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22. Oktober 2020, 15:19

Starker CL-Auftakt

Der FC Bayern ist mit einem bärenstarken Auftritt in die neue Champions League-Saison gestartet. Der Titelverteidiger bezwang in der heimischen Allianz Arena den spanischen Topklub Atletico Madrid klar mit 4:0. Dabei war der Siegtotschütze des CL-Finals der letzten Saison, Kingsley Coman, der überragende Mann mit zwei Treffern.

Neben den nach wie vor verletzten Leroy Sane und Tanguy Nianzou mußte der FC Bayern kurzfristig auch auf Serge Gnabry verzichten, der positiv auf das Coronavirus getestet wurde und deshalb sich in häusliche Quarantäne begeben mußte. Auf Gnabry wird der FC Bayern deshalb wohl auch in den nächsten Spielen verzichten müssen.

Lediglich in den Anfangsminuten hatte der FC Bayern kleine Probleme gegen eine der besten Defensivmannschaften Europas. Folglich hatte Suarez die erste Gelegenheit für Atletico. Der FC Bayern fand aber schnell immer besser in die Partie und hatte die ersten Möglichkeiten. Erst vergab Robert Lewandowski und wenig später traf Niklas Süle nur den Pfosten. Mit zunehmender Spieldauer wurde der FC Bayern immer dominanter, Atletico fand offensiv kaum statt. Schließlich war es Kingsley Coman, der den FC Bayern dann mit 1:0 in Führung brachte. Ein ganz wichtiger Treffer. Wieder mal Coman. Das letzte CL-Tor für den FC Bayern in der letzten Saison erzielte Coman und nun gleich das erste der neuen CL-Saison. Der FC Bayern war klar spielbestimmend und legte kurz vor der Pause nach. Leon Goretzka zog ab und traf zum 2:0 für den FC Bayern. Mit diesem Vorsprung ging es dann in die Halbzeit. Es war zwar kein Chancenfeuerwerk, was auch gegen die Defensivkünstler von Atletico Madrid nicht zu erwarten war, aber eine konzentrierte Vorstellung des FC Bayern, die zwei ihrer Möglichkeiten nutzen konnten.

Nach dem Wechsel versuchte Atletico den Rückstand zu reparieren und kam sogar zu einem Treffer durch Joao Felix, aber das Tor wurde nicht gegeben, weil Suarez im Abseits stand. Zurecht kein Treffer. Atletico versuchte nun etwas mehr mitzuspielen, brachte aber das Bayern-Tor nur selten in Gefahr. Thomas Müller hatte dann eine Chance für den FC Bayern. Doch einige Minuten später war der Drops gelutscht. Corentin Tolisso packte den Hammer aus und traf. Was ein Tor. 3:0 für den FC Bayern. Der Torhunger des FC Bayern war aber noch nicht gestillt. Kingsley Coman setzte noch einen drauf, erzielte seinen zweiten Treffer in dem Spiel und netzte zum 4:0 für den FC Bayern ein. Das Spiel war längst entschieden. Den Rest der Partie schaukelte der FC Bayern dann mühelos über die Runden.

Am Ende gewann der FC Bayern, auch in der Höhe, absolut verdient mit 4:0 gegen Atletico Madrid. Es war zwar kein Chancenfeuerwerk, aber die Gelegenheiten, die der FC Bayern bekam, wurden überwiegend genutzt und ganz wichtig war, dass der FC Bayern defensiv kaum was zuließ und hinten sicher stand. Nach den für Bayern-Verhältnisse recht vielen Gegentoren in den letzten Spielen war ein Spiel ohne Gegentreffer sehr wichtig. Vier Tore gegen eine, wenn nicht sogar die beste Defensivmannschaft Europas muß man erstmal machen. Besser hätte der Start für den FC Bayern in die neue Champions League-Saison wohl nicht laufen können.

Wären Zuschauer bei dem Spiel gewesen, dann hätte die Arena sicher gewackelt, aber leider waren wieder keine Zuschauer zugelassen. In einigen anderen Stadien in Ländern, die ein deutlich größeres Infektionsgeschehen haben, waren zumindest teilweise Zuschauer zugelassen. Es ist langsam nicht mehr verhältnismäßig und nicht mehr nach zu vollziehen was die Behörden und Politiker in Deutschland mit dem Fußball machen, der viel von Fans und Emotionen lebt. Andere Länder zeigen, dass man durchaus problemlos mit Zuschauern spielen kann. Wenn man bedenkt, dass Leute dicht an dicht in Bussen und U-Bahnen fahren, aber in die weitläufige Allianz Arena keine Zuschauer zu einem Spiel dürfen, da sollten sich die Herren Söder und Reiter mal hinterfragen, bzw. die Herren müssen mal hinterfragt werden, ob die in ihren Ämtern überhaupt noch vertretbar sind. Der FC Bayern sollte endlich Forderungen stellen und darauf bestehen, dass zumindest teilweise wieder Zuschauer in die Allianz Arena können und endlich mal klare Kante gegen diese politische Willkür zeigen.

Aber zurück zum Sportlichen. Durch des klaren 4:0-Sieg gegen Atletico Madrid übernahm der FC Bayern zunächst die Tabellenführung in seiner Champions League-Gruppe A, da sich im anderen Spiel der Bayern-Gruppe der FC Salzburg und Lokomotive Moskau mit 2:2 trennten. Am kommenden Dienstag geht es für den FC Bayern in der Champions League weiter mit einem Auswärtsspiel bei Lokomotive Moskau.

Vorher aber, am kommenden Samstag, muß der FC Bayern noch in der Bundesliga ran. Dann steht das schwere Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt auf dem Programm. Ein echtes Spitzenspiel. Zweiter gegen Vierter. Die Frankfurter sind ausgeruht und in dieser Bundesligasaison noch ungeschlagen. Das wird sicherlich eine schwere Aufgabe. Da muß der FC Bayern wieder eine konzentrierte Topleistung bringen.

Redakteur

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19. Oktober 2020, 16:46

Souveräner Sieg auf der Alm

Der FC Bayern hat seinen ersten Auswärtssieg in der noch jungen Bundesligasaison geholt. Beim Aufsteiger Arminia Bielefeld gewann der FC Bayern nach einer äußerst souveränen Vorstellung klar mit 4:1. Vor allem in der ersten Hälfte zeigte der FC Bayern dominanten Fußball der Extraklasse.

Im Vergleich zum Pokalspiel gegen den 1.FC Düren nicht mal 48 Stunden vorher rotierte Bayern-Trainer Hansi Flick wieder kräftig. Die ganzen Nationalspieler, die gegen Düren nicht zum Einsatz kamen, waren wieder in der Startelf. Einzig Joshua Kimmich fehlte und stand aus persönlichen Gründen nicht im Kader. Zudem fehlten weiterhin Leroy Sane und Tanguy Nianzou verletzt. Mit dabei war aber von Anfang an der unermüdliche Thomas Müller, der schon gegen Düren in der Startaufstellung stand, und war neben Robert Lewandowski der überragende Mann der Partie.

Der FC Bayern dominierte von Anfang an die Partie und ging schon nach ein paar Minuten durch Thomas Müller mit 1:0 in Führung. Das Spiel ging auch in der Folge fast nur in eine Richtung, in Richtung des Bielefelder Tores. Und so dauerte es auch nicht allzu lange bis zum zweiten Treffer des FC Bayern. Robert Lewandowski stellte mit dem 2:0 die Weichen früh auf Vorentscheidung. Der FC Bayern hätte schon kurz darauf fast alles klar gemacht, aber Lewandowski verpasst (noch) den dritten Treffer. Stattdessen hatten plötzlich die Bielefelder wie aus dem Nichts die Gelegenheit zum Anschlußtreffer, aber Klos brachte den Ball nicht an Manuel Neuer vorbei. Dann war es aber der FC Bayern, der den nächsten Treffer erzielte. Kurz vor der Pause war es erneut Robert Lewandowski der einnetzte und zum 3:0 für den FC Bayern traf. Mit diesem Ergebnis ging es dann auch in die Halbzeit. Die Partie war praktisch schon zur Pause entschieden.

Auch nach dem Wechsel zunächst ein unverändertes Bild. Der FC Bayern dominierte. Zunächst scheiterte Lewandowski noch bei einer Möglichkeit an der Latte, aber nur wenig später war der Ball dann doch drin. Thomas Müller erzielte, wie Lewandowski, seinen zweiten Treffer in dem Spiel und erhöhte auf 4:0 für den FC Bayern. Damit war das Spiel endgültig zu und der FC Bayern ließ es anschließend deutlich ruhiger angehen und so kamen die Bielefelder etwas besser ins Spiel und sogar zum Anschlußtreffer. Doan traf für die Bielefelder zum 1:4. Angesichts des klaren Vorsprungs und der schweren Aufgaben in den nächsten Wochen nahm der FC Bayern doch ein, zwei Gänge raus und so wurden die Bielefelder noch ein ums andere mal gefährlich. Der Bielefelder Doan verzog. Nach einer Notbremse gegen den Bielefelder Klos sah dann noch Corentin Tolisso die Rote Karte. Völlig überflüssig. Aber in den letzten Minuten brachte dann der FC Bayern in Unterzahl den klaren Sieg über die Runden, von den Bielefeldern kam dann auch nicht mehr viel. So gewann der FC Bayern das Auswärtsspiel bei Arminia Bielefeld souverän und hochverdient mit 4:1. In der ersten Halbzeit zeigte der FC Bayern einen ganz starke Vorstellung, schon fast eine Gala. In der zweiten Halbzeit nach dem 4:0 ließ der FC Bayern dann doch etwas die Zügel schleifen und nahm ein, zwei Gänge raus und machte sich dadurch in der einen oder anderen Situation unnötigerweise selbst das Leben schwer. Der klare Sieg des FC Bayern war aber zu keinem Zeitpunkt gefährdet.

Durch den Sieg in Bielefeld bleibt der FC Bayern oben dran. In der Bundesligatabelle liegt der FC Bayern aktuell auf dem zweiten Platz mit einem Punkt Rückstand auf Tabellenführer RB Leipzig. Am kommenden Samstag steht dann ein echtes Bundesliga-Spitzenspiel auf dem Programm. Der FC Bayern empfängt dann in der Allianz Arena den derzeitigen Tabellenvierten Eintracht Frankfurt.

Vorher ist der FC Bayern aber noch international gefordert, denn diese Woche startet die Gruppenphase in der Champions League. Dabei hat der FC Bayern am kommenden Mittwoch zum Auftakt gleich einen Kracher vor der Brust. In der heimischen Allianz Arena empfängt der FC Bayern den spanischen Topklub Atletico Madrid. Atletico konnte letzte Saison immerhin den CL-Sieger von 2019, den FC Liverpool, ausschalten und scheiterte im Viertelfinale knapp und unglücklich an RB Leipzig. Atletico hat traditionell eine starke Defensive, aber auch offensiv haben die einiges zu bieten. Die Duelle zwischen dem FC Bayern und Atletico Madrid waren in der Vergangenheit meist enge Duelle. Auf den FC Bayern wartet eine harte Nuss. Leider kann der FC Bayern erneut nicht auf die Unterstützung der Fans hoffen, denn in München sind leider weiterhin keine Zuschauer zu den Fußballspielen zugelassen.

Redakteur

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16. Oktober 2020, 14:05

Beim Debütantenball souverän in zweite Runde

Der FC Bayern steht in der zweiten Hauptrunde des DFB-Pokal. Im Nachholspiel der ersten Runde gewann der FC Bayern souverän gegen den Fünftligisten 1.FC Düren mit 3:0. Dabei überzeugte Neuzugang Eric Maxim Choupo-Moting mit zwei Treffern in seinem ersten Spiel für den FC Bayern. Das Spiel fand aber nicht in Düren statt, sondern wurde in der Münchener Allianz Arena ausgetragen. Bedauerlicherweise erneut ohne Zuschauer.

Es war ein regelrechter Debütantenball auf dem Rasen der Allianz Arena. Aufgrund der Länderspielabstellungen (weshalb dieser Termin für das Spiel eine Frechheit war) fehlten beim FC Bayern eine ganze Reihe von Nationalspielern und Stammkräften. Manuel Neuer, Joshua Kimmich, Leon Goretzka, Serge Gnabry, Robert Lewandowski, David Alaba, Benjamin Pavard, Lucas Hernandez, Corentin Tolisso, Kingsley Coman und Joshua Zirkzee waren aufgrund von Länderspielabstellungen nicht dabei. Zudem fehlten weiterhin Leroy Sane und Tanguy Nianzou verletzt.

Von den abgestellten Nationalspielern war einzig Niklas Süle dabei, der auch in der Startelf stand. Ansonsten bot sich die Gelegenheit für eine Reihe von Neuzugängen und Nachwuchsspielern sich zu zeigen. Alexander Nübel im Tor, Bouna Sarr als Außenverteidiger, Marc Roca im Mittelfeld und Eric Maxim Choupo-Moting im Sturm gaben allesamt ihr Debüt für den FC Bayern. Auch Rückkehrer Douglas Costa, der ein gutes Spiel machte, stand in der Startelf, genauso wie Nachwuchsspieler Jamal Musiala, der erstmals im Profiteam des FC Bayern von Beginn an auflief. Ergänzt wurde die Startelf von den Etablierten Niklas Süle, Jerome Boateng, Alphonso Davies, Javier Martinez und Thomas Müller. So spielte der FC Bayern noch nie zusammen und wird wohl so auch nie wieder zusammen spielen. Die Neuzugänge waren zudem teilweise erst wenige Tage im Training, da war es klar, dass es erstmal einen Moment brauchen würde, bis das Team ins Spiel findet. Eine Gala konnte man aufgrund der Personalsituation des FC Bayern sicher nicht erwarten.

In der zweiten Halbzeit kamen beim FC Bayern noch die Nachwuchsspieler Angelo Stiller, Daniels Ontuzans, Fiete Arp, Armindo Sieb und Leon Dajaku in die Partie. Für Stiller, Ontuzans, Arp und Sieb war es der erste Pflichtspieleinsatz im Profiteam des FC Bayern, Sieb mußte aber verletzt wieder ausgewechselt werden.

Zum Spiel. Der 1.FC Düren machte es dem sich erstmal findenden FC Bayern in der Anfangsphase das Leben recht schwer und hatte sogar nach wenigen Augenblicken durch Brasnic die erste Gelegenheit der Partie. Der FC Bayern war zwar Spiel bestimmend, aber es dauerte eine Weile bis zur ersten echten Torgelegenheit, die aber Choupo-Moting noch vergab. Ein paar Minuten später machte es aber Choupo-Moting besser und traf zur Führung für den FC Bayern. Mit der Führung im Rücken tat sich dann der FC Bayern gegen immer noch mutige Dürener, Becker vergab noch eine Gelegenheit für Düren, aber leichter. Choupo-Moting wurde dann im Dürener Strafraum vom Dürener Sobiech gefoult. Klare Sache. Strafstoß für den FC Bayern. Diesen verwandelte Thomas Müller zum 2:0. Douglas Costa vergab noch eine gute Möglichkeit für den FC Bayern und so ging es mit einer 2:0-Führung für den FC Bayern in die Halbzeit.

Nach dem Wechsel wurde die Dominanz des FC Bayern immer größer, trotz einiger Wechsel im Verlauf der zweiten Halbzeit. Von den Dürenern kam offensiv nichts nennenswertes mehr. Der FC Bayern hatte einige gute Gelegenheiten, versäumte es aber zunächst das Ergebnis weiter in die Höhe zu schrauben. Der starke Choupo-Moting vergab alleine drei Möglichkeiten und auch Jamal Musiala vergab zweimal, einmal scheiterte er am Pfosten. Schließlich traf dann Choupo-Moting doch noch ein zweites mal und stellte auf 3:0 für den FC Bayern. Mit dem 3:0 war der 1.FC Düren am Ende noch bestens bedient, denn Marc Roca und Javier Martinez, der nur den Pfosten traf, vergaben noch weitere Torchancen für den FC Bayern.

Am Ende blieb es dann beim souveränen und ungefährdeten 3:0-Sieg für den FC Bayern. In der Anfangsphase machten die Dürener der B-,später C-Elf des FC Bayern ein paar Probleme, am Ende hätte der Bayern-Sieg aber deutlich höher ausfallen können. Letzten Endes zählt aber nur das Weiterkommen und das hat der FC Bayern geschafft. Die 2.Hauptrunde des DFB-Pokal wird am 22./23.Dezember 2020 ausgetragen. Auf wen der FC Bayern dann trifft, steht noch nicht fest.

Das Pokalspiel gegen den 1.FC Düren war der Auftakt für eine Flut an Spielen. Es stehen jetzt bis in den November hinein drei englische Wochen am Stück auf dem Programm mit Bundesliga und drei Spielen in der Champions League. Weiter geht es für den FC Bayern bereits am morgigen Samstag in der Bundesliga mit dem schweren Auswärtsspiel bei Arminia Bielefeld. Eigentlich ein Unding, dass das Spiel am Samstag stattfindet. Das hätte man auf Sonntag verlegen müssen. Zwischen dem Düren-Spiel und dem Spiel in Bielefeld liegen keine 48 Stunden. Das ist Wettbewerbsverzerrung, zumal eine Verlegung locker möglich gewesen wäre, denn der FC Bayern muß erst am Mittwoch nächster Woche in der Champions League spielen. Aber der FC Bayern scheint mittlerweile alles mit sich machen zu lassen. Es waren keine kritischen Töne zu hören, genauso wenig wird kritisiert, dass noch immer keine Zuschauer in München in der Allianz Arena zugelassen werden. Wo ist das mia san mia? Im angeblichen Risikogebiet in Kiew waren beim Länderspiel Ukraine gegen Deutschland über 17000 Zuschauer. Wenn das in Kiew möglich ist, dann in München erst recht.

In Bielefeld wird dann aber sicherlich eine ganz andere Mannschaft des FC Bayern auf dem Platz stehen, als gegen den 1.FC Düren. Dann sind die Nationalspieler wieder dabei. Inwieweit sie eingesetzt werden, wer dann wirklich in der Startelf steht, auch im Hinblick auf das darauf folgende Champions League-Spiel gegen Atletico Madrid am kommenden Mittwoch, bleibt abzuwarten.

Redakteur

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05. Oktober 2020, 10:34

Lewy-Show gegen Hertha

Robert Lewandowski hat eindrucksvoll gezeigt, dass er völlig zu Recht zu Europas Fußballer des Jahres gewählt wurde. Im Bundesligaspiel gegen Hertha BSC Berlin sorgte er praktisch im Alleingang in einem wilden Spiel für den 4:3-Sieg des FC Bayern, bei dem er alle vier Tore für den FC Bayern erzielte.

Im Angriff lief es beim FC Bayern, die Moral und der Siegeswille stimmte auch, aber vor allem defensiv muß gearbeitet werden. Neun Gegentore in den letzten drei Spielen sind einfach deutlich zu viel. Wie schon im Supercup gegen Borussia Dortmund verdaddelte der FC Bayern eine 2:0-Führung, auch ein 3:2-Vorsprung reichte nicht. Lewy mußte es in der Nachspielzeit richten. Der FC Bayern muß einfach Führungen wieder souveräner runter spielen und darf den Gegner nicht unnötig wieder ins Spiel kommen lassen. Es war aber bereits das fünfte Spiel des FC Bayern in der noch jungen Saison, inklusive zwei Supercup-Finals, da ist es verständlich, wenn man körperlich und mental nach diesen anstrengenden Wochen etwas müde ist. Aber der Reihe nach.

Bei der Aufstellung des FC Bayern gab es eine große Überraschung. Nachwuchsspieler Chris Richards, der seine Sache sehr gut machte, stand in der Startaufstellung. Dafür saß Benjamin Pavard zunächst auf der Bank. David Alaba und Leon Goretzka kehrten nach kleineren Blessuren ins Team zurück. Lucas Hernandez verteidigte außen, dafür rückte Alphonso Davies auf die offensive Bahn, weil Kingsley Coman angeschlagen fehlte. Ebenso fehlten weiterhin verletzt die Neuzugänge Leroy Sane und Tanguy Nianzou.

Die erste Gelegenheit hatte der FC Bayern durch Lewandowski, aber die Berliner waren auch nicht ungefährlich und setzten hin und wieder mal einen Nadelstich. Lukebakio hatte die erste Möglichkeit für die Berliner. Wenig später zappelte der Ball sogar im Bayern-Tor. Aber ein Treffer des Berliner Cordoba wurde zu Recht wegen Abseits nicht gegeben. Der FC Bayern war zwar klar spielbestimmend, tat sich aber zunächst schwer durch die Berliner Mauer zu kommen. Serge Gnabry hatte noch eine Möglichkeit und kurz darauf war der Ball im Berliner Tor. Aber auch ein Treffer von Thomas Müller wurde nicht gegeben, weil er knapp im Abseits gestanden haben soll. Doch kurz vor der Pause erhöhte der FC Bayern noch einmal die Schlagzahl und wurde belohnt. Zunächst vergab Lewandowski noch eine Möglichkeit, aber kurz darauf netzte er dann ein zur Führung für den FC Bayern. Gnabry ließ noch eine weitere Chance für den FC Bayern liegen und so ging es mit einer verdienten 1:0-Führung für den FC Bayern in die Halbzeit.

Auch nach dem Wechsel bestimmte der FC Bayern weiter die Partie und kam dann auch zügig zum 2:0. Erneut traf Lewandowski. Die Vorentscheidung? Nein. Was dann folgte war ein vogelwildes Spiel. Anstatt das 2:0 souverän runter zu spielen und mit dem dritten Treffer den Sack endgültig zuzumachen, wurde man beim FC Bayern in der Defensive leichtsinnig und brachte so die Berliner völlig unnötig wieder zurück ins Spiel. Zunächst vergab noch Cunha für die Hertha, aber dann war es doch passiert. Cordoba traf für die Berliner zum 2:1. Auch nach einigen Wechseln wackelte jetzt die Bayern-Abwehr bedenklich und so kam es wie es fast kommen mußte. Cunha traf für die Berliner zum 2:2. Unglaublich.

Aber der FC Bayern zeigte Moral, legte wieder den Vorwärtsgang ein und drängte auf die erneute Führung. Lewandowski, der eingewechselte Corentin Tolisso und Gnabry vergaben die erneute Führung, die dann aber Robert Lewandowski mit seinem dritten Treffer in der Partie besorgte. 3:2 für den FC Bayern. Das sollte es jetzt sein, war es aber nicht. Ngankam traf für die Berliner aus dem Nichts heraus plötzlich zum 3:3. Unfassbar. Aber der FC Bayern zeigte Moral und Siegeswillen und probierte nochmal alles. In der Nachspielzeit wurde Robert Lewandowski vom Berliner Mittelstädt im Hertha-Strafraum klar gefoult und so an seinem vierten Tor gehindert, aber es gab völlig zu Recht Strafstoß für den FC Bayern. Den verwandelte Lewandowski dann zum 4:3 für den FC Bayern und erzielte somit seinen vierten Treffer in dem Spiel. Dabei blieb es dann. Ein irres Spiel hatte am Ende dank Lewandowski doch noch ein Happy-End. Aufgrund der Feldüberlegenheit und ein klares Chancenplus war es sicherlich ein verdienter Bayern-Sieg, auch wenn der spät und dadurch etwas glücklich zustande kam. Dennoch muß der FC Bayern nach einem Zwei Tore-Vorsprung souveräner auftreten und die Abwehr muß in den nächsten Wochen und Monaten wieder stabiler stehn. Man kann nicht in jedem Spiel vier Tore machen, es müssen auch mal ein oder zwei Tore zum Sieg reichen, aber das geht nur mit einer stabilen Abwehr und stabil war die Bayern-Abwehr in den letzten Spielen sicher nicht.

Durch den Sieg gegen Hertha BSC Berlin konnte sich der FC Bayern in der Bundesliga-Tabelle auf den vierten Platz verbessern und liegt einen Punkt hinter Tabellenführer RB Leipzig.

Jetzt ist erstmal Länderspielpause, in der die Nationalspieler aber dennoch gefordert sind. Es ist kaum Zeit zum Verschnaufen, die Termin-Hatz geht weiter und nach der Länderspielpause wird es dann fast schon zum Termin-Chaos und da muß es die ein oder andere Spielverlegung geben. Für den FC Bayern geht es am Donnerstag, den 15.Oktober 2020, mit dem Nachholspiel im DFB-Pokal gegen den Fünftligisten 1.FC Düren weiter. Das Problem dabei: Am 13. und 14.Oktober stehen noch Länderspiele an und am 17.Oktober hat der FC Bayern das schwere Auswärtsspiel in der Bundesliga bei Arminia Bielefeld. Diesen Blödsinn darf der FC Bayern nicht mit machen. Man kann nicht immer auf Fernsehen und irgendwelche Sponsoren Rücksicht nehmen. Das Pokalspiel muß definitiv verlegt werden, außer die Nationalspieler werden am 13. und 14. Oktober in den Nationalmannschaften nicht mehr eingesetzt. Sollte das Pokalspiel wie geplant stattfinden, dann muß auf jeden Fall das Bundesligaspiel in Bielefeld von Samstag auf Sonntag verlegt werden. Keine 48 Stunden nach dem Spiel gegen Düren wieder Bundesliga geht gar nicht und ist Wettbewerbsverzerrung. Die Spieler brauchen eine gewisse Zeit zur Regeneration. Zudem ist eine Verlegung des Spiels in Bielefeld auf Sonntag absolut möglich, weil der FC Bayern in der Woche darauf in der dann startenden Champions League erst am Mittwoch spielen muß. So wie die Spiele derzeit angesetzt sind, sollte der FC Bayern da ganz klar gegen vorgehen und diesen Blödsinn nicht mitmachen. Man muß sich ernsthaft fragen, wer sowas ansetzt. Machen sich die Leute eigentlich mal Gedanken und schauen auf die Spielpläne?

Vom Transfermarkt gibt es zudem noch Neuigkeiten. Torwart Sven Ulreich hat den FC Bayern verlassen und ist zum Hamburger SV gewechselt. Einen Neuzugang gibt es aber auch zu vermelden. Marc Roca (defensives Mittelfeld) hat der FC Bayern von Espanyol Barcelona verpflichtet. Er bekommt einen Vertrag beim FC Bayern bis 2025. Zudem gibt es noch Gerüchte und Spekulationen. Hudson-Odoi vom FC Chelsea wird wohl nicht zum FC Bayern kommen. Dafür scheint eine Rückkehr von Douglas Costa von Juventus Turin zum FC Bayern möglich. Auch Eric Maxim Coupo-Moting, zuletzt Paris St. Germain, und Bouna Sarr von Olympique Marseille sind heiße Kandidaten beim FC Bayern. Zudem scheint ein Verbleib von Javier Martinez in München, der gegen Hertha BSC Berlin zu einem Kurzeinsatz kam, weiter möglich. David Alaba wird wohl beim FC Bayern bleiben, dagegen scheint Michael Cuisance auf dem Absprung zu sein, auch wenn der Wechsel zu Leeds United geplatzt zu sein scheint. Offiziell bestätigt ist aber was weitere Zugänge und Abgänge betrifft noch nichts. Am heutigen Montag schließt das Transferfenster. Es wird sicherlich noch spannend auf dem Transfermarkt. Am Ende des Tages ist man dann schlauer, welche Spieler eventuell noch zum FC Bayern kommen und wer möglicherweise noch den FC Bayern verläßt.

Redakteur

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01. Oktober 2020, 22:44

Lewandowski Europas Fußballer des Jahres

Großer Tag für den FC Bayern. Im Rahmen der Auslosung für die Gruppenphase der neuen Champions League-Saison in Genf wurden Angehörige des FC Bayern mit Ehrungen überhäuft.

Robert Lewandowski wurde zu Europas Fußballer des Jahres gewählt. Eine Wahl, die längst überfällig war. Schon jahrelang trifft und trifft und trifft Lewy, stellt Rekorde auf und endlich bekam er in Form einer persönlichen Auszeichnung den verdienten Lohn und Wertschätzung. Lewandowski wurde in der Saison in der Bundesliga, im DFB-Pokal und in der Champions League Torschützenkönig. Diesmal ging wirklich kein Weg an Lewandowski vorbei.

Manuel Neuer, auch unter den Top 3-Nominierten erreichte hinter Lewandowski immerhin einen starken zweiten Platz und landete damit noch vor dem Dritten Kevin De Bruyne von Machester City. Also ein Doppelsieg für den FC Bayern.

Europas Trainer des Jahres wurde Hansi Flick. Unter Hansi Flick holte der FC Bayern zum zweiten Mal in der Vereinsgeschichte das Triple und seit gestern fünf Titel in diesem Kalenderjahr. Eine absolute verdiente Wahl. Flick setzte sich vor Jürgen Klopp vom FC Liverpool und Thomas Tuchel von Paris St. Germain durch.

Zudem wurde Manuel Neuer als bester Torwart, Joshua Kimmich als bester Verteidiger und natürlich Robert Lewandowski als bester Stürmer ausgezeichnet. Der FC Bayern räumte bei den persönlichen Auszeichnungen so richtig ab.

Achja, gelost wurde auch noch. Die Auslosung für die Gruppenphase der neuen Champions League-Saison. Titelverteidiger FC Bayern startet in Gruppe A und erwischte zwar keine leichte, aber eine machbare Gruppe. Atletico Madrid, sicher ein unangenehmer Gegner, ist sicherlich der stärkste Kontrahent des FC Bayern in der Gruppe. Dazu kommen noch der FC Salzburg und Lokomotive Moskau. Gerade den FC Salzburg darf man sicher nicht unterschätzen. Los geht die Gruppenphase der Champions League am 20 und 21.Oktober 2020. Die genauen Spielansetzungen sind noch nicht terminiert.

Man kann wirklich stolz sein auf das was der FC Bayern in den letzten Monaten geleistet hatte und einige Spieler bekamen heute in Form von Auszeichnungen einen zusätzliche Anerkennung.

So kann und darf es gerne weiter gehen in dieser Saison. Die gewonnenen Titel und Auszeichnungen müssen immer wieder bestätigt werden und sollten auch Ansporn für neue große Leistungen sein.

Redakteur

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01. Oktober 2020, 10:52

Bayern holt auch Deutschen Supercup

Der FC Bayern hat den fünften Titel im Jahr 2020 eingefahren. In der Münchener Allianz Arena gewann der FC Bayern in einem spannenden Spiel gegen Vizemeister Borussia Dortmund verdient mit 3:2 und gewann damit den DFL-Supercup. Nachdem der FC Bayern bereits in diesem Jahr die Meisterschaft, den DFB-Pokal, die Champions League und den UEFA-Supercup gewonnen hatte machte der FC Bayern das Quintupel perfekt. Zum absoluten Triumph fehlt jetzt "nur" noch der Gewinn der FIFA-Klub-WM.

Nach der 1:4-Niederlage von Sinsheim konnte der FC Bayern sich im DFL-Supercupfinale gegen Borussia Dortmund rehabilitieren. Es war zwar keine Gala, aber vor allem kämpferisch wußte der FC Bayern zu überzeugen.

Personell gab es allerdings ein paar Rückschläge. Neben dem verletzten Tanguy Nianzou fehlte auch Leroy Sane verletzt und wird dem FC Bayern wohl länger fehlen. Zudem mußte Leon Goretzka angeschlagen passen. David Alaba war auch angeschlagen, saß aber zumindest auf der Bank, kam aber nicht zum Einsatz. Serge Gnabry bekam eine Pause und saß nur auf der Bank, wurde aber im Verlauf der zweiten Halbzeit noch eingewechselt. Für Gnabry begann Kingsley Coman. Robert Lewandowski stand wieder in der Startformation, genauso wie etwas überraschend Javier Martinez, der ja schon auf gepackten Koffern zu sitzen scheint. Vielleicht bleibt Javi ja doch, wäre sicher kein Nachteil und brauchen könnte man ihn auch. Niklas Süle stand auch in der Startelf, dafür saß Jerome Boateng auf der Bank.

Nach einem Abtasten in der Anfangsphase hatte dann Joshua Kimmich die erste Gelegenheit für den FC Bayern, auf der anderen Seite dann Reus mit der ersten Möglichkeit für die Dortmunder. Doch dann ging der FC Bayern in Führung. Nach einem schnellen Konter brachte Corentin Tolisso den FC Bayern in Front. Zunächst scheiterte Tolisso an der Latte, aber im Nachsetzen bugsierte er den Ball über die Linie. Reus hatte dann wieder eine Möglichkeit für die Dortmunder, aber das Tor fiel auf der anderen Seite. Es müllerte. Thomas Müller traf zum 2:0 für den FC Bayern. Damit klare Verhältnisse? Leider nein. Nur wenig später waren die Dortmunder wieder im Spiel. Nach einem Fehler im Spielaufbau des FC Bayern konnte Brandt für die Dortmunder verkürzen. Nur noch 2:1. Mit der knappen Führung für den FC Bayern ging es dann auch in die Halbzeit.

Nach der Pause kamen die Dortmunder dann besser ins Spiel und die Bayern-Abwehr wackelte ein ums andere mal, weil die Dortmunder bei ihren Angriffen häufig zu viel Platz hatten. Meunier hatte die erste Gelegenheit für die Dortmunder nach dem Wechsel. Wenig später war es dann aber passiert. Haaland traf für Borussia Dortmund zum 2:2. Plötzlich alles wieder offen und die Dortmunder waren zunächst dem dritten Tor sogar näher. Kurz nach dem Ausgleich hätte Haaland die Dortmunder sogar in Führung bringen können, aber Manuel Neuer, the wall, mit einer Glanztat.

In der Folge bekam der FC Bayern die Partie aber wieder besser in den Griff, Torraumszenen oder gar Torchancen waren hüben wie drüben allerdings Mangelware. In der Schlußphase machte der FC Bayern nochmal etwas Druck und wurde prompt belohnt. Joshua Kimmich scheiterte zunächst am Dortmunder Torwart Hitz, aber im Nachsetzen bekam er den Ball irgendwie ins Tor. Ein kurioses Ding, das aber das 3:2 für den FC Bayern bedeutete und damit den Sieg. Die letzten Minuten brachte der FC Bayern souverän über die Zeit. Damit gewann der FC Bayern zum achten Mal in der Vereinsgeschichte den Deutschen Supercup.

Unterm Strich war es ein verdienter Sieg für den FC Bayern, auch wenn es sicherlich keine Galavorstellung war, aber das Spiel hätte auch in die andere Richtung laufen können. Vor allem in der zweiten Halbzeit machten die Dortmunder dem FC Bayern das Leben schwer. Es war mal wieder ein torreiches Spektakel im German Clasico zwischen den beiden besten deutschen Mannschaften.

Nach dem Spiel nahm Bayern-Kapitän Manuel Neuer bei der Siegerehrung als erster den Pokal in Empfang. Neuer hat ja bereits Übung darin. Alleine in diesem Jahr war es die fünfte Trophäe, die Neuer in Empfang nehmen konnte.

Für den FC Bayern geht es am kommenden Sonntag in der Bundesliga weiter mit einem schweren Heimspiel gegen Hertha BSC Berlin, zugleich das letzte Spiel vor der ersten Länderspielpause in dieser Saison. Nach der Niederlage in Sinsheim gegen die TSG Hoffenheim steht der FC Bayern jetzt schon etwas unter Druck. Aber vielleicht kann der FC Bayern dann mit einem guten Gefühl nach dem nächsten Titel auch in der Bundesliga wieder durchstarten, auch wenn das Supercupfinale wieder Körner gekostet haben dürfte. Nach dem gewonnenen UEFA-Supercup folgte die Blamage in Sinsheim. Bleibt zu hoffen, dass es nach dem gewonnenen Deutschen Supercup am darauffolgenden Wochenende in der Bundesliga deutlich besser läuft. Es läuft trotz des Sieges gegen Borussia Dortmund sicherlich noch nicht alles wieder rund. Gründe dafür sind sicher die schon jetzt recht hohe Belastung, die noch deutlich schlimmer werden wird, der dünne Kader, die kurze Vorbereitung und einige Verletzungssorgen.

Das DFL-Supercupfinale in München wurde übrigens ohne Zuschauer ausgetragen. Langsam ist das ein Unding. Während im angeblichen Risikogebiet Budapest beim UEFA-Supercup zumindest über 15000 Zuschauer waren, waren es in München, obwohl die Lage dort wesentlich besser ist als in Budapest, wieder 0 Zuschauer. Die Herren Söder und Reiter sollten sich mal ihre ungarischen Kollegen was das betrifft zum Vorbild nehmen. Wie lange will sich der FC Bayern das noch gefallen lassen?

Redakteur

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28. September 2020, 14:10

Hoeneß blamiert müde Bayern

Es war eine Niederlage fast mit Ansage, aber irgendwann mußte es den FC Bayern ja mal erwischen. Nach 32 ungeschlagenen Pflichtspielen, nach 23 Pflichtspielsiegen in Folge und erstmals im Kalenderjahr 2020 verlor der FC Bayern mal wieder ein Pflichtspiel, aber das gleich deftig. Mit 1:4 unterlag der FC Bayern am 2.Spieltag der Bundesliga auswärts bei der TSG Hoffenheim.

Der Hauptgrund der Niederlage ist sicherlich die Müdigkeit in Kopf und Beinen beim FC Bayern. Keine 72 Stunden vorher erkämpfte sich der FC Bayern in Budapest gegen die internationale Spitzenmannschaft vom FC Sevilla den UEFA-Supercup und mußte dabei in die Verlängerung und 120 Minuten fighten. Dann ist es klar, dass dem FC Bayern, trotz einiger Wechsel, die Frische fehlte. Zumal die Hoffenheimer sehr aggressiv zu Werke gingen, auf Konter spielten und Ungenauigkeiten im Bayern-Spiel konsequent nutzten. Das Spiel in Sinsheim machte klar deutlich, dass sich der FC Bayern unbedingt noch in der Breite verstärken muß. Mit diesem kleinen Kader ist das bevorstehende Hammerprogramm, gerade im Herbst in den nächsten Wochen und Monaten, wohl kaum zu bewältigen. Denn dann drohen ähnliche Reisen, kräftezerrende Spiele unter der Woche in der Champions League und aggressive Gegner in der Bundesliga am Wochenende.

Es war ein Fehler Thiago gehen zu lassen, zudem hätte man zumindest Ivan Perisic halten müssen. Bis auf Leroy Sane kam zu dieser Saison erst ein ernstzunehmender Neuzugang. Das ist dünn und viel zu wenig. Da muß sich, solange das Transferfenster noch offen ist, einiges tun. Die Personalplanungen für diese Saison sind bisher katastrophal. Tut sich am Bayern-Kader für diese Saison nichts elementares mehr, dann droht eine bittere Saison. Einen Vorgeschmack was dem FC Bayern in dieser Saison blühen könnte mußte man in Sinsheim gegen die TSG Hoffenheim, bestenfalls eine durchschnittliche Bundesligamannschaft, erleben.

Beim FC Bayern fehlte in Sinsheim nur der verletzte Neuzugang Tanguy Nianzou. Kingsley Coman war nach seiner Quarantäne wieder dabei, saß zunächst aber auf der Bank. Coman wurde aber noch im Verlauf der zweiten Halbzeit eingewechselt. In der Abwehrreihe begann Alphonso Davies für Lucas Hernandez und Jerome Boateng für Niklas Süle. Im Mittelfeld startete Corentin Tolisso für Leon Goretzka und im Sturm bekam Robert Lewandowski zunächst eine Pause. Für ihn begann Joshua Zirkzee. Goretzka und Lewandowski wurden aber noch im Verlauf der zweiten Halbzeit eingewechselt, genauso wie der Nachwuchsspieler Jamal Musiala. Und da fängt das Problem an. Aufgrund des dünnen Kaders hat man beim FC Bayern kaum Möglichkeiten von der Bank nach zu legen. Auch noch mit dabei war der angeblich kurz vor dem Absprung stehende Javier Martinez, der aber nicht zum Einsatz kam.

Die Hoffenheimer, seit dieser Saison trainiert von Sebastian Hoeneß, der die Bayern-Amateure in der letzten Saison sensationell zur Meisterschaft in der 3.Liga führte, wirkten, was keine Überraschung war, deutlich frischer und aggressiver in den Zweikämpfen. Sie lauerten in der eigenen Hälfte und warteten auf Fehler des FC Bayern, die dann auch kamen. Es ging meist immer nach dem selben Schema. Ballverlust des FC Bayern, lange Bälle in Richtung Bayern-Tor und schon war die hoch stehende, zu hoch stehende, Abwehrreihe des FC Bayern überspielt und es wurde ein ums andere mal gefährlich.

Die Führung der Hoffenheimer resultierte allerdings durch einen Eckball, den Bicakcik verwertete. Nur wenige Minuten später leistete sich Benjamin Pavard einen Katastrophenpass, den Dabbur zum 2:0 für Hoffenheim ausnutzte. Allerdings war das Spielglück mal wieder nicht auf Seiten des FC Bayern. Denn kurz zuvor hätte es einen Strafstoß für den FC Bayern geben müssen, nachdem Thomas Müller im Hoffenheimer Strafraum gefoult wurde, aber die Pfeife des Schiedsrichters blieb stumm. Statt des möglichen Ausgleich 0:2.

Ein bißchen Hoffnung keimte beim FC Bayern nochmal auf, als Joshua Kimmich den Ball zum Anschlußtreffer in das Hoffenheimer Tor nagelte. Dennoch änderte sich am Spiel nicht viel. Kurz vor der Pause traf der Hoffenheimer Kramaric noch die Latte.

Pausenrückstand für den FC Bayern, dennoch war noch alles drin. Aber auch nach dem Wechsel änderte sich am Spielgeschehen nicht viel. Die Hoffenheimer blieben mit ihren langen Bällen gefährlich und der FC Bayern hatte Mühe sich gute Torgelegenheiten zu erarbeiten. Dennoch hätte der Ausgleich fallen können, aber Joshua Zirkzee traf nur die Latte.

Der FC Bayern versuchte Druck aufzubauen und warf mit fortschreitender Spielzeit alles nach vorne, was den Hoffenheimern natürlich noch mehr Platz gab. Zunächst vergab noch der Hoffenheimer Skov eine Gelegenheit, aber kurz darauf viel dann doch das entscheidende 3:1 durch Kramaric. Das Spiel war durch. In der Nachspielzeit der x-te Konter der Hoffenheimer. Manuel Neuer foulte den Hoffenheimer Bebou im Bayern-Strafraum. Es gab Strafstoß für Hoffenheim, den Kramaric zum 4:1-Endstand verwandelte.

Trotz Reisestrapazen und Müdigkeit, aber so darf sich der FC Bayern nicht präsentieren, zumal der Gegner nur die TSG Hoffenheim war, keine Spitzenmannschaft. Nach dieser desolaten Vorstellung darf man nicht einfach zur Tagesordung übergehen. Auch von den eingewechselten Spielern wie z.B. Lewandowski oder Goretzka kam kein Impuls mehr. Diese Leistung war eines Quadruple-Siegers unwürdig.

Borussia Dortmund, RB Leipzig, Bayer Leverkusen und Borussia Mönchengladbach ließen alle Punkte liegen, aber der FC Bayern konnte das nicht ausnutzen. In der Bundesliga-Tabelle rutschte der FC Bayern auf den siebten Platz ab und liegt jetzt drei Punkte hinter dem neuen Tabellenführer TSG Hoffenheim. Nur die Hoffenheimer und der FC Augsburg starteten mit zwei Siegen an den ersten zwei Spieltagen in die neue Saison. Das ist schon sehr überraschend.

Das Thema "Müdigkeit" wird wohl weiter Thema beim FC Bayern bleiben. Denn schon am kommenden Mittwoch geht es für den FC Bayern weiter. Dann muß der FC Bayern daheim in der Allianz Arena im Kracher gegen Borussia Dortmund ran im Spiel um den DFL-Supercup. Da muß nach der Blamage in Sinsheim eine Reaktion folgen. Die Frage ist aber wie das gehen soll? Es kann doch nicht sein, dass die Mannschaft nach nur drei Pflichtspielen der neuen Saison schon platt wirkt. Auf jeden Fall hat der FC Bayern mit so einer Leistung wie in Sinsheim am kommenden Mittwoch wohl kaum eine Chance was zu reißen.

Redakteur

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25. September 2020, 14:05

Dank Martinez Supercup-Sieger

Der FC Bayern hat nach 2013 zum zweiten Mal den UEFA-Supercup gewonnen. Matchwinner war ein Mann, der leider kurz davor ist den FC Bayern zu verlassen, Javier Martinez. In der Verlängerung gegen den FC Sevilla erzielte er das Siegtor zum 2:1 für den FC Bayern und bescherte dem FCB damit den vierten Titel in diesem Jahr. Übrigens jener Martinez, der bereits vor sieben Jahren beim ersten Triumph des FC Bayern im UEFA-Supercup entscheidenden Anteil am Titelgewinn hatte, als er damals kurz vor Ende der Verlängerung gegen den FC Chelsea zum Ausgleich traf und den FC Bayern ins Elfmeterschießen rettete, das der FC Bayern dann gewann.

Im UEFA-Supercupfinale hatte der FC Bayern fast alle Mann des dünnen Kaders an Bord. Einzig Kingsley Coman, sowie der verletzte Neuzugang Tanguy Nianzou fehlten. Der zuletzt angeschlagene David Alaba stand in der Innenverteidigung wieder in der Startelf, dafür rückte Jerome Boateng auf die Bank. Ebenfalls zunächst auf der Bank saß Alphonso Davies, Luvas Hernandez bekam in der Startelf den Vorzug.

Beim UEFA-Supercupfinale, das in Budapest stattfand, waren zumindest wieder einige Zuschauer zugelassen und so kam auch mal wieder etwas Fußballstimmung im Stadion auf. Daran sollte sich Bayerns Ministerpräsident, der Herr der Masken und Verbotsmeister, Markus Söder mal ein Beispiel nehmen. Trotz Corona ist es durchaus möglich vor Zuschauern Fußballspiele zu absolvieren.

Nach einer eher ereignisarmen Anfangsphase dann der frühe Schock für den FC Bayern. Es gab Strafstoß für den FC Sevilla. David Alaba rempelte im Bayern-Strafraum leicht gegen Rakitic vom FC Sevilla. Ein Witzstrafstoß für leichten Körperkontakt. Den Strafstoß hätte es nicht geben dürfen. Ocampos verwandelte den Strafstoß zur Führung für den FC Sevilla.

In der Folge entpuppte sich der FC Sevilla zum erwarteten unangenehmen Gegner, der hinten gut stand und auf Konter lauerte. Dennoch übernahm der FC Bayern mehr und mehr die Initiative, wurde dominanter und beherrschte klar die Partie. Torchancen ließen dann auch nicht lange auf sich warten. Thomas Müller, Benjamin Pavard und Robert Lewandowski hatten die ersten guten Gelegenheiten für den FC Bayern. Die nächste Gelegenheit saß dann aber. Leon Goretzka erzielte den längst überfälligen Ausgleich. Mit diesem Remis ging es dann auch in die Halbzeit.

Nach dem Wechsel hatte dann der FC Sevilla durch De Jong die erste Gelegenheit. Auf der anderen Seite netzte Robert Lewandowski ein. Das Tor zählte aber leider nach Videobeweis nicht, weil Lewandowski ein paar Millimeter im Abseits gestanden haben soll. War knapp. Ein paar Minuten später traf der FC Bayern durch Leroy Sane erneut ins Tor, aber wieder zählte der Treffer nicht, weil vorher angeblich Lewandowski ein Foulspiel begangen haben soll. Merkwürdige Entscheidung. Langsam konnte man mit dem Schiedsrichter hadern, der eine desolate Schiedsrichter-Leistung ablieferte.

Der FC Bayern war klar überlegen, verpasste es aber aus der Überlegenheit Kapital zu schlagen. Alaba und Thomas Müller vergaben noch weitere Gelegenheiten für den FCB. Und fast wurde der FC Bayern kurz vor Ende der regulären Spielzeit bestraft. Bei einem Konter des FC Sevilla vergab En-Nesyri die große Chance auf den Sieg für Sevilla. So blieb es beim 1:1 und es ging in die Verlängerung.

In der Verlängerung hatte der FC Sevilla den besseren Start. En-Nesiyri hatte erneut die Führung für den FC Sevilla auf den Fuß, aber Manuel Neuer, der schon kurz vor Ende der regulären Spielzeit rettete, konnte den Ball gerade noch an den Pfosten lenken. Durchatmen.

Der FC Bayern war zwar überlegen, tat sich aber schwer gegen ein weiter gut verteidigendes FC Sevilla zu klaren Torchancen zu kommen. Schließlich wurden Javier Martinez und Alphonso Davies eingewechselt. Gerade die Einwechselung von Martinez erwies sich als Glücksgriff. Martinez war nur wenige Minuten auf dem Platz, da erzielte er kurz vor dem Ende der ersten Hälfte der Verlängerung das wichtige 2:1 für den FC Bayern. Womöglich war das eine der letzten Amtshandlungen von Martinez für den FC Bayern, aber eine ganz wichtige.

Auch in der zweiten Hälfte der Verlängerung blieb der FC Bayern die überlegene Mannschaft, spielte die Zeit souverän runter und ließ hinten nicht mehr viel zu. Escudero hatte noch eine Möglichkeit für den FC Sevilla. Dann war nach 120 Minuten Kampf das Spiel aus und der FC Bayern hatte seinen vierten Titel in diesem Jahr gewonnen. Aus dem Triple wurde ein Quadruple.

Auch wenn der FC Sevilla zwei große Möglichkeiten hatte, am Ende war der Sieg des FC Bayern hochverdient, weil der FC Bayern über die gesamte Spielzeit die dominierende Mannschaft war und ein Chancenplus hatte. Dennoch war der FC Sevilla der erwartet schwere Gegner, der gut verteidigte und auf einem technisch hohen Niveau agiert. Wer wie der FC Sevilla die Europa League gewinnt, zählt sicher zu den Topteams in Europa.

Durch den Sieg gegen den FC Sevilla ist der FC Bayern jetzt seit 32 Pflichtspielen ungeschlagen und konnte sogar die letzten 23 Pflichtspiele alle gewinnen. Das ist Rekord für ein Team aus den Top 5-Ligen in Europa.

Nach dem Spiel war die Freude groß. Bayern-Kapitän Manuel Neuer reckte bei der anschließenden Siegerehrung als erster den Pokal in die Höhe.

Jetzt heißt es für den FC Bayern gut regenerieren, denn bereits am kommenden Sonntag geht es für den FC Bayern in der Bundesliga mit dem schweren Auswärtsspiel bei der TSG Hoffenheim weiter. Das UEFA-Supercupfinale gegen den FC Sevilla hat sicherlich Kraft kostet und aufgrund des dünnen Kaders gibt es nicht viele Möglichkeiten zum Rotieren. Dennoch sollte nach dem erneuten internationalen Triumph die Brust noch breiter werden und die Müdigkeit vergessen lassen. Immerhin reist man mit einem positiven Gefühl zum nächsten Spiel. Gegen die TSG Hoffenheim gibt es übrigens ein Wiedersehen mit einem alten Bekannten. Seit dieser Saison wird die TSG Hoffenheim von Sebastian Hoeneß trainiert, der letzte Saison noch die Bayern Amateure trainierte und sensationell zur Meisterschaft in der 3.Liga führte.

Redakteur

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21. September 2020, 14:54

Torrausch zum Auftakt

Mit einer Torgala startete der FC Bayern in die neue Saison der Fußball-Bundesliga. Im Saison-Eröffnungsspiel gewann der FC Bayern daheim in der Allianz Arena gegen Schalke 04 mit 8:0. Es war eine Fußballgala, bei der vor allem Serge Gnabry und Neuzugang Leroy Sane in seinem ersten Spiel für den FC Bayern überzeugen konnten.

Personell hatte der FC Bayern ein paar kleinere Probleme zu lösen. Thiago, der kurz zuvor zum FC Liverpool wechselte, war schon nicht mehr dabei. Zudem fehlte Kingsley Coman, der aufgrund eines Kontaktes zu einer mit Corona infizierten Person sich noch in häuslicher Quarantäne befindet. Zudem waren David Alaba und Alphonso Davies angeschlagen. Alaba war gar nicht im Kader und Davies, der zumindest auf der Bank saß, kam nicht zum Einsatz. Für Alaba und Davies spielten Jerome Boateng und Lucas Hernandez in der Abwehrreihe. Sane spielte auf dem Flügel für Coman und gab somit sein Debüt für den FC Bayern.

Während in den meisten anderen Stadien wieder erste Zuschauer zugelassen waren, mußte das Spiel in der Allianz Arena erneut ohne Zuschauer auskommen. Eine Entscheidung, die man nicht verstehen muß. Aber was soll man auch von Ministerpräsident Söder und Oberbürgermeister Reiter anderes erwarten?

Die erste Gelegenheit des Spiels hatten schnell die Schalker durch Pacienca, aber danach spielte eigentlich nur noch der FC Bayern. Bereits nach wenigen Minuten ging der FC Bayern durch Serge Gnabry mit 1:0 in Führung. Das erste Tor der neuen Saison in der 1.Fußball-Bundesliga war gefallen.

Der FC Bayern war drauf und dran schnell nachzulegen, aber Sane und Robert Lewandowski vergaben weitere Möglichkeiten. Es war dann schließlich der Ex-Schalker Leon Goretzka, der zum 2:0 für den FC Bayern traf und die Weichen auf Bayern-Sieg stellte. Langsam spielte sich der FC Bayern in einen Rausch. Lewandowski und Joshua Kimmich hatten die nächsten Bayern-Chancen. Dann wurde Lewandowski vom Schalker Kabak im Strafraum der Gelsenkirchener gefoult. Es gab völlig zu Recht Strafstoß für den FC Bayern. Lewandowski verwandelte zum 3:0 für den FC Bayern. Damit war die Partie praktisch schon entschieden.

Kurz vor der Pause hätte der FC Bayern das Ergebnis sogar noch weiter in die Höhe schrauben können, aber Goretzka, Niklas Süle, der nur den Pfosten traf, und Gnabry ließen weitere Gelegenheiten liegen. So ging es mit einem klaren 3:0 für den FC Bayern in die Halbzeit. Es hätte aber bereits zur Pause deutlich höher stehen können.

Nach dem Wechsel machte der FC Bayern da weiter wo er vor der Pause aufgehört hatte und traf schnell zum 4:0. Serge Gnabry erneut mit einem frühen Tor. Die Schalker zerfielen langsam in ihre Einzelteile und der FC Bayern sprühte vor Spielfreude. So dauerte es auch nicht lange bis zum nächsten Tor für den FC Bayern. Erneut war Gnabry der Torschütze und schnürte einen Dreierpack. 5:0. Es ging immer so weiter. Zunächst vergaben noch der eingewechselte Corentin Tolisso und Sane, aber dann klingelte es wieder im Schalker Tor. Thomas Müller traf zum 6:0. Kurz darauf traf dann auch der bärenstarke Sane und stellte auf 7:0. Gleich im ersten Spiel für den FC Bayern das erste Tor von Leroy Sane. Es wurde dann noch etwas gewechselt beim FC Bayern. Unter anderem kamen die beiden Nachwuchsspieler Chris Richards und Jamal Musiala in die Partie. An der Überlegenheit des FC Bayern änderte das aber nichts. Eben jener Musiala traf dann tatsächlich auch noch und erzielte den Treffer zum 8:0-Endstand für den FC Bayern. Es war nicht nur das erste Bundesligator von Musiala, sondern durch den Treffer wurde er zum jüngsten Torschützen des FC Bayern in der Bundesliga.

Es war ein rundum gelungener Bundesligaauftakt des FC Bayern. Nach dem CL-Triumph in Lissabon und dem anschließenden Urlaub hatte der FC Bayern nur eine sehr kurze Vorbereitungszeit für den Saisonstart. Das war dem FC Bayern aber nicht anzumerken. Es war eine Bayern-Gala, bei der der FC Bayern nur so vor Spielfreude glänzte mit dem Neuzugang Leroy Sane in der Startelf, der ein klasse Debüt im Trikot des FC Bayern gab. Der 8:0-Sieg des FC Bayern gegen Schalke 04 ist nicht nur in der Höhe verdient, der Sieg hätte bei noch besserer Chancenverwertung sogar noch deutlich höher ausfallen können.

Auch wenn die Tabelle nach dem 1.Spieltag natürlich noch keine Aussagekraft hat, setzte sich der FC Bayern durch die acht Tore erstmal an die Tabellenspitze.

Das Spiel gegen Schalke 04 war der Auftakt zu einer regelrechten Terminhatz mit vielen Spielen vor allem im Herbst und bis Weihnachten. Gleich zwei englische Wochen hat der FC Bayern zum Start vor der Brust. Neben Bundesliga muß der FC Bayern am Mittwoch nächster Woche in München gegen Borussia Dortmund um den DFL-Supercup spielen. Aber bereits am kommenden Donnerstag geht es in Budapest um den UEFA-Supercup. Der Champions League-Sieger trifft auf den Europa League-Sieger. Der FC Bayern muß dann gegen den spanischen Topklub FC Sevilla antreten. Das wird mit Sicherheit eine ganz andere Hausnummer, als es Schalke 04 war. Früh in der Saison gleich die erste Standortbestimmung für den FC Bayern.

Redakteur

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17. September 2020, 22:29

Der Triple-Sieger eröffnet die Saison

Es geht wieder los. Am morgigen Freitag beginnt mit dem Saisoneröffnungsspiel FC Bayern gegen Schalke 04 die neue Bundesligasaison.

Nach dem Triumph in der Champions League und dem damit verbundenen Gewinn des Triple am 23.August 2020 in Lissabon hatte der FC Bayern nur eine relativ kurze Pause und noch kürzere Vorbereitung ohne auch nur ein Testspiel ausgetragen zu haben.

Allerdings hatte der FC Bayern vor dem CL-Finalturnier eine ausführliche Vorbereitung gehabt und in den letzten paar Wochen sollte man nicht alles verloren haben, zudem könnte die Euphorie als Triple-Sieger den FC Bayern noch eine zeitlang tragen.

Das Spiel gegen Schalke ist der Auftakt zu einem hammerharten Herbst mit sehr vielen englischen Wochen bis Weihnachten. Bundesliga, Nachholspiel im DFB-Pokal, im Oktober startet wieder die Gruppenphase der Champions League, dazu noch UEFA-Supercup, DFL-Supercup, möglicherweise noch Klub-WM, dazu noch Länderspiele.

Deswegen passt die derzeitige Personalsituation so gar nicht. Die ausgeliehenen Spieler Philippe Coutinho (zum FC Barcelona), Ivan Perisic (zu Inter Mailand) und Alvaro Odriozola (zu Real Madrid) kehren zu ihren Vereinen zurück. Zudem wechselt Thiago zum FC Liverpool. Völlig unverständlich jemanden wie Thiago gehen zu lassen. Auch Perisic hätte man halten sollen. Zudem ist die Zukunft von David Alaba ist noch nicht geklärt.

Demgegenüber stehen als Neuzugänge bisher nur Leroy Sane (von Manchester City), Tanguy Nianzou (von Paris St. Germain) und Torwart Alexander Nübel (von Schalke 04), sowie Adrian Fein.

Der Kader wird ausgedünnt und Leistungsträger abgegeben, obwohl man in der neuen Saison mit vielen Spielen in kürzester Zeit jeden Spieler bräuchte.

Gegen Schalke werden auf jeden Fall Kingsley Coman, der wegen Kontakt zu einer mit dem Corona-Virus infizierten Person Kontakt hatte und deswegen in Quarantäne mußte, und Nianzou (verletzt) ausfallen.

Während in anderen Stadien wieder zumindest teilweise Zuschauer zurück kehren, muß der FC Bayern sein Heimspiel gegen Schalke 04 wieder ohne Fans bestreiten. Dabei hatte der FC Bayern ein Konzept vorgelegt mit dem bei Einhaltung aller derzeitigen Regeln 24000 Fans in die Arena könnten. Das scheint aber der Politik in Bayern und München wenig zu interessieren. Das ist langsam unverhältnismäßig und nicht mehr zu tolerieren.

Könnte der FC Bayern nach dem Triple in ein Loch fallen? Die Gefahr besteht natürlich, aber in den letzten Jahren hatte der FC Bayern bewiesen, dass er sich immer wieder neu motivieren kann, ansonsten wären acht gewonnene Meisterschaften in Folge wohl kaum möglich gewesen. Und nach dem Triple 2013 holte der FC Bayern 2014 immerhin das nationale Double, allerdings mit einem neuen Trainer. Es wird wohl eine Kopfsache. Da sollte man auf Trainer Hansi Flick vertrauen, der bisher eine sensationelle Arbeit abgeliefert hatte. Wichtig wäre auf jeden Fall ein guter Start in die neue Saison.

Es wird auf jeden Fall eine interessante und spannende Saison mit vielen Spielen in den nächsten Wochen und Monaten bis Weihnachten. National sind wohl wieder die üblichen Verdächtigen die Hauptkonkurrenten des FC Bayern. Borussia Dortmund, RB Leipzig, Bayer Leverkusen und möglicherweise auch Borussia Mönchengladbach.

Schaft der FC Bayern den Gewinn der neunten Meisterschaft in Folge? Das muß für die neue Saison auf jeden Fall das Hauptziel sein.

Pack mas!

Redakteur

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