnelle Uli Hoeneß, er lief die 100 Meter in 11,0 Sekunden, war schnell Stammspieler und hatte maßgeblichen Anteil an den folgenden Erfolgen des FC Bayern. Eines seiner größten Spiele war sicherlich das Wiederholungsspiel im Finale im Europapokal der Landesmeister 1974 gegen Atletico Madrid, als ihm zwei Treffer gelangen.
Als Spieler gewann er mit dem FC Bayern dreimal den Europapokal der Landesmeister, einmal den Weltpokal, wurde dreimal Deutscher Meister und einmal DFB-Pokalsieger.
Zudem wurde er mit der deutschen Fußball-Nationalmannschaft Weltmeister und Europameister.
In der Saison 1978/79 wurde Uli Hoeneß kurzfristig an den 1.FC Nürnberg ausgeliehen. Nach seiner Rückkehr mußte Uli mit nur 27 Jahren seine Spielerkarriere wegen einer Verletzung beenden.
Bereits am 1.Mai 1979 begann die zweite Karriere des Uli Hoeneß. Er wurde mit erst 27 Jahren Manager des FC Bayern, der jüngste Manager in der Geschichte der Bundesliga.
Als Uli Hoeneß den Managerposten beim FC Bayern übernahm, machte der Verein lediglich 12 Millionen DM Umsatz und hatte sogar 7 Millionen DM Schulden.
Es gab viel zu tun und Uli packte an.
Nachdem es die letzten Jahre sportlich nicht mehr so gut lief, wurde der FC Bayern gleich im ersten Jahr mit Uli Hoeneß als Manager Deutscher Meister.
Uli führte das professionelle Merchandising beim FC Bayern ein was sich als wahre Goldgrube erwies. Mittlerweile steuert der Umsatz des FC Bayern auf die 800 Millionen Euro zu.
Auch der 2001 gestartete Bau der Allianz Arena, die 2005 fertig gestellt wurde, ist der Verdienst in erster Linie von Uli Hoeneß. Die Allianz Arena, die dem FC Bayern schon lange alleine gehört ist mittlerweile komplett ab bezahlt, war bisher fast immer ausverkauft und ist eine weitere wichtige Einnahmequelle.
Dank Uli Hoeneß wurde der Verein sportlich und finanziell wieder gesund und zu einem der erfolgreichsten und wirtschaftlich stärksten Vereine auf der Welt. Und das nicht durch irgendwelche Mäzen, Scheichs oder Oligarchen, sondern durch gutes und bedachtes wirtschaften. Uli machte aus dem FC Bayern eine Weltmarke.
Ende November 2009 beendete Uli Hoeneß seine Managertätigkeit nach über 30 Jahren beim FC Bayern und wurde mit fast 100% der Stimmen zum Präsident des FC Bayern gewählt. Ebenfalls mit über 97% der Stimmen wurde er 2012 im Amt bestätigt.
Leider kam dann die Steuergeschichte dazwischen, weswegen Uli Hoeneß Anfang Mai 2014 als Präsident des FC Bayern zurücktrat und nur wenig später eine Haftstrafe antrat.
Ende Februar 2016 wurde Uli Hoeneß dann aber vorzeitig (auf Bewährung) aus der Haft entlassen und wurde Ende November 2016 mit über 98% der Stimmen erneut zum Präsident des FC Bayern gewählt.
Während seiner Zeit als Manager gewann der FC Bayern je einmal die Champions League, den Weltpokal und den UEFA-Pokal, wurde der FC Bayern 16 mal Deutscher Meister, neun mal DFB-Pokalsieger, gewann zweimal den DFB-Supercup und sechs mal den DFL-Ligapokal.
Während seiner Präsidentschaft gewann der FC Bayern je einmal die Champions League, den UEFA-Supercup und die FIFA-Klub-Weltmeisterschaft, wurde der FC Bayern fünf mal Deutscher Meister und gewann der FC Bayern je dreimal den DFB-Pokal und den DFL-Supercup.
Zusammengezählt gewann Uli Hoeneß als Spieler, Manager und Präsident mit dem FC Bayern sage und schreibe 58 offizielle Titel. Eine beeindruckende Zahl.
Nicht nur als Sportler und Funktionär war und ist Uli Hoeneß ein ganz Großer, sondern auch als Mensch.
Uli hat eine sehr ausgeprägte soziale Ader und hilft wo er nur kann. Dank Uli wurden schon vielen in finanziellen Schwierigkeiten geratenen Vereinen geholfen, z.B. durch Freundschaftspiele. Legendär ist das "Retterspiel" beim FC St.Pauli.
Auch im Rahmen des FC Bayern Hilfe e.V. wurde schon vielen in Not geratenen Menschen geholfen oder als großzügiger privater Spender half Uli Hoeneß ebenfalls der Gesellschaft.
Sowohl aktuellen, als auch ehemaligen Spielern des FC Bayern, denen es aus verschiedenen Gründen nicht gut ging, fanden bei Uli Hoeneß immer eine offene Tür und konnten zum Teil eine zeitlang sogar im Hause Hoeneß wohnen.
Uli half wo er kann und ließ ehemalige Spieler oder Mitarbeiter nicht im Stich. Ein großer Mensch. Uli machte aus dem FC Bayern eine große Familie und prägt das Mia san mia wie kein anderer.
Im Februar 1982 überlebte Uli Hoeneß als einziger Insasse einen Flugzeugabsturz. Uli war schon immer unverwüstlich und ein Kämpfer.
Uli verteidigte den FC Bayern wo immer er es konnte, so wie eine Mutter ihr Kind verteidigt oder ihr Baby beschützt. Der FC Bayern ist das Baby, das Lebenswerk, von Uli Hoeneß. Legendär sind seine Zweikämpfe, noch als Manager des FC Bayern, mit Christoph Daum und Willi Lemke.
Am 15.August 1970 bestritt Uli Hoeneß als junger Spieler des FC Bayern sein erstes Pflichtspiel für den Verein, den er in den folgenden Jahrzehnten maßgeblich prägen sollte. Am 9.November 2019 gewann der FC Bayern in einem grandiosen Spiel mit 4:0 gegen Borussia Dortmund. Es war das letzte Spiel von Uli Hoeneß als Präsident des FC Bayern. Einen würdigeren und besseren Schlußpunkt hätte es für Uli Hoeneß beim FC Bayern nicht geben können.
Es bleibt aber zu hoffen, dass Uli, auch wenn er in keiner führenden Position beim FC Bayern mehr ist, dem Verein aber weiter zur Seite steht. Ein FC Bayern ohne Uli Hoeneß ist einfach nicht vorstellbar.
Ganz aus der Welt ist Uli aber eh nicht. Denn auch nach dem 15.November 2019 wird Uli wohl zumindest (vorerst) im Aufsichtsrat des FC Bayern bleiben.
Uli kann jetzt seinen Ruhestand genießen und voller Stolz auf die letzten fast fünf Jahrzehnte zurück blicken. Er übergibt den FC Bayern in tadellosem Zustand, sowohl sportlich als auch finanziell.
Dass was der FC Bayern heute ist und dass was der FC Bayern in den letzten fast 50 Jahren erreicht hatte wird immer maßgeblich mit einem Namen in Verbindung stehen: ULI HOENEß!

Alles Gute und vor allem viel Gesundheit sei Uli gewünscht und wir sagen abschließend einfach nur DANKE für alles was Uli für den FC Bayern geleistet hatte,

Servus Uli

Redakteur

Kommentare (0)

Kommentieren


11. November 2019, 10:26

Bayern-Gala im German Clasico

What a game! Ein besseres Geschenk hätte die Mannschaft Uli Hoeneß in seinem letzten Spiel als Bayern-Präsident nicht machen können.
Es war eine Gala erster Klasse, die der FC Bayern im Prestigeduell gegen Borussia Dortmund ablieferte und das über die kompletten 90 Minuten.
Mit 4:0 fertigte der FC Bayern den BVB ab und war in allen Belangen die bessere Mannschaft. Es ist kaum zu glauben, wo die Mannschaft plötzlich diese Leistung her nahm, wenn man nur eine Woche zurück geht und das Spiel in Frankfurt, dieses 1:5-Desaster, als Vergleich heran zieht.
Schon im Champions League-Spiel gegen Olympiakos Piräus unter der Woche war schon eine deutliche Leistungssteigerung zu sehen, vor allem in der Defensive.
Der neue Trainer Hansi Flick, der jetzt wohl bis auf weiteres erstmal Bayern-Trainer bleiben wird, hat es scheinbar geschafft, die zuletzt wackelige Defensive trotz großer Verletzungssorgen im Defensivbereich zu stabilisieren. Das war auch von Nöten, denn der FC Bayern kassierte diese Saison bislang deutlich zu viele Gegentore.
Nach der guten Leistung in der Champions League gegen Olympiakos Piräus schickte Hansi Flick die gleiche Startelf auch gegen Borussia Dortmund aufs Feld. Er nahm also keine Wechsel vor. David Alaba spielte wieder in der Innenverteidigung, Alphonso Davies in der Defensive und Joshua Kimmich im Mittelfeld. Für Thiago und Philippe Coutinho blieb also erneut nur der Platz auf der Bank, beide wurden aber noch im Verlauf der zweiten Halbzeit eingewechselt.
Verzichten mußte der FC Bayern weiterhin auf die verletzten Niklas Süle, Lucas Hernandez und Fiete Arp, sowie den gesperrten Jerome Boateng.
Bei den Dortmundern standen mit Mario Götze und Mats Hummels zwei Ex-Bayern-Spieler in der Anfangsformation.
Nach anfänglichen leichtem Abtasten übernahm der FC Bayern schnell das Kommando in dem Spiel und ließ Ball und Gegner laufen.
Und natürlich war es Robert Lewandowski, der dann den FC Bayern in Führung brachte. Der FC Bayern hatte alles alles Griff, aber das zweite Tor wollte (noch) nicht fallen, weil Kingsley Coman, Serge Gnabry und Lewandowski weitere Möglichkeiten nicht nutzen konnten.
Von den Dortmundern war offensiv nichts zu sehen. Erst kurz vor der Pause flog mal ein Ball halbwegs gefährlich in Richtung des Bayern-Tores, aber keine wirkliche Gefahr. So ging es mit einer absolut verdienten 1:0-Führung für den FC Bayern in die Halbzeit. Das beste für die Dortmunder war noch, dass es nur ein Tor Rückstand war.
Aber auch das erledigte sich dann kurz nach Wiederanpfiff. Nur wenige Minuten nach dem Wechsel war es Serge Gnabry, der auf 2:0 für den FC Bayern erhöhte. Ansonsten weiterhin ein unverändertes Bild. Der FC Bayern war hoch überlegen und drückte die Dortmunder hinten rein, die das Bayern-Tor überhaupt nicht gefährden konnten, weil sie in der Defensive nur gefordert waren.
Der FC Bayern spielte sich schon fast in einen Rausch und kam dem dritten Tor sehr nahe, aber Gnabry und Lewandowski brachten den Ball (noch) kein weiteres mal im Dortmunder Tor unter.
Von den Dortmundern kam offensiv weiter nichts, bis auf eine Ausnahme. Der eingewechselte Alcacer hatte plötzlich wie aus dem Nichts die dicke Gelegenheit für die Dortmunder auf den Anschlußtreffer, vergab aber.
Ansonsten lief das Spiel aber weiterhin nur in eine Richtung, in Richtung des Dortmunder Tores. Und dann klingelte es zum dritten mal. Robert Lewandowski, der Spieler des Spiels, erzielte seinen zweiten Treffer und markierte das 3:0 für den FC Bayern. Das war dann die endgültige Entscheidung. Doch damit noch nicht genug. Nur ein paar Minuten später bugsierte der ehemalige Bayern-Spieler Mats Hummels den Ball ins eigene Tor zum 4:0 für den FC Bayern.
Dabei blieb es dann. Mit dem 4:0 waren die Dortmunder am Ende sogar noch bestens bedient.
Es war eine insgesamt überragende Mannschaftsleistung des FC Bayern. Dennoch stachen da noch zwei Spieler heraus. Zum einen einmal mehr Robert Lewandowski, sicher Mann des Spiels, mit seinen zwei Treffern, aber auch ansonsten einer bärenstarken Leistung. Und zum anderen Alphonso Davies, der auf der defensive Außenbahn eine Weltklasseleistung ablieferte.
Defensiv ließ der FC Bayern kaum was zu. Manuel Neuer im Bayern-Tor erlebte ein ruhiges Spiel.
Nach dem Debakel von Frankfurt und der Trennung von Niko Kovac ist nach den letzten beiden Spielen unter Hansi Flick eine deutliche Leistungssteigerung zu sehen, vor allem steht die Abwehr wieder deutlich stabiler. Recht viele Tore hatte der FC Bayern unter Kovac ja auch schon erzielt.
Aber auf das 4:0 gegen Borussia Dortmund darf man sich nicht ausruhen. Genau da und mit so einer Leistung müssen auch die nächsten Spiele bestritten werden, auch wenn der Gegner nicht Borussia Dortmund heißt und vielleicht ein vermeintlich "Kleiner" ist.
Nach der Gala in Tottenham vor einigen Wochen kam dann ja ein unerklärlicher Leistungsabfall. Das gilt es diesmal zu verhindern. Denn mit Blick auf die Tabelle darf sich der FC Bayern in der Hinrunde, in der es noch einige unangenehme Spiele geben wird, eigentlich nichts mehr erlauben.
Aktuell liegt der FC Bayern in der Bundesligatabelle auf dem dritten Platz mit vier Punkten Rückstand auf Tabellenführer Borussia Mönchengladbach. Und im Verlauf der Hinrunde muß der FC Bayern u.a. noch in Mönchengladbach antreten.
Jetzt ist erstmal Länderspielpause. Nach der letzten Länderspielpause im Kalenderjahr 2019 geht es für den FC Bayern wieder mit einer unangenehmen Auswärtsaufgabe weiter. Am Samstag, den 23.November 2019, muß der FC Bayern bei Fortuna Düsseldorf antreten. Schon da sollte der FC Bayern die Leistung aus dem Spiel gegen Borussia Dortmund bestätigen, wenn man erfolgreich sein will. Die Messlatte liegt mal wieder sehr hoch.
Voraussichtlich emotional wird es aber wohl bereits am kommenden Freitag, den 15.November 2019. Dann steht die diesjährige Jahreshauptversammlung des FC Bayern in der Münchener Olympiahalle an. Es wird dann der letzte Tag von Uli Hoeneß als Präsident des FC Bayern. Uli Hoeneß stellt sich nicht zur Wiederwahl für das Amt des Bayern-Präsident. Es wird dann ein neuer Präsident gewählt.
Aber mit der 4:0-Gala gegen Borussia Dortmund bereitete die Mannschaft dem scheidenden Bayern-Präsident Uli Hoeneß sicherlich ein schönes Abschiedsgeschenk.

Redakteur

Kommentare (0)

Kommentieren


07. November 2019, 14:51

Souveräner Sieg bei Flick-Debüt

Der FC Bayern steht bereits nach dem vierten Spieltag vorzeitig im Achtelfinale der Champions League!
Gegen Olympiakos Piräus kam der FC Bayern nach einer überzeugenden Vorstellung zu einem ungefährdeten und souveränen 2:0-Erfolg.
Im ersten Spiel nach der Trennung von Niko Kovac nahm Hansi Flick in seinen ersten Spiel als hauptverantwortlicher Trainer kleine personelle Veränderungen vor. Für Jerome Boateng begann Javier Martinez in der Innenverteidigung und Leon Goretzka begann im Mittelfeld. Für u.a. Thiago und Philippe Coutinho blieb nur die Bank und das völlig zu Recht. Die Leistungen der beiden in den letzten Spielen war unterirdisch, deshalb die logische Konsequenz. Thiago kam gar nicht zum Einsatz und Coutinho wurde erst kurz vor Schluß eingewechselt.
Weiter verzichten mußte der FC Bayern auf die verletzten Niklas Süle, Lucas Hernandez und Fiete Arp.
Der FC Bayern war von Beginn an die klar Spiel bestimmende Mannschaft und trat dominant auf. Allerdings war es schwer sich gute Gelegenheiten heraus zu spielen gegen einen Gegner, der nur den eigenen Strafraum verteidigte.
Leon Goretzka hatte die ersten Torannäherungen auf Seiten des FC Bayern. Dann eine kleine Schrecksekunde, als Randeljovic für Piräus eine Gelegenheit hatte, aber zu ungenau zielte. Es sollte die einzige nennenswerte Gelegenheit für Piräus in der gesamten Partie bleiben.
Ansonsten hatte der FC Bayern alles im Griff und näherte sich der Führung immer mehr. Robert Lewandowski, Kingsley Coman und Thomas Müller vergaben aber Gelegenheiten und schließlich traf Benjamin Pavard nur den Pfosten. So ging es torlos in die Pause, trotz drückender Überlegenheit des FC Bayern.
Nach dem Wechsel nahm die Überlegenheit des FC Bayern weiter zu, es fehlte aber weiterhin das Tor. Leon Goretzka, Robert Lewandowski, Serge Gnabry und Kingsley Coman ließen ihre Tormöglichkeiten ungenutzt.
Doch dann war es endlich soweit. Robert Lewandowski traf zum längst überfälligen 1:0 für den FC Bayern. Kurz darauf hätte Coman den Sack bereits zumachen können, vergab aber.
Das blieb schließlich dem eingewechselten Ivan Perisic vorbehalten, der kurz vor Schluß noch zum 2:0 für den FC Bayern traf. Dabei blieb es dann.
Der FC Bayern gewann die Partie gegen Olympiakos Piräus hoch verdient mit 2:0 und steht im Achtelfinale der Champions League. Es war sicher noch nicht alles wieder Gold, das glänzte, aber der FC Bayern zeigte eine souveräne, konzentrierte und dominante Vorstellung und was ganz wichtig war. Hinten ließ der FC Bayern kaum was zu und beendete endlich mal wieder ein Spiel ohne Gegentreffer.
Gruppensieger ist der FC Bayern zwar noch nicht, aber das Achtelfinale ist sicher und man kann sich jetzt erstmal auf die wichtigen und schweren kommenden Spiele in der Bundesliga konzentrieren.
Das nächste Spiel in der Champions League steht für den FC Bayern nach der Länderspielpause bei Roter Stern Belgrad auf dem Programm.
Im anderen Spiel der Bayern-Gruppe gewann Tottenham Hotspur klar mit 4:0 auswärts bei Roter Stern Belgrad. Die Tabelle führt der FC Bayern mit der Optimalausbeute von 12 Punkten nach vier Spielen an, fünf Punkte vor dem Tabellenzweiten Tottenham Hotspur.
Am kommenden Samstag steht dann der Kracher in der Bundesliga auf dem Programm. Dann empfängt der FC Bayern daheim in der Allianz Arena zum German Clasico Borussia Dortmund.
Die Dortmunder, die etwas aus der Spur geraten waren, sind wieder in guter Form. Das wird ein echter Gradmesser für den FC Bayern und den neuen Trainer Hansi Flick.
Es wird eine sehr schwere Aufgabe für den FC Bayern. Die größte Frage wird sein, ob die Abwehr jetzt stabil genug ist um gegen die schnellen Dortmunder zu bestehen. Gegen Piräus wurde die Bayern-Abwehr kaum geprüft. Das wird gegen Borussia Dortmund sicher anders sein.
Leider hat der FC Bayern in der Defensive einig Verletzungssorgen, allerdings gab es auch schon Gegentore, als alle Mann an Bord waren.
Auch für die Bundesliga-Tabelle ist das Spiel gegen Borussia Dortmund enorm wichtig. Der FC Bayern könnte nach dem Debakel in Frankfurt den Anschluß nach ganz oben verlieren. Nach der Blamage von Frankfurt muß jetzt eine Reaktion kommen.
Das Spiel gegen Piräus war ein guter Anfang, aber um das Desaster von Frankfurt halbwegs vergessen zu machen, sollte der FC Bayern am kommenden Samstag explodieren, im positiven Sinne.

Redakteur

Kommentare (0)

Kommentieren


04. November 2019, 11:54

1:5-Debakel in Frankfurt - Kovac weg

Es hat jetzt geknallt beim FC Bayern. Erst gab es ein 1:5-Debakel im Bundesliga-Auswärtsspiel bei Eintracht Frankfurt, der höchsten Niederlage des FC Bayern seit 2009, und einen Tag später trennten sich der FC Bayern und Trainer Niko Kovac, im gegenseitigem Einvernehmen, wie es hieß.
Die Trennung kam zwar nicht überraschend, ist aber unverständlich. Es ist noch gar nicht solange her, da war man die Größten nach der 7:2-Gala in der Champions League bei Tottenham.
Die folgenden Spiele liefen zwar etwas schwerfällig mit wenig Glanz, aber bis auf das 1:5 in Frankfurt stimmten zumindest weitestgehend die Ergebnisse.
Unmöglich ist auch wie vieles in Schutt und Asche geschrieben und geredet wurde. Beispiel das Pokalspiel in Bochum. Sicherlich war das keine berauschende Vorstellung, aber dennoch ein verdienter Sieg. Und bis auf wenige Ausnahmen taten sich die meisten Erstligisten gegen einen unterklassigen Gegner in der 2.Pokalrunde schwer, z.B. zitterten sich Eintracht Frankfurt und Hertha BSC auch ohne Glanz eine Runde weiter und der 1.FC Köln schied sogar gegen einen Viertligisten aus.
Selbstkritik von Spielern ist ja schön und gut, aber die sollen mal lieber anständige Leistungen bringen, dann braucht es auch keine "Selbstkritik".
Die Schuldigen an den letzten schwächeren Auftritten waren und sind ausschließlich die Spieler, nicht der Trainer.
Man kann sicher über Aufstellungen diskutieren, aber aufgrund der Verletzungsmisere, gerade in der Abwehr, wofür der Trainer auch nichts kann, mußte halt öfters umgestellt werden.
Die Leistungen gerade von Thiago und Coutinho in den letzten Spielen war eine bodenlose Frechheit, das grenzte schon an Arbeitsverweigerung.
Der Trainer ist immer das schwächste Glied, aber normalerweise müßten Spieler wie Thiago und Coutinho gehen. Der Verein sollte lieber mal gewissen Spielern drohen, dass sie sich einen neuen Verein suchen können, wenn sie nicht Leistung bringen, anstatt sich vom Trainer zu trennen.
Jerome Boateng wurde ein Vereinswechsel nahe gelegt, aber nach den längeren Ausfällen von Niklas Süle und Lucas Hernandez braucht man ihn plötzlich wieder. Und auf einmal soll Boateng wieder wie ein Weltmeister spielen?
Die Mannschaft ist im Vergleich zur letzten Saison deutlich schwächer. Franck Ribery, Arjen Robben und Mats Hummels, allesamt Führungsspieler gewesen, hatten den Verein verlassen. Hummels wurde ohne Not abgegeben. Jetzt wäre man froh, wenn man ihn noch hätte. Dafür spielt jetzt mit Pavard ein Spieler, der von einem Absteiger geholt wurde. Lucas Hernandez, derzeit verletzt, war auch vor seiner Verletzung noch nicht die erhoffte Verstärkung. Gnabry und Coman sind tolle Spieler, denen fehlt es aber noch an Konstanz und Erfahrung und Führungsspieler können sie noch nicht sein. Perisic kann einen Ribery oder Robben nicht im Ansatz vergessen machen und die Leistungen eines Coutinho waren bisher unterirdisch, noch kein gutes Spiel von ihm.
Gute Spieler brauchen keine lange Anlaufzeit und sind sofort eine Verstärkung. So war es bei Ribery und Robben, als die 2007, bzw. 2009, zum FC Bayern kamen. Davon ist Coutinho Lichtjahre entfernt.
Wer behauptet, dass Kovac beim FC Bayern gescheitert sei, der hat entweder persönlich was gegen Kovac oder keine Ahnung vom Fußball. Kovac gewann mit dem FC Bayern letzte Saison das Double und das ist das was bleibt. Vom Scheitern kann keine Rede sein.
Jetzt soll Hansi Flick erstmal die Mannschaft übernehmen. Eine völlig unverständliche Entscheidung. Flick war zuletzt ja auch mit dabei. Wenn der Trainer schon geht, dann sollte als Nachfolger ein unvorbelasteter Externer an Bord kommen und nicht jemand, der in der letzten Phase selbst mit dabei war.
Beim Spiel in Frankfurt lief auch alles gegen den FC Bayern, der sogar gut begann und durch Serge Gnabry die erste gute Gelegenheit hatte.
Etwas überraschend spielte David Alabs in der Innenverteidigung, Alphonso Davies wieder Außenverteidiger und Joshua Kimmich im Mittelfeld. Coutinho und Thomas Müller standen beide in der Startelf, dafür saß Kingsley Coman zunächst auf der Bank. Das ist schon alles diskutabel.
Aber nach nicht mal 10 Minuten sah Jerome Boateng wegen Notbremse die Rote Karte nach Videobeweis. Eine diskutable Entscheidung, denn ein Bayern-Spieler war noch in der Nähe. Von da an mußte der FC Bayern über 80 Minuten mit einem Mann weniger spielen, alle Vorhaben waren früh über den Haufen geworfen.
Bei Eintracht Frankfurt war fast jeder Schuß in der Folge drin. Kostic und Sow brachten die Frankfurter mit 2:0 in Führung. Dann hatte der FC Bayern aber eine starke Phase und kam durch Robert Lewandowski zum Anschlußtreffer und war in der Folge dem Ausgleich sogar Nahe.
Die zweite Halbzeit begann schlecht. Abraham traf für Eintracht Frankfurt. erneut Lewandowski hatte die große Chance zum erneuten Anschlußtreffer, vergab aber und fast in Gegenzug kassierte der FC Bayern durch Hinteregger das 1:4. Da war das Spiel gelaufen. In der Folge ging es nur noch um Schadensbegrenzung. Dennoch kassierte der FC Bayern durch Paciencia kurz vor Schluß noch das 1:5.
Es hatte den Anschein, als ob sich nur noch Manuel Neuer und Lewandowski gegen das Debakel gewehrt hätten, aber zwei Spieler sind halt zu wenig.
Unter Hansi Flick soll es jetzt wieder besser laufen? Fragt sich nur wie. Jerome Boateng wird nach seiner Roten Karte in Frankfurt sicherlich in der Bundesliga erstmal gesperrt sein. Das ist dann der dritte Defensivspieler der ausfällt. Dann müßte entweder Javier Martinez in die Innenverteidigung oder man gibt einfach mal Lukas Mai eine Chance. Schlechter als die anderen es in den letzten Wochen defensiv gemacht hatten, wird es auch Mai nicht machen.
Auf jedem Fall droht dem FC Bayern eine schwere Saison. Der achte Meistertitel in Folge ist in weiter Ferne.
Auch wenn die Bundesligatabelle immer noch recht eng bei einander ist, rutschte der FC Bayern nach der Klatsche in Frankfurt auf den vierten Platz ab und hat bereits vier Punkte Rückstand auf Tabellenführer Borussia Mönchengladbach. Und das Restprogramm in der Bundesliga bis zur Winterpause verheißt nichts Gutes. Noch viele schwere Spiele stehen auf dem Programm. Am kommenden Samstag muß der FC Bayern im German Clasico gegen Borussia Dortmund antreten.
Aber auf jeden Fall haben die Spieler kein Alibi mehr und können sich nicht mehr hinter Niko Kovac verstecken.
Am kommenden Mittwoch geht es für den FC Bayern aber erstmal in der Champions Lrague weiter mit dem Heimspiel gegen Olympiakos Piräus. Da ist die gesamte Mannschaft gefordert und muß eine positive Reaktion zeigen. Spätestens jetzt gibt es keine Ausreden mehr. Die Spieler sind jetzt in der Pflicht.
Der nächste Gegner des FC Bayern im DFB-Pokal steht mittlerweile auch fest. Im Achtelfinale empfängt der FC Bayern daheim in der Allianz Arena die TSG Hoffenheim. Ein schwerer Gegner. Die Hoffenheimer haben aktuell einen Lauf und konnten erst kürzlich in München beim FC Bayern in der Bundesliga mit 2:1 gewinnen. Das Achtelfinale im DFB-Pokal wird aber erst Anfang Februar 2020 ausgetragen.

Redakteur

Kommentare (0)

Kommentieren


30. Oktober 2019, 10:41

Müller rettet das Achtelfinale

Das war ein hartes Stück Arbeit. Nach einem starken Schlußspurt gewann der FC Bayern beim Zweitligisten VfL Bochum verdient mit 2:1 und steht im Achtelfinale des DFB-Pokal.
Rotation war beim FC Bayern angesagt. Verletzt fehlten weiter Niklas Süle, Lucas Hernandez, Fiete Arp und Javier Martinez.
Robert Lewandowski, Philippe Coutinho, Thomas Müller und David Alaba saßen zunächst u.a. nur auf der Bank. Während Lewandowski, Coutinho und Müller noch ins Spiel kamen, blieb Alaba erneut ohne Einsatz. Wie schon gegen Union Berlin bekam Alphonso Davies den Vorzug.
Serge Gnabry (in der Sturmspitze), Corentin Tolisso und der Ex-Bochumer Leon Goretzka standen in der Startelf.
Die erste dicke Chance in der Begegnung hatte der VfL Bochum bereits nach einigen Sekunden, aber Zoller vergab. Kurz darauf versuchte es es noch Blum für die Bochumer.
Der VfL legte forsch los, aber das war es eigentlich schon fast mit den Angriffsbemühungen der Bochumer, die sich ansonsten an den eigenen Strafraum zurück zogen, verteidigten und auf Konter hofften.
Der FC Bayern übernahm in der Folge die Spielkontrolle und war die überlegene Mannschaft. Schließlich kam der FC Bayern auch zu Möglichkeiten, aber Kingsley Coman, Tolisso, Ivan Perisic, Serge Gnabry und schließlich Alphonso Davies vergaben.
Wie aus heiterem Himmel oder dem berühmten Nichts gingen die Bochumer dann in Führung. Bei einem der wenigen Bochumer Angriffe drosch Blum den Ball vor das Bayern-Tor und Davies stolperte den Ball ins eigene Netz. Die völlig überraschende Führung für den VfL Bochum.
Der Gegentreffer wirkte aber. Der FC Bayern fand in der Folge nicht mehr richtig zurück in die Partie und so ging es mit einem 0:1-Rückstand in die Halbzeit.
Mit Beginn der zweiten Halbzeit kam dann Robert Lewandowski in die Partie, später dann auch noch Coutinho und Thomas Müller. Der FC Bayern tat sich aber in der zweiten Halbzeit lange schwer sich Torgelegenheiten heraus zu arbeiten. Die Bochumer verteidigten und der FC Bayern lief an. Es fehlte aber lange an Ideen, Genauigkeit und Durchschlagskraft.
Von den Bochumern war offensiv in der zweiten Halbzeit fast nichts nennenswertes mehr zu sehen. Lewandowski hatte dann eine gute Gelegenheit zum Ausgleich. Der Druck des FC Bayern nahm nun endlich zu. Die Bochumer wurden phasenweise an den eigenen Strafraum gedrängt. Schließlich erlöste Serge Gnabry den FC Bayern und traf zum hochverdienten Ausgleich. Es war der Auftakt in eine fulminante Schlußphase, in der der FC Bayern mit Macht auf den Siegtreffer drückte. Erneut Serge Gnabry und Coutinho vergaben aber die Führung.
Dann sah der Bochumer Kotchap die Rote Karte, weil er mit der Hand rettete. Die kurze Überzahl nutzte der FC Bayern dann aus. Nur kurz darauf besorgte Thomas Müller den Siegtreffer für den FC Bayern.
Sicherlich ist es immer etwas glücklich, wenn man kurz vor Schluß den Siegtreffer erzielt und sicherlich hatte der FC Bayern nicht sein bestes Spiel gezeigt, aber aufgrund des Spielverlaufes und der Tormöglichkeiten war der Sieg des FC Bayern am Ende absolut verdient. Da kann es keine zwei Meinungen geben.
Der FC Bayern tat sich zwar lange schwer, aber bis auf die Anfangsphase waren die Bochumer fast nur am Verteidigen und offensiv war von den Bochumer, vor allem in der zweiten Halbzeit, so gut wie nichts zu sehen.
Zudem war der FC Bayern nicht der einzige Verein, der sich in der 2.Hauptrunde des DFB-Pokal gegen einen unterklassigen Gegner schwer tat. Einige Erstligisten hatten große Mühe in die nächste Runde zu kommen. Der 1.FC Köln schied sogar bei einem Viertligisten sensationell aus.
Desweiteren kann man an dieser Stelle mal an die letzte Saison erinnern, als der FC Bayern am Ende den DFB-Pokal gewann. In den ersten beiden Runden gewann der FC Bayern lediglich mit nur einem Tor Unterschied jeweils gegen Regionallisten, also Teams aus der vierten Liga. Und das 5:4 daheim gegen den Zweitligisten 1.FC Heidenheim dürfte auch noch in Erinnerung sein.
Im Pokal ist es wichtig die nächste Runde zu erreichen. Das Wie ist höchstens nebensächlich. Außerdem muß man klar sagen, solange man ein Spiel gewinnt, ist alles gut. Meckern kann man, wenn man nicht gewinnt oder sogar verliert.
Auf jeden Fall darf man die Leistung des FC Bayern in Bochum nicht schlechter machen als sie war. Natürlich war das nicht das beste Spiel des FC Bayern, aber man war fast das gesamte Spiel die klar überlegene und bessere Mannschaft, hatte einige Möglichkeiten und gewann das Spiel spät, aber verdient. Für den VfL Bochum war das wohl das Spiel des Jahres, die hatten alles raus gehauen und gekämpft und es ist nicht leicht gegen Mannschaften zu spielen, die fast nur am Verteidigen sind und den eigenen Strafraum verbarrikadieren. Da muß man erstmal die Lücke finden.
Wenn ein Team gegen den FC Bayern spielt, gerade im DFB-Pokal, dann ist es völlig wurscht wie die Ergebnisse oder der bisherige Saisonverlauf des Teams war. Gerade gegen den FC Bayern sind die Teams zu 100% motiviert und kämpfen meistens bis zum Umfallen.
Auf wen der FC Bayern im Achtelfinale des DFB-Pokal treffen wird, das wird die Auslosung zeigen, die am kommenden Sonntag stattfindet.
Das Achtelfinale im DFB-Pokal wird erst im Februar 2020 ausgetragen.
Für den FC Bayern geht es am kommenden Samstag in der Bundesliga mit einem echten Spitzenspiel und Kracher weiter. Dann muß der FC Bayern auswärts bei Eintracht Frankfurt antreten. Die heimstarken Frankfurter werden ein echter Prüfstein für den FC Bayern. Da kommt auf die derzeit etwas labile Bayern-Abwehr Schwerstarbeit zu. Das wird eine ganz schwere Aufgabe. Im Vergleich zum Pokalspiel beim VfL Bochum muß der FC Bayern sich natürlich steigern, wenn er in Frankfurt bestehen will.

Redakteur

Kommentare (0)

Kommentieren


28. Oktober 2019, 18:50

Heimsieg gegen Union

Nach zwei sieglosen Spielen in der Bundesliga kam der FC Bayern mal wieder zu drei Punkten. In der heimischen Allianz Arena gab es einen hochverdienten, aber viel zu knappen 2:1-Sieg gegen den 1.FC Union Berlin.
Großen Anteil am Sieg hatte auch Manuel Neuer im Bayern-Tor, der einen Strafstoß hielt.
Der FC Bayern mußte auf Niklas Süle, Lucas Hernandez und Javier Martinez wegen Verletzung verzichten. Serge Gnabry und David Alabs saßen u.a. nur auf der Bank. während Gnabry noch im Verlauf der zweiten Halbzeit eingewechselt wurde, kam Alaba nicht zum Einsatz.
Überraschend war, dass Kovac für die Viererkette hinten Alphonso Davies aus dem Hut zauberte.
Kingsley Coman, in Piräus noch 90 Minuten auf der Bank, stand ebenso in der Startelf wie Thomas Müller.
Der FC Bayern war von Anfang an klar Spiel bestimmend und drückend überlegen, tat sich aber zunächst schwer zu klaren Torchancen zu kommen gegen einen sehr tief stehenden Gegner aus Berlin. Dennoch gelang Benjamin Pavard schon recht früh die Führung für den FC Bayern. Union wich aber nicht von seiner Taktik ab und verteidigte weiter und der FC Bayern tat sich schwer zu Torchancen zu kommen.
Thomas Müller und Philippe Coutinho probierten es mal, aber keine große Gefahr. So ging es mit einem 1:0 für den FC Bayern in die Pause.
Auch nach dem Wechsel ein unverändertes Bild. Und wieder gelang dem FC Bayern ein recht frühes Tor. Robert Lewandowski traf zum 2:0 und stellte damit einen neuen Bundesligarekord auf. An den ersten neun Spieltagen hat Lewy nun in jedem Spiel mindestens einmal getroffen. Das gab es in der Bundesliga-Geschichte noch nie.
Union versuchte nun mitzuspielen, sie hatten ja nix mehr zu verlieren, und da gab es plötzlich wie aus dem Nichts Strafstoß für Union Berlin. Ivan Perisic bekam den Ball im Bayern-Strafraum an die Hand, aber dafür Strafstoß zu pfeifen war doch mehr als zweifelhaft. Nicht jeder Handkontakt mit dem Ball ist strafbar. Aber Manuel Neuer war auf dem Posten und parierte den Strafstoß von Andersson glänzend.
Der FC Bayern hatte jetzt mehr Platz und kam in der Folge zu einigen guten Möglichkeiten. Lewandowski, der eingewechselte Serge Gnabry und Thomas Müller vergaben aber die endgültige Entscheidung.
In der Schlußphase wurde es dann sogar noch turbulent. Erst traf Lewandowski zum vermeintlichen 3:0. Das Tor wurde aber wegen einer angeblichen vorherigen Abseitsstellung aberkannt nach Videobeweis. Wenn es überhaupt Abseits war, dann können es nur ein paar Zentimeter gewesen sein. Praktisch fast im Gegenzug gab es nach Foul von Pavard an Polter im Bayern-Strafraum erneut Strafstoß für Union. Das Foul war überflüssig, da keine große Gefahr herrschte. Polter verwandelte dann den Strafstoß für Union zum 2:1. Nochmal Spannung? Eigentlich undenkbar nach dem Spielverlauf. Der FC Bayern ließ dann auch nichts mehr anbrennen und vergab durch den eingewechselten Leon Goretzka und Lewandowski kurz vor Schluß noch das dritte Tor.
So blieb es am Ende beim hochverdienten und alles in allem ungefährdeten 2:1-Sieg für den FC Bayern.
Es war zwar wieder keine Gala des FC Bayern, aber eine konzentrierte Leistung. Hinten ließ der FC Bayern kaum was zu und vorne wurden einige gute Torchancen heraus gearbeitet. Vom Spielverlauf her fiel der Bayern-Sieg deutlich zu knapp aus.
In der Tabelle liegt der FC Bayern jetzt aktuell auf dem zweiten Platz, weiter ein Punkt hinter Tabellenführer Borussia Mönchengladbach. Aber in der Tabelle sind viele Mannschaften immer noch eng zusammen.
Die Englischen Wochen gehen weiter. Bereits morgen am Dienstag ist der FC Bayern wieder gefordert. Dann muß der FC Bayern in der 2.Hauptrunde des DFB-Pokal beim Zweitligisten VfL Bochum antreten.

Redakteur

Kommentare (0)

Kommentieren


23. Oktober 2019, 16:33

Arbeitssieg in Griechenland

Der FC Bayern steuert dem Achtelfinale in der Champions League entgegen. Mit 3:2 gewann der FC Bayern auswärts bei Olympiakos Piräus und holte den dritten Sieg im dritten Spiel in der diesjährigen Champions League.
Allerdings tat sich der FC Bayern beim heimstarken Team aus Piräus über weite Strecken sehr schwer, hielt aber kämpferisch dagegen und verdiente sich so den Sieg.
Aber der Sieg wurde teuer, denn Lucas Hernandez mußte verletzt ausgewechselt werden und wird dem FC Bayern wohl länger fehlen.
Schon vor dem Spiel hatte der FC Bayern durch den Ausfall von Niklas Süle Probleme in der Abwehr. Dennoch saß Jerome Boateng zunächst nur auf der Bank. Boateng wurde dann in der zweiten Halbzeit für den verletzt ausgewechselten Hernandez eingewechselt.
90 Minuten auf der Bank saß überraschend Kingsley Coman, für ihn durfte Thomas Müller mal wieder von Beginn an ran.
Der FC Bayern dominierte die Partie, tat sich aber schwer zu Torchancen zu kommen. Philippe Coutinho hatte einen Abschluß. Dann wagte sich Piräus mal vor das Bayern-Tor und schon klingelte es. El-Arabi brachte Piräus aus dem Nichts überraschend in Führung. Danach schwomm kurzfristig die Bayern-Defensive. Lucas Hernandez fabrizierte fast ein Eigentor. Doch dann endlich mal der FC Bayern. Erst vergab Thomas Müller die dicke Chance zum Ausgleich, aber Robert Lewandowski stand mal wieder richtig und erzielte das wichtige 1:1.
Viel passierte bis zur Halbzeit nicht mehr. So blieb es beim 1:1 nach 45 Minuten.
Zu Beginn der zweiten Halbzeit, zu der beim FC Bayern Corentin Tolisso für den angeschlagenen Javier Martinez eingewechselt wurde, drückte Piräus plötzlich aufs Tempo und hatte in der Anfangsphase zwei ordentliche Gelegenheiten durch El-Arabi und Meriah.
Dann kam es ganz dick für den FC Bayern. Lucas Hernandez mußte verletzt ausgewechselt werden, für ihn kam Jerome Boateng in die Partie.
Doch dann, genau zum richtigen Zeitpunkt, ging der FC Bayern in Führung. Erneut traf Lewandowski. Als dann noch der eingewechselte Tolisso zum 3:1 für den FC Bayern traf, war den Griechen scheinbar der Zahn gezogen. Der FC Bayern kontrollierte wieder das Spiel. Aber nicht allzu lange. Denn Guilherme traf und brachte Piräus wieder heran. Natürlich wurde es dann in der Schlußphase noch mal hektisch und Piräus hatte durch Podence tatsächlich noch eine Gelegenheit, aber der FC Bayern schaukelte den Sieg am Ende über die Bühne.
Es war sicher keine Glanzleistung, aber bei einem heimstarken Team von Olympiakos Piräus muß man erstmal bestehen. Zum Vergleich, Tottenham mußte sich mit einem Unentschieden in Piräus begnügen.
Das einzige, dass zählt, sind die drei Punkte. Alles andere ist unwichtig. Aber natürlich wird der FC Bayern wieder in der unsäglichen Presselandschaft kritisiert. Was erwarten die Leute? Dass man zu Olympiakos fährt, die an die Wand spielt und wieder nach Hause fährt? So einfach ist das nicht. Andere können auch Fußball spielen. Aber am FC Bayern wird ja fast immer rum gemäkelt. In Augsburg zeigte der FC Bayern eine bessere Leistung als gegen Piräus, da wurde über das Ergebnis gemeckert. Gegen Piräus gewann der FC Bayern, da wird über die Leistung gemeckert.
Der FC Bayern kann sicherlich besser spielen, aber gerade in der Abwehr durch ständiges Umstellen wegen Verletzungen, kann man Probleme kriegen.
Inklusive Supercup hat der FC Bayern erst zwei Pflichtspiele in dieser Saison verloren. In der Champions League ist der FC Bayern voll auf Kurs und in der Bundesliga liegt man nur einen Punkt hinter dem Tabellenführer. Es ist also noch nichts passiert.
Klar ist aber auch, dass der FC Bayern zuletzt zu viele Gegentore bekam. Jetzt schon fünf Pflichtspiele am Stück mit jeweils zwei Gegentreffern. Das ist zuviel. Aber aufgrund von Verletzungen gibt es dafür eine Erklärung.
Und von Coutinho muß in den nächsten Wochen deutlich mehr kommen, sonst könnte er ein noch größerer Reinfall als James Rodriguez werden.
Durch den Sieg bei Olympiakos Piräus stellte der FC Bayern einen neuen Vereinsrekord auf. Es war das elfte Auswärtsspiel in der Champions League in Folge, das der FC Bayern nicht verlor.
Die Gruppe in der Champions League führt der FC Bayern nach dem dritten Spieltag souverän mit der Optimalausbeute von neun Punkten an vor Tottenham Hotspur, die im anderen Spiel der Bayern-Gruppe gegen Roter Stern Belgrad mit 5:0 gewannen, die vier Punkte auf dem Konto haben.
In der übernächsten Woche geht es dann für den FC Bayern in der Champions League weiter mit dem Rückspiel daheim in der Allianz Arena gegen Olympiakos Piräus.
Bis dahin sind aber noch ein paar weitere Spiele. Weiter gehts für den FC Bayern am kommenden Samstag mit einem Heimspiel in der Bundesliga gegen den 1.FC Union Berlin. Eine Premiere, denn dieses Spiel gab es in der Bundesliga bisher noch nie.
Dann geht es für den FC Bayern darum oben in der Tabelle dran zu bleiben. Allerdings muß man sich beim FC Bayern Gedanken machen wie man nach den wohl länger fristigen Ausfällen von Niklas Süle und Lucas Hernandez das Abwehrproblem löst. Es könnte eine neue Chance für Jerome Boateng geben.
Zudem ist Javier Martinez angeschlagen. Was Verletzungen anbelangt trifft es den FC Bayern in diesen Tagen knüppeldick.

Redakteur

Kommentare (0)

Kommentieren


21. Oktober 2019, 14:14

Verschenkter Sieg in Augsburg

Es war ein bitterer Nachmittag in Augsburg. Klar überlegen, geführt, viele Torchancen nicht genutzt, in der Nachspielzeit den Ausgleich kassiert und zu allem Überfluß hatte sich bereits in der Anfangsphase Niklas Süle schwer verletzt.
Beim FC Bayern waren nach Verletzung David Alaba und Leon Goretzka wieder im Kader, saßen beide zunächst aber auf der Bank, wurden beide aber im Verlauf des Spiels noch eingewechselt. Auch zunächst auf der Bank saß erneut Thomas Müller, kam aber noch spät für Coutinho, der wieder den Vorzug erhielt, in die Partie.
Das Spiel begann alles andere als gut. Der FC Bayern schien noch nicht ganz da zu sein. Schon nach wenigen Sekunden ging der FC Augsburg mit dem ersten Angriff durch Richter in Führung.
Der FC Bayern brauchte ein paar Minuten um sich von dem Rückschlag zu erholen, da passierte der nächste Schock. Niklas Süle verletzte sich schwer. Er zog sich einen Kreuzbandriss zu und wird dem FC Bayern wohl mehrere Monate fehlen. Ein herber Verlust. Für Süle kam dann David Alaba ins Spiel.
Der FC Bayern gab aber die richtige Antwort und erzielte kurz nach dem zweiten Schock durch Robert Lewandowski den Ausgleich. Fortan war der FC Bayern die drückend überlegene Mannschaft. Und der FC Bayern kam zu Gelegenheiten. Lewandowski und je zweimal Thiago und Serge Gnabry scheiterten aber. Auf der anderen Seiten versuchten es noch Niederlechner und Richter für Augsburg, konnten die Bayern-Abwehr aber nicht gefährden.
So ging es mit einem 1:1 in die Pause.
Nach dem Seitenwechsel nahm der Druck des FC Bayern weiter zu und wurde schnell belohnt. Nur wenige Minuten nach dem Wechsel brachte Serge Gnabry den FC Bayern verdient in Führung.
Der FC Bayern versuchte nachzulegen, aber vergab zum Teil beste Gelegenheiten. Zweimal Philippe Coutinho, der aber ansonsten ein schwaches Spiel ablieferte, Lewandowski, Kingsley Coman und zweimal Serge Gnabry verpassten die Entscheidung.
Von den Augsburgern kam offensiv gar nix mehr, während Coman die nächste Möglichkeit für den FC Bayern liegen ließ. In der Schlußphase wurde es dann aber plötzlich dramatisch.
Erst vergab aus heiterem Himmel plötzlich Max eine Gelegenheit für den FC Augsburg. Auf der anderen Seite vergab der eingewechselte Thomas Müller die Riesenchance zur Entscheidung und fast im Gegenzug ließ sich dann die Bayern-Abwehr überrumpeln und Finnbogason traf zum völlig überraschenden 2:2. Unfassbar!
Dabei blieb es dann. Der FC Bayern zeigte über weite Strecken eine gute Leistung, aber nutzte eine Vielzahl an hochkarätigen Torchancen nicht. Das wurde mit dem Gegentreffer in der Nachspielzeit bestraft.
Aber besonders bitter ist der Ausfall von Niklas Süle. Vielleicht ist das jetzt aber die Chance für Jerome Boateng. Man wird es sehen.
In der Bundesliga-Tabelle liegt der FC Bayern weiterhin auf dem dritten Platz und konnte den Rückstand auf Tabellenführer Borussia Mönchengladbach trotz des Unentschieden in Augsburg auf einen Punkt verkürzen. Allerdings ist die Tabelle immer noch unfassbar eng. Vom Ersten bis zum Neunten sind es gerade mal zwei Punkte.
Defensiv muß der FC Bayern sich auf jeden Fall steigern. In den letzten vier Pflichtspielen bekam der FC Bayern jeweils zwei Gegentore. Das ist zuviel. Da ist der längerfristige Ausfall von Niklas Süle, der größten Konstante in der Bayern-Abwehr, umso bitterer.
Für den FC Bayern geht es bereits morgen am Dienstag weiter. Dann muß der FC Bayern in der Champions League auswärts bei Olympiakos Piräus antreten. Dann geht es darum einen weiteren Schritt in Richtung Achtelfinale zu gehen und die gute Ausgangslage nach zwei Siegen in den ersten beiden Spielen zu verteidigen. Das wird aber gegen eine heimstarke Mannschaft aus Piräus wieder alles andere als eine einfache Aufgabe.

Redakteur

Kommentare (0)

Kommentieren


07. Oktober 2019, 10:58

Blamage gegen Hoffenheim

Das darf ja wohl nicht wahr sein. Nur wenige Tage nach der Gala in der Champions League in Tottenham blamierte sich der FC Bayern in der Bundesliga bis auf die Knochen und verlor daheim gegen die TSG Hoffenheim mit 1:2.
Scheinbar ist einigen Spielern das Tottenham-Spiel ein bißchen zu Kopf gestiegen. Jedenfalls schien es im Spiel gegen Hoffenheim deutlich an der Einstellung zu fehlen. Der FC Bayern fand zu keiner Zeit ins Spiel, erarbeitete sich wenig Torchancen und machte in der Defensive eklatante Fehler.
David Alaba und Lucas Hernandez fehlten wegen Verletzung und das machte sich in der Defensive deutlich bemerkbar.
Jedenfalls war das Spiel gegen die TSG Hoffenheim bisher die mit Abstand schlechteste Leistung in dieser Saison.
Neben Alaba und Hernandez fehlten, auch wegen Verletzung, weiterhin Leon Goretzka und Fiete Arp. Thiago stand wieder in der Startformation, Thomas Müller hingegen saß nur auf der Bank, wurde aber im Verlauf der zweiten Halbzeit noch eingewechselt.
Der FC Bayern tat sich von Beginn an schwer zu Tormöglichkeiten zu kommen. Dagegen hatten die Hoffenheimer schnell die erste dicke Möglichkeit durch Adamayan, der frei durch war, aber Jerome Boateng konnte gerade noch klären.
Vom FC Bayern kam herzlich wenig. Serge Gnabry und Corentin Tolisso hatten zwei ordentliche Gelegenheiten. Kurz vor der Pause hätte es eigentlich Strafstoß für den FC Bayern nach Foul an Robert Lewandowski geben müssen, aber der Pfiff blieb aus. Vielleicht wäre das Spiel anders gelaufen, wenn es Strafstoß für den FC Bayern gegeben hätte.
Der FC Bayern war auch nach der Pause zwar Feld überlegen, aber durch die dichte Abwehr der Hoffenheimer war kein Durchkommen. Ganz im Gegenteil. Vorne keine Durchschlagskraft und hinten wurde gepatzt. Adamayan nutzte dies und brachte Hoffenheim in Führung. Ivan Perisic und Thomas Müller kamen dann beim FC Bayern in die Partie, der den Druck dann etwas erhöhte und zu ein paar Gelegenheiten kam. Aber sowohl Philippe Coutinho, als auch Serge Gnabry und Robert Lewandowski brachten den Ball nicht ins Tor. Doch dann konnte man endlich jubeln. Lewandowski gelang doch noch sein Tor und traf zum Ausgleich.
Wer jetzt aber dachte, dass der FC Bayern die Hoffenheimer dann doch noch in die Knie zwingen würde, sah sich schwer getäuscht. Ganz im Gegenteil. Nur kurz nach dem Ausgleich brachte erneut Adamayan die Hoffenheimer bei einem ihrer wenigen Vorstöße erneut in Front. Darauf fand der FC Bayern dann keine Antwort mehr. Zwar hatten Thomas Müller, Niklas Süle und Serge Gnabry noch Gelegenheiten, aber an diesem Tag sollte es einfach nicht sein.
Am Ende verlor der FC Bayern mit 1:2 und mußte zudem an diesem Spieltag wieder die Tabellenführung abgeben.
Zudem rissen gleich mehrere Serien. Es war der erste Sieg der TSG Hoffenheim beim FC Bayern überhaupt. Es war die erste Heimniederlage des FC Bayern in der Bundesliga seit ca. einem Jahr (damals 0:3 gegen Borussia Mönchengladbach). Es war die erste Bundesliga-Niederlage in dieser Saison und es war die erste Bundesliga-Niederlage des FC Bayern nach 20 Bundesligaspielen ohne Niederlage (zuletzt verlor der FC Bayern in der Bundesliga letzte Saison mit 1:3 in Leverkusen).
Nach so einer blamablen Vorstellung darf man nicht zur Tagesordnung übergehen. Es kann nicht sein, dass man 7:2 in Tottenham gewinnt und nur ein paar Tage später gegen Hoffenheim verliert. Eine Mannschaft wie die TSG Hoffenheim muß der FC Bayern schlagen und das deutlich. Da muß aber gewaltig an der Einstellung gearbeitet werden. Denn eines ist klar. Wenn der FC Bayern Normalform bringt, dann hat eine Mannschaft wie die TSG Hoffenheim keine Chance, wie jede Mannschaft in der Bundesliga. Die Einstellung und die Leistung des FC Bayern entscheidet in der Bundesliga über Sieg und Niederlage.
Durch die Niederlage rutschte der FC Bayern in der Bundesliga-Tabelle auf den dritten Platz ab und hat aktuell zwei Punkte Rückstand auf den neuen Tabellenführer Borussia Mönchengladbach.
Jetzt ist erstmal Länderspielpause. Nach der Länderspielpause muß der FC Bayern am Samstag, den 19.Oktober 2019, zum bayerischen Derby beim FC Augsburg antreten. Wieder so ein unbequemer und kampfstarker Gegner. Da muß der FC Bayern eine andere Einstellung an den Tag legen und eine Reaktion zeigen. Ansonsten könnten die selben Probleme drohen, die der FC Bayern letztes Jahr im Herbst hatte, als plötzlich die Ergebnisse nicht mehr so waren, wie man sich das vorstellt.

Redakteur

Kommentare (0)

Kommentieren


02. Oktober 2019, 15:15

Gnabry schießt Tottenham ab

Unfassbar! Was war das für ein Spiel? Der FC Bayern zerlegte den Vorjahresfinalisten Tottenham Hotspur am 2.Spieltag der Champions League-Gruppenphase in seine Einzelteile. Mit 7:2, in Worten sieben zu zwei, gewann der FC Bayern bei den Spurs und machte dadurch nicht nur einen großen Schritt in Richtung Achtelfinale, sondern setzte ein dickes Ausrufezeichen.
Die Mannschaft des FC Bayern zeigte wozu das Team in der Lage ist, wenn es drauf an kommt.
Beim FC Bayern fehlten Fiete Arp, Leon Goretzka und Lucas Hernandez verletzt. Dafür stand David Alaba wieder in der Startelf und auch Ivan Perisic war wieder fit, saß zunächst aber nur auf der Bank. Perisic wurde aber im Verlauf der zweiten Halbzeit noch eingewechselt. Auch nur auf der Bank saßen Thiago und Thomas Müller. Während Thiago mit Beginn der zweiten Halbzeit für den erneut angeschlagenen David Alaba ins Spiel kam, blieb Müller ohne Einsatz.
Die erste Hälfte gestaltete sich noch recht ausgeglichen mit einem leichten Chancenplus sogar für die Spurs. Serge Gnabry hatte aber zunächst die erste Gelegenheit für den FC Bayern, auf der anderen Seite vergab Son für Tottenham. Ein paar Minuten später geriet der FC Bayern aber in Rückstand. Son machte es besser als zuvor und brachte Tottenham in Front. Die Antwort des FC Bayern ließ aber nicht lange auf sich warten. Nur wenig später erzielte Joshua Kimmich den Ausgleich.
Tottenham wollte aber wieder die Führung und kam zu Gelegenheiten, aber Kane, Ndombele und erneut Son brachten den Ball nicht im Tor unter, bzw. konnten Manuel Neuer im Bayern-Tor nicht überwinden. In dieser Phase roch es nach dem 2:1 für Tottenham, aber der FC Bayern hielt stand und übernahm dann selbst die Initiative. Zunächst scheiterte noch Gnabry, doch kurz vor der Pause brachte Robert Lewandowski den FC Bayern in Front. 2:1 für den FC Bayern nach der ersten Hälfte.
Zur zweiten Halbzeit kam Thiago für den angeschlagenen Alaba ins Spiel. Alaba wurde in der ersten Hälfte rüde von Tottenhams Aurier getroffen, wofür es eigentlich die Rote Karte hätte geben müssen. Alaba hielt dann noch bis zur Pause durch.
Die zweite Halbzeit wurde dann zu einer Fußballdemonstration des FC Bayern und ein Mann stach besonders hervor: Serge Gnabry. Die zweite Hälfte war noch relativ jung, da erzielte Gnabry das 3:1 für den FC Bayern. Es war sein erstes Tor in der Champions League. Einmal auf den Geschmack gekommen, legte er so richtig los. Nur wenig später der zweite Streich von Gnabry. 4:1 für den FC Bayern. Das war dann schon sowas wie die Vorentscheidung. Die Spurs wirkten geschockt, wehrten sich aber noch.
Dann soll Kingsley Coman Rose von Tottenham im Bayern-Strafraum gefoult haben. Es war eher ein normaler Zweikampf. Dennoch Strafstoß für Tottenham, eine fragwürdige Entscheidung. Kane verwandelte den Strafatoß. Tottenham hoffte wieder.
Sissokho und Eriksen hatten dann zwei Gelegenheiten für Tottenham, brachten den Ball aber nicht im Tor unter. Damit war dann eigentlich der letzte Widerstand der Engländer gebrochen. Erst recht, als Gnabry dann zum dritten mal traf und das 5:2 für den FC Bayern erzielte. Tottenham war nun völlig von der Rolle und der FC Bayern nutzte seine Gelegenheiten (endlich mal) konsequent in der Schlußphase.
Robert Lewandowski machte das halbe Dutzend voll und kurz darauf markierte Serge Gnabry den Schlußpunkt zum 7:2-Endstand für den FC Bayern.
Vier Tore von Gnabry und alle in der zweiten Halbzeit. Serge Gnabry ist ganz klar Spieler des Spiels und sticht aus einer insgesamt überragenden Mannschaftsleistung des FC Bayern noch hervor.
Zwei kritische Momente, nach dem 1:1 als Tottenham Druck machte und zu ein paar Möglichkeiten kam, und nach dem 2:4, mußte der FC Bayern überstehen. Ansonsten war es eine Fußball-Gala des FC Bayern.
Es war ein Spiel für die Geschichtsbücher. Ein Spiel, über das man sicherlich noch lange reden wird und das noch lange in Erinnerung bleiben wird.
Durch den Sieg bei Tottenham verteidigte der FC Bayern seine Tabellenführung in der Champions League-Gruppe und liegt jetzt drei Punkte vor Roter Stern Belgrad, die im anderen Spiel der Bayern-Gruppe gegen Olympiakos Piräus mit 3:1 gewannen. Vor Platz drei hat der FC Bayern aktuell fünf Punkte Vorsprung. Als nächstes muß der FC Bayern in der Champions League zweimal gegen Olympiakos Piräus (zuerst auswärts) antreten.
Man darf aber nicht den Fehler machen und jetzt denken, dass man schon durch ist. Sechs Punkte werden wohl kaum reichen. Um das Achtelfinale zu erreichen muß der FC Bayern noch einige Punkte holen.
Am kommenden Samstag geht es für den FC Bayern erstmal in der Bundesliga daheim in der Allianz Arena gegen die TSG Hoffenheim weiter. Wieder ein unbequemer Gegner im Bundesliga-Alltag. Das Spiel bei Tottenham sollte jetzt abgehakt werden und es muß volle Konzentration auf die Liga gerichtet werden. Gegen die Hoffenheimer muß das Ziel sein die Tabellenführung in der Meisterschaft zu verteidigen. deswegen wäre es sicher kein Nachteil, wenn der FC Bayern den Schwung aus der Champions League mit in die Bundesliga rüber retten könnte.
Inwieweit dann David Alaba und Jerome Boateng helfen können, muß man abwarten. Beide mußten im Spiel bei Tottenham angeschlagen ausgewechselt werden.

Redakteur

Kommentare (0)

Kommentieren

Seite 1 von 64